<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809</id><updated>2011-07-30T18:48:03.482-07:00</updated><title type='text'>echt-zeit-2</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>48</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-2769625745055080807</id><published>2010-07-01T02:50:00.000-07:00</published><updated>2010-07-29T08:32:33.532-07:00</updated><title type='text'>Ein Monat Deutschland</title><content type='html'>Ich bin wieder da. In Deutschland. Im perfekten Deutschland. Amelie holte mich vom Flughafen ab und versorgte mich mit feinsten Käsen und viel Zuneigung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein altes Zimmer war in vollständigem Chaos. Der Maler war da und hat ordentlich aus- und in den Gang geräumt, so dass ich kaum die Türe aufbekam. Ich habe meinen Rucksack abgestellt, einen fremden Stringtanga hinter dem Bett aufgelesen und entsorgt, Kaugummis von Boden und Bett gezogen und meine dürstenden Pflanzen gegossen. Nein, daheim fühlte ich mich gar nicht. Und all die Dinge. Zwanzig Monate bin ich gut mit einem Rucksack ausgekommen und nun sind hier all die Dinge, die ich vor allem als einengend empfinde. Ich habe gleich in der ersten Woche vier grosse Umzugskartons Kleidung ausgemistet und fühle mich immer noch nicht fertig mit der Aufgabe. Wofür braucht man denn fünfzehn fast gleiche Hosen? Wieviel Geld ich dafür ausgegeben habe und wozu nur? Und all die Bücher und CDs machen mir im Grunde auch nur Angst. Da ist ja gar kein Platz fürs Leben! Ich schmeisse raus, aber gewaltig. Vermisst habe ich an Dingen mein Kletterseil, meine Skiausrüstung, mein Rennrad und meine Brettspiele. Dinge zum Tun eben. Mehr aber auch nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einige Begegnungen fand ich ausserdem bemerkenswert. Amelie und ich gingen in Grafing in eine Eisdiele. Es gab Kugeln, Waffeln, Sahne und, was für eine Freude, Schokoladensosse. Ich verlange eine Kugel in der Waffel mit Sahne und Eis, glücklich und freundlich. Da kommt nur ein muffiges "Schokoladensosse gibts nur im Becher" zurück und ich war erschrocken. Ich beharrte aber, ich würde auch alles bezahlen, ich hätte aber eben doch gerne eine Waffel. Das wurde mir erst nach längerer Diskussion gewährt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Bekannten traf ich in der Stadt. Er meinte, ich sei ja nun lange weg gewesen und hätte bestimmt viel erlebt, da könne man ja gar nicht fragen, soviel sei das. Mein Fahrrad hier sei aber sehr schmutzig, das hätte ich wohl nicht geputzt. Doch, meinte ich, die Schaltung funktioniere, die Kette sei nicht rostig und auch die Bremsen seien gut. Aber es sei doch schmutzig, beharrte er und dann musste er auch weiter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein lieber Chef, Hans Rott, hat mir gleich einen Job an der Uni besorgt. Ich koordiniere (oder wie nennt man das?) nun einen interdisziplinären Antrag auf Forschungsgelder. Das freut mich sehr. Ich war klettern und treffe nach und nach Freunde und Bekannte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Gang zum Arbeitsamt (der nötig war, um gleich wieder krankenversichert zu sein) war unerfreulich und unfreundlich und die Freude darüber, dass ich im Grunde locker einen Monat von meiner längst fälligen Steuerrückzahlung aus Australien leben können sollte, wurde mir durch einen Bescheid, ich müsse 480 Dollar nachzahlen, vermiest. Ich muss zahlen, nicht Australien. Das ist alles unschön. Aber so schlimm nun auch wieder nicht, die Sache mit dem Geld regelt sich schon. Ich bin ja mittlerweile ganz konsumfern und spare daher. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin wieder drin, in meinem alten Leben. Montags bis freitags gehe ich an die Uni und manchmal habe ich den Eindruck, ich habe ganz vergessen, dass ich weg war. Ich schreibe wieder für die Mittelbayerische und fühle mich ein bisschen verrostet, aber auch das stellt sich langsam wieder ein. Ich bin manchmal recht ungeduldig, mag gar nicht mehr zu lange sitzen. Und manchmal denk ich mir schon: ich mag das nicht, ich pack meinen Rucksack und zieh einfach wieder los. Aber ich kann mich bremsen. Und als kleines Zuckerl reise ich im August für zwei Wochen nach England- wandern mit Amelie und Bekannte besuchen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will mehr meine Ruhe, auch mal keine Leute um mich. Ich will nciht mehr in allzu viele Konzerte und ich kaufe kaum mehr ein. 50 Euro jede Woche fürs Essen, das sind normalerweise meine Ausgaben. Damit komme ich mir etwas seltsam vor. In Deutschland war doch eine meiner Beschäftigungen einige Dinge anzuschaffen, manchmal aus Unzufriedenheit, wegen eines Sonderangebots oder weil es sich eben gerade so anbot. Bilanz bis jetzt: nicht im Kino gewesen, ein Secondhandbuch für 4 Euro gekauft, eine kleine Stehlampe neben meinem Bett für acht Euro, weil die alte kaputt war, ein Kalender für meine Termine. Kein Restaurant, kein sonstiger Luxus. Ich fühle mich schräg, geizig, aber ich habe gar keine Lust auf Geldausgeben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin ein wenig strenger mit mir, arbeite etwas konzentrierter als früher. Und ganz vergessen habe ich die Reise nicht. Ich gucke auf mein Leben hier aus einer etwas anderen Warte. Etwas gelassener, mit etwas mehr Humor und der Zuversicht: ich kann ja auch was ganz anderes tun. Sich trauen, den ersten Schritt machen, das hat sich als der große Unterschied zwischen Tun und Nichttun für mich erwiesen. Mit diesem Wissen im Hinterkopf lässt sich hoffentlich auch viel anderes erreichen, nichr nur eine Fast-Weltreise. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und am liebsten würde ich den Blog weiterschreiben, allein schon dafür gehts nicht ganz ohne meine ganz eigene Welt der Abenteuer! Ich weiss nicht, wies weitergeht, aber wer weiss das schon. Leben- noch nicht festgelegt wo und wie.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-2769625745055080807?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/2769625745055080807/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/07/ein-monat-deutschland.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/2769625745055080807'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/2769625745055080807'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/07/ein-monat-deutschland.html' title='Ein Monat Deutschland'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-7548724968968477043</id><published>2010-06-24T01:55:00.000-07:00</published><updated>2010-06-24T02:17:45.834-07:00</updated><title type='text'>Koh Kong und kleine Bilanzen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCMfXlB2gbI/AAAAAAAAA6E/-2sfRR6uXXc/s1600/IMG_1688.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCMfXlB2gbI/AAAAAAAAA6E/-2sfRR6uXXc/s320/IMG_1688.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5486263261004726706" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCMfXEoAOTI/AAAAAAAAA58/Som9CHDS-wU/s1600/IMG_1681.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCMfXEoAOTI/AAAAAAAAA58/Som9CHDS-wU/s320/IMG_1681.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5486263252306377010" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCMfWB_zyZI/AAAAAAAAA50/EzE40V12lg4/s1600/IMG_1680.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCMfWB_zyZI/AAAAAAAAA50/EzE40V12lg4/s320/IMG_1680.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5486263234421049746" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCMfV3mXT7I/AAAAAAAAA5s/-fddTqiIYsY/s1600/IMG_1699.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCMfV3mXT7I/AAAAAAAAA5s/-fddTqiIYsY/s320/IMG_1699.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5486263231629971378" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCMeXv1DBeI/AAAAAAAAA5k/DnQuJFLG2Pw/s1600/IMG_1447.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCMeXv1DBeI/AAAAAAAAA5k/DnQuJFLG2Pw/s320/IMG_1447.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5486262164392183266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich in zurück in in Phnom Penh. Was für eine Tour! Mit dem Nachtbus fuhr ich von Siem Reap nach Koh Kong. Der Bus sei direkt (ich musste umsteigen und über eine Stunde warten) und ein Schlafbus, also mit richtigen Liegen, wie das Hochglanzphoto zeigte. Nein, nichts zum Ausfahren, ein normaler Bus. Aber ich schlief erstaunlich gut und lange. Bereite mich schon mal auf das lange Fliegen übermorgen vor. Morgen fliege ich erstmal zurück nach Kuala Lumpur. Der Bus setzte mich auch nicht in Koh Kong ab, sondern an der thailändischen Grenze, im strömenden Regen mit knöcheltiefen Wasserstrassen und die Taxis verlangten irrwitzige Summen, erkannten sie doch die Schwierigkeit der Lage. Ein Japaner in den späten Vierzigern teilte sich letztlich mit mir ein Tuktuk und zahlte sogar die Fahrt. Problem war nur, dass er mich dann so sehr mochte, dass er mich am Nachmittag überall im Ort auf einem Motorrad suchte. Wäre auch gut gewesen, hätte er englisch gesprochen. Ich fühlte mich ein wenig unnett, ihm nicht meine volle Aufmerksamkeit und Gesellschaft zu schenken. Dafür plauderte ich am Abend mit einem Alkoholiker, der von sich sagt, er sei gern Alkoholiker und einem deutschen Hostelbesitzer, der eine Cambodianerin geheiratet hat und einem Australier, der buddhistischer Mönch werden will. Zuviel schlechtes Karma kann ich nicht angesammelt haben, wenn ich so nette Gesellschaft statt des Japaners kriege. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Koh Kong lieh ich mir ein Mountainbike und radelte zum Mangrovenwald. Die Bäume stehen mit ihren Wurzeln im Wasser und bilden ein kleines Insellabyrinth in der Gegend und sind wichtig, um den Boden zu halten, aber auch weil Shrimps und Fische ihre Nester dort bauen. Sieht nett aus, auch wenn es wieder mal schüttete, was in der Regenzeit hier ganz normal ist. Dass ich wieder mal in Matsch gebadet war, ist eh klar. Lange sass ich da und guckte aufs Wasser in der Hoffnung einen Süsswasser Irrawaddy oder auch Mekong River genannten Delfin zu sehen. Sehr selten, sehr drollig anzusehen. Man gab mir wegen des Regens keine Chancen und ich sah auch tatsächlich keinen. Aber ich beschloss, den Tag einfach gemächlich zu geniessen, dazusitzen und stundenlang Ajahn Brahms Reden zuzuhören, den ich mir zum momentanen Guru auserkoren habe. Seine Buddhismusreden kann man kostenlos herunterladen. Sie sind lustig und weise und sehr lehrreich. Der Buddhismus wird mit jedem bisschen Wissen, das ich dazugewinne attraktiver für mich. So vieles deckt sich mit meiner Erfahrung und ich mag das Undogmatische Erfahrungsorientierte – sollten die Naturwissenschaften herausfinden, dass die buddhistischen Lehren falsch sind. Da scheint es auch kein wildes Drohen zu geben, es ist mehr ein – probiers aus! Ich glaube, Buddhismus macht mir einfach Spass und das hätte ich von einer Religion gar nicht erwartet und mich daher bis dato recht fern gehalten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke nun natürlich übers nach Deutschland fahren nach. Wenn ich ein wenig in der Laune bin, noch weiter reisen zu wollen, sehe ich Deutschland einfach als weiteres Land auf meiner Lebensreise. Wie ich mich genau verändert habe, kann ich vermutlich erst so richtig sagen, wenn ich mit alten Freunden rede, durch meine geliebten, sehr bekannten Wälder laufe. Aber ich kann doch eine Zwischenbilanz ziehen. &lt;br /&gt;Ich fühle mich ausgeglichen, zwar etwas müde von all dem vielen Tun, das ich mir jeden Tag verordnet habe, aber doch auch ruhig. Ich  bin wer ich bin und kümmere mich immer weniger darum, was andere von mir halten. Ich weiss mehr, was mir wichtig ist. Die Grosszügigkeit, das Menschliche, der Spass und kein Bierernst (das Leben ist viel zu wichtig, um ernstgenommen zu werden, hat so glaube ich Oscar Wilde gesagt). Überhaupt „bierernst“, dabei heisst es doch immer, Bier macht lustig. Hm. Es ist wunderbar für mich, nicht zu trinken oder Drogen zu nehmen. Brauche ich einfach nicht, ebenso wie Pubs und Diskos, um Menschen kennenzulernen und ebensowenig ein (grosses) Auto und eine Riesenwohnung für die ich nur umso härter arbeiten müsste, mehr Ballast, mehr Reinigung. Ich muss nicht durch Dinge zeigen, wer ich bin. Dass ich bin ist absolut gut genug. Aber ich will den Schnee, den ich am allermeisten vermisst habe, die Skitouren, die ruhigen, riesigen Berge im Schnee. Ich denke über Schneereisen in den Norden nach. Ein Jahr im Schnee- wow! Das ist mir immer geblieben.&lt;br /&gt;Ich bin flexibler. Schlafen geht nahezu überall, ich komme mit nahezu jedem Mensch in irgendeinen guten Kontakt, ein Leben ohne Schokolade und Milchprodukte ist möglich (wenn auch nicht nötig), alleinsein ist schön, Gesellschaft ist klasse. &lt;br /&gt;Aber ich bin auch unflexibler, beharrlicher in manchem. Ich will wirklich nicht mitten in einer Grosstadt, ich mag Natur, ich lasse mir weniger dreinreden. Egal wer mich wohin haben will, ich mache mein Ding. Sehr starrköpfig, noch schlimmer als früher. &lt;br /&gt;Ich habe die volle Zuversicht, dass alles gut wird, egal wie sich die Dinge entwickeln. Ich bin sehr glücklich darüber rausgefunden zu haben, dass ich in outdoor education gehen mag und werde und damit habe ich das Gefühl, dass das Philosophiestudium letztlich hierher führte, das Arbeiten und vor allem das Reisen. Ich habe lange, lange gesucht, was ich machen will und nun zumindest für eine Zeit lang gefunden. Ich bin emotionaler, unfassbar gerührt wie viele vollständig fremde Menschen ich getroffen habe, die offenbar nichts lieber taten als mir auf verschiedenste Weisen zu helfen. Ich interessiere mich brennend für eine Religion, was mir früher eher nebensächlich war. Ich kann nur sagen: ich bereue nichts. Was für eine Reise, was für ein Fest. Natürlich war es hart, die vielen Teller zu spülen, von Leo manchmal richtig gebeutelt zu werden und mich hie und da ein wenig einsam zu fühlen.  Aber ich habe doch so viel dazugelernt. Alles ist möglich, wenn ich mich erstmal entschliesse, etwas zu tun. Es ist nicht wichtig, was irgendwer sagt, es ist mein Leben. Klar, ich bin ziemlich pleite, wenn ich heimkomme. Mit Geld ist es einfacher, aber ohne nur eine weitere neue Erfahrung, sofern ich nicht endlich meine sehr wahrscheinlich beträchtlichen australischen und neuseeländischen Steuern und Rentenzahlungen zurück kriege. Ich habe Jobs in Neuseeland und Australien gefunden, da wird sich schon in Deutschland auch einer auftun. Für Hinweise bin ich mehr als dankbar und offen für alles! Bedienen, Geschirrspülen, schreiben, putzen, nachhelfen, schick herumlaufen oder nicht, ich habe auch gefestigt, dass das alles nicht ich bin. Das ist ein Job, den ich mache, ein kleines Segment meines Lebens, aber doch nicht meine Identität. Wie oft habe ich doch in Deutschland die Frage gehört, was ich mache und da wollte man von meinem Beruf hören. Dass ich Philosophie studiere, hat meist zu herablassendem Schauen und der Frage geführt „Und was macht man dann damit?“. Manche Leute waren ehrlich und aufrichtig neugierig, viele wollten Überlegenheit demonstrieren schien mir. Kommt und geht alles, die Büros und die Anzüge, das schicke Auto und Haus. Sind sie glücklich, ist die Frage. Manche ja, manche nein, manche finden die Frage schon obszön.&lt;br /&gt;Die Welt und die Menschen – ich kann nicht anders als sie lieben und nehme daher weit mehr Anteil als zuvor. Geschichte, Geographie, das sind auf einmal interessante Gebiete für mich. Ein wunderbares Abenteuer, zwanzig Monate, die mir im Rückblick sehr intensiv und abwechslungsreich sind. Was für ein Fest! &lt;br /&gt;Ich werde diesen Blog vermissen, ihn aber in ein Buch umwandeln und sehen was passiert. Wenn ich es einem Verleger andrehen kann, hervorragend. Wenn nicht, habe ich meine Erinnerung in Buchform niedergeschrieben, das wird auch eine sehr gute Erfahrung. Ich habe schon jetzt eine Reihe Leser, die es sofort zugeschickt bekommen wollen. &lt;br /&gt;Vielen Dank all meinen wunderbaren Lesern, die ihr mich so viel mit Ratschlägen und Kommentaren unterstützt habt. Von meinen Freunden hat mich wirklich keiner enttäuscht. Ich wusste doch, dass Ihr klasse seid und mir nicht untreu werdet, nur weil ich am anderen Ende der Welt bin. Das ist nicht selbstverständlich, ich habe einige Reisende klagen gehört, dass sie von den Daheimigen nur Unverständnis oder gleich gar keine Nachrichten mehr erhalten. Für mich hat sich bestätigt, dass einem nahe ist, wen man liebt, da macht die räumliche Trennung nicht viel aus. &lt;br /&gt;Vermissen werde ich vermutlich das täglich Neue und Ungewisse. Ich mochte es, immer so beschäftigt zu sein, das entspricht meinem Energielevel, auch wenn ich nun sehe, wie wichtig es für mich ist, immer wieder einfach nur still zu sitzen und nichts zu tun. Aber ach, es gibt so viele neue Abenteuer und es gibt vor allem Euch, die ich so lange nicht gesehen habe. Ich kanns kaum erwarten, Euch einen Knuddler zu verpassen und wieder mal viel zu viel zu reden!&lt;br /&gt;Ich breche  nach Kuala Lumpur auf, von meiner netten Couch bei der Litauerin Ruta in Phnom Penh zu meiner netten Couch bei Angel. Hab ichs nicht gut?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das kleine Hunderl in der Tasche reiste im Gepäckfach im Bus mit. Es kam mit einer grossen Familie, in einem kleinen Tuktuk und unfassbar viel Gepäck in Säcken zur Bushaltestelle und wurde dort in den Gepäckraum verfrachtet, wo es die sechs Stunden unbesucht auszuharren hatte. Aber er war vor der Fahrt einfach nur lieb und sanft, als ich ihn streichelte und ebenso nach der Fahrt. Ich wollte als wir eine Pause machten, den Hund an die frische Luft lassen, aber es kann ja keiner Englisch. Eine schwache Entschuldigung, so fühlt es sich an. Als ich ihn in Phnom Penh nochmals ausgiebig streichelte, kam der Vater der Familie an und meinte, you like dog, you have it. Er ist ein ganz besonderer Hund, sowas Liebes. Aber ich kann doch keinen Hund auf meine Flüge mitnehmen. Ich hätte es glatt getan, wäre es möglich, aber mit all der Quarantäne hätte ich bestimmt nicht fliegen können. Ich wünsche ihm ein gutes Leben, seufz und denke an ihn. Armer Kerl...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hoffe, Ihr habt auch noch Lust auf die Folge "Tempelbliss in Angkor", die fast fertig ist und hier hoffentlich morgen erscheint. Die Tempel haben mich vor Begeisterung fast vom Radl gerissen und das passiert bei irgendwelchen Tourimussmonumenten fast nie der Fall. Ihr erinnert Euch, dass ich mich nicht mal zum Taj Mahal in Indien begeben habe.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-7548724968968477043?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/7548724968968477043/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/06/koh-kong-und-kleine-bilanzen.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/7548724968968477043'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/7548724968968477043'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/06/koh-kong-und-kleine-bilanzen.html' title='Koh Kong und kleine Bilanzen'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCMfXlB2gbI/AAAAAAAAA6E/-2sfRR6uXXc/s72-c/IMG_1688.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-7794310353361514801</id><published>2010-06-18T06:03:00.000-07:00</published><updated>2010-06-24T17:12:14.424-07:00</updated><title type='text'>Bliss on a stick in Angkor</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCPy688dqMI/AAAAAAAAA60/dC3ZCnRQySs/s1600/IMG_1592.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCPy688dqMI/AAAAAAAAA60/dC3ZCnRQySs/s320/IMG_1592.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5486495865673459906" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCPxvB3iYOI/AAAAAAAAA6s/kfl37qa4kh4/s1600/IMG_1575.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 180px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCPxvB3iYOI/AAAAAAAAA6s/kfl37qa4kh4/s320/IMG_1575.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5486494561324916962" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCPxux-hsjI/AAAAAAAAA6k/Ob569IsYZMo/s1600/IMG_1531.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCPxux-hsjI/AAAAAAAAA6k/Ob569IsYZMo/s320/IMG_1531.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5486494557059265074" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCPxuY0krdI/AAAAAAAAA6c/xo8rAwApCOk/s1600/IMG_1524.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCPxuY0krdI/AAAAAAAAA6c/xo8rAwApCOk/s320/IMG_1524.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5486494550306631122" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCPxt88dPdI/AAAAAAAAA6U/-RbBgZ6zT4Y/s1600/IMG_1511.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCPxt88dPdI/AAAAAAAAA6U/-RbBgZ6zT4Y/s320/IMG_1511.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5486494542823505362" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCPxtWGK0KI/AAAAAAAAA6M/xIOQusH8aeQ/s1600/IMG_1458.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCPxtWGK0KI/AAAAAAAAA6M/xIOQusH8aeQ/s320/IMG_1458.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5486494532395258018" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Angkor – es gibt diese wichtigen! Sehenswürdigkeiten!, die man als Tourist nicht verpassen darf. Ich hab sie oft locker links liegen gelassen. Was muss ich im Taj Mahal herumhängen, wenn ich die nettesten Inder kennenlernen kann und feinstes Essen geniessen darf? Trotzdem ging ich auf Tempeltour, teils, weil es doch so ein Riesending ist und teils, weil ich neugierig war. Ich nahm mir ein Radel (1 Dollar pro Tag) und feierte meine Unabhängigkeit, indem ich in meinem Tempo den ganzen Tag pedallierte. Erst sah es danach aus, als würde sich die Finnin Aila aus dem Bus mir anschliessen, die entschied sich dann aber doch für ein Tuktuk und mir war es ganz recht. Sie ist nett, aber ein wenig kompliziert. Von Angkor Wat bekam ich die übliche touristische Sensation. Schon gross und beeindruckend, aber es gibt Spannenderes. Aber dann, Bayon, ein anderer Tempel der Gruppe. Ich war hingerissen, weggeblasen, ganz von den Socken. 218 mehr als mannshohe Gesichter sollen mich da von allen Seiten angelächelt haben und sie waren verdammt echt! Was für ein Vergnügen! Ich setzte mich, zeichnete und genoss. Danach war ich voller Energie, rannte über grosse Steine und kletterte zu Hügeltempeln und konnte nicht genug kriegen. Ich blieb drei Tage und nciht nur zwei und liess mich am letzten Tag zum entlegenen Hermitenort fahren, wo Figuren aus den riesigen Steinen in der Natur gehauen wurden, Krokodile im Wasser und lächelnde Damen und gar ein Frosch. Ich war glücklich. Was für ein Spielplatz mit all den grossen Bäumen und Wurzeln, die die Tempel überwachsen und zur Seite schieben. Hier wurde Tomb Raider gedreht, wer das gesehen hat. Kinder wollten mir Schals und Flöten andrehen, ich kaufte nicht, auch wenn sie mir mit ihrem Schuleschwänzen drohten, gab aber ein bisschen dem nahegelegenen Wasienhaus. Mit den Tempelkindern scherzte ich lieber und irgendwie schienen sie das auch zu schätzen. Unbedingt angucken, die Tempel, wer in der Gegend ist!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Abend setzte ich mich mit Aila an eines der hier beliebten und billigen Riesenaquarien. Die Fische konmmen und knabbern tote Hautzellen ab. Kitzlig und lustig und wird sogar in der Neurodermitistherapie eingesetzt, hat mir eine Nachhilfeschülerin mal erzählt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin ein klein wenig verliebt in Cambodia. Hier habe ich das Lächeln gelernt. Ohja, ich bin meist guter Dinge und ich lache viel. Aber ich habe selten mit Menschen Kontakt aufgenommen, indem ich sie anlächelte. Das ist nun anders. Jeder lächelt mich an, winkt, grüsst, je weiter weg von den Touristen, desto breiter das Lächeln. Und ich lächle. Egal welches Alter und Geschlecht, ich lächle sogar die Kühe an. Hat funktioniert, ein halberwachsenes Kalb hat sich von mir streicheln lassen. Ich bin eingeladen, in Waisenhäusern als Freiwillige zu unterrichten. Ich müsste nicht haufenweise Geld zahlen, durch zwielichtige Organisationen gehen, ich könnte einfach kommen und helfen. Auf meinen  Busfahrten sah ich Hütten ohne Türen. Ich vermute, man hat eh nichts, was man stehlen kann, das macht das Leben in diesen Dörfern doch beträchtlich einfacher. Ich sehe den Wert der Besitzlosigkeit. Gute neue Lehre. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine lustige Sache sind die Motofahrer hier. Sie haben ein Motorrad, wie die meisten Menschen in der Stadt und es sich zum Beruf gemacht, Leute, natürlich vor allem Touristen, durch die Gegend zu fahren. Nun können sie aber oft nicht lesen und haben auch wirklich keine Ahnung, wo was ist. So kann es sein, dass man klare Angaben macht, auf die Karte deutet und die Herrschaften immer noch keine Ahnung haben, wo die grösste Strasse der Stadt ist. Normalerweise weiss ich genau, wie man wo hinfährt und brülle dem Fahrer ins Ohr, während ich wild in die jeweilige Richtung gestikuliere.  Das kann zu einigen Umwegen führen, weil die Herren nicht immer hören wollen, führt aber letztlich ans Ziel. Und dass man manchmal einfach laufen mag, scheint ihnen sehr unverständlich, aber macht ja nichts, wenn sie mir „Tuktuk“ nachschreien, schreie ich „Walkwalk“ zurück und laufe  grosse Schritte in die Luft. Auch wenn es ums Geld der Touristen geht – ich fühle mich doch immer auch als Mensch gesehen und es ist immer Zeit, sich ein bisschen gemeinsam über die Lage zu amüsieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann ist da auch immer die Armut. Buddhistische Mönche betteln (die sollen aber eigentlich kein Geld kriegen, sondern nur Essen, man sollte ihnen nichts geben, hab ich gelernt), alte Männer und Frauen ohne Sozialabsicherung, kleine schmutzige und gar nicht schmutzige Kinder, Waisenhäuser. Wer verdient, versorgt gleich die ganze Familie mit und sieben Dollar am Tag sollten es daher schon sein. Man weiss ja auch nie, was man am nächsten Tag kriegt. Das ist ein Eiertanz. Wem geben? Vielen ein bisschen, habe ich beschlossen. Teils, weil es mir so mehr Spass macht. Natürlich hatte ich auch hart zu arbeiten für mein Geld, aber ich verdiente mit meiner Tellerwäscherei 14 Dollar in der Stunde nach Steuern und Rentenabzug. Jemandem zu helfen fühlt sich grossartig an, jemandem Geld zu geben, der an der nächsten Ecke sein brandneues Handy herauszieht, ist ein bisschen schräg. Ein Australier laberte mich an, ich solle ihm helfen, er habe seine Tasche im Bus stehen lassen, sei eingeschlafen, nun sei alles weg. Ich verwies ihn via lonely planet an seine Botschaft und war stolz. Das ist mitfühlend, aber ich glaubte ihm einfach nicht. Ein Westler in Cambodia sollte nicht betteln, das ist den Cambodianern gegenüber wirklich nciht fair.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-7794310353361514801?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/7794310353361514801/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/06/angkor-es-gibt-diese-wichtigen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/7794310353361514801'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/7794310353361514801'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/06/angkor-es-gibt-diese-wichtigen.html' title='Bliss on a stick in Angkor'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TCPy688dqMI/AAAAAAAAA60/dC3ZCnRQySs/s72-c/IMG_1592.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-8569286599904227897</id><published>2010-06-16T08:11:00.000-07:00</published><updated>2010-06-16T08:49:02.553-07:00</updated><title type='text'>Die Rueckblicke auf viel zu viel Zeit fuer ein bisschen Blog</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TBjx9T0z_EI/AAAAAAAAA5E/JAUi8U8jdI4/s1600/IMG_1276.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TBjx9T0z_EI/AAAAAAAAA5E/JAUi8U8jdI4/s320/IMG_1276.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5483398581919677506" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TBjx88mmIHI/AAAAAAAAA48/oaj8eB63lmM/s1600/IMG_1252.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TBjx88mmIHI/AAAAAAAAA48/oaj8eB63lmM/s320/IMG_1252.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5483398575686033522" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TBjuE4b43tI/AAAAAAAAA40/nbFNZ7hX1js/s1600/IMG_1319.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TBjuE4b43tI/AAAAAAAAA40/nbFNZ7hX1js/s320/IMG_1319.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5483394313959825106" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TBjuELVEx5I/AAAAAAAAA4s/YFRzB1HLACM/s1600/IMG_1307.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TBjuELVEx5I/AAAAAAAAA4s/YFRzB1HLACM/s320/IMG_1307.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5483394301851649938" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Jetzt wirds wild: endlich komme ich zu meinem Malaysiarueckblick. Daher ist der folgende Blog neuer als dieser hier. Ich bin in Cambodia und denke an Malaysia.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Cameron Highlands genoss ich die Kühle und war durchaus in Wanderlust. Joe und Stephanie, mein Bettnachbarn im Schlafsaal, der schlicht und sauber den Eindruck eines Militärcamps machte und Scott, ein Zimmernachbar mit einem Paar aus Hawaii, das auf einjähriger Hochzeitsreise ist, wir also gingen laut diesem grausamsten aller Sätze des Blogs wandern. Erdbeerfarmen, ein kleiner Gipfel im Regenwald und eine Diskussion über -auch da schon- buddhistische Genügsamkeit machten den Aufenthalt sehr angenehm. Joe hat Mathe studiert und es war ein echtes Vergnügen  mal wieder mit jemandem lang und breit zu diskutieren, der so erbarmungslos und strukturiert denkt. Interessan ist hier wieder, dass ich je naeher die Heimkehr rueckt, desto mehr Menschen treffe, die auch sehr im Denken und Unidasein verwurzelt sind. Ich vermute, ich hab einen Wunsch nach solchen Diskussionen ans Universum geschickt und werde nun reichhaltig beliefert. Und ich konnte wegen Kühle und geeigneten Strassen endllich wieder laufen, was mir doch ein gutes Portiönchen Freude und Entspannung mitgab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich buchte ein Ticket gen Perhentianinseln im Nordosten Malaysia und erfuhr dann von meiner weiteren Bettnachbarin, dass sie einen Holländer mit Mietauto kennengelernt hat, der dorthin führe und ich könne mich gern anschliessen. Ticket zurückgegeben, Holländer kontaktiert und schon sass ich im Auto mit Paula, Robin und dem Franzosen Ali, der vermutlich über drei Tage acht Sätze mit mir wechselte und vor allem schlief. Robin hingegen erzählte mir im Auto seine Lebensgeschichte, vom Ingenieurtum, seiner „Erweckung“ als  Sozialwesen im Working Holiday in Australien und seinem Job für ASML, die kleine Linien auf Speicherkarten drucken, wenn ich das recht verstehe. Je kleiner, desto mehr Platz auf der Karte. Leider war es in den Perhentians wieder sehr heiß, dafür hatte ich aber meinen beeindruckendsten Schnorcheltrip, den Paula und Robin mit einem Jahrhundertsonnenbrand bezahlten. Ich wollte das gleich von Anfang nicht und ging mit meinem langen Surfshirt ins Wasser, wofür ich mir insgeheim und manchmal öffentlich auf die unverbrannten Schultern klopfte. Wir sahen zwei grosse Schildkröten und als guter Schwimmer setzte ich ihnen nach und hätte fast Boot und Gruppe vor Begeisterung komplett aus den Augen verloren. Das Schwimmen mit fünf Riffhaien war ein ganz klein wenig furchteinflössend, hatte ich doch meine Tage und gedachte der alten Lehren, dass ein Tröpfchen Blut von einem Hai auf fünfzig Meter Entfernung erspürt werden kann. Aber nein, die Riffhaise beissen nicht, hatte man mir vage mitgeteilt. Diesmal war ich trotzdem nicht die letzte im Boot. Und dann natürlich die langen dürren Fische, die Clownfische, die in die Anemonen verschwinden, eine emsige Krabbe und die Papageienfische. Ich hatte Bananen zum Verfüttern gekauft und war immer wieder in einem sehr grossen Schwarm schwarz weiss gestreifter Fische, die manchmal sogar meine Finger versuchten. Was sieht das  Leben prächtig aus unter Wasser! Sehr glücklich war ich auch, als ich bei einem frühen Morgenlauf einen Monitorlizard in den Busch setzen sah. Die Tiere sind so gross wie Krokodile, aber scheu und ungefährlich. Sehr, sehr beeindruckend!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach unserem Inseltrip fuhren Robin, Paula und ich weiter nach Taman Negara, dem grössten geschützten Dschungel der Halbinsel Malaysias (ein Teil Borneos ist auch noch Malaysia). Drei Tage verbrachten wir dort wandernd und übernachteten in zwei Hütten. Die erste war nur nach Durchquerung eines hüfttiefen Flusses zu erreichen. Im Hinweg war das nass, im Rückweg war der Fluss sehr stark. Zu stark für mich und ich empfahl Robin und Paula, doch gemeinsam, den Arm um Hüften und Schultern zu durchqueren. Paula fand das gut, Robin versuchte den Alleingang. Und natürlich fiel er rückwärts um, was ihm einen nassen Schlafsack für die nächste Nacht bescherte und dazu führte, dass er nach mir rief. Ohne Gepäck querte ich zurück und rettete Robin. Natürlich blieb ihm etwas Spott nicht erspart, von wegen Machoalleingänger sein wollen... Das Beste am Dschungel sind die Tiere, wer haette es gedacht. Gesehen habe ich vor allem gigantische Ameisen und ebensolche Ameisenstrassen, wo die Herrschaften in Zehnern nebeneinander eine emsige Strasse bilden. Die Riesameisen, ca. 2 cm, gehen im Alleingang. Am beeindruckendsten war nicht, was ich sah, sondern was ich hoerte. Man kann wirklich zu recht von einer Dschungelsinfonie sprechen. Die Gibbons sind klasse und ich ahme sie gerne zu Hause nach. Viel lieber sind sie mir in der Wildnis als Betty, die Gibbondame, die doch maechtig plaerrte, als ich am Kaefigschrubben war. Da fliegen die Feuerfliegen und die Bienen in der Huette und es raschelt und stampft und alles singt irgendwie. Leider kein Elefant und auch kein Tiger, aber immerhin wieder mal omnipraesente Eichhoernchen und Langschwanzmakaken, so sie denn so auf deutsch heissen. Beim Wandern kann ich denken und ich fuehlte mich frei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansonsten schwirrt mir mittlerweile eher der Kopf - viele, viele neue Menschen und geschichten, auf die ich mich adaequat einlassen will, neue Laender, Gewohnheiten, Bilder, Hitze und ich will ja auch staendig ein dichtes Programm haben, also geht es rund...Ich werde in Deutschland vermutlich erst mal ein, zwei Tage oder Wochen unter einem Baum sitzen oder mich in ein Kloster verziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach unserem Dschungeltrip fuhren wir nach Kuala Lumpur, wo Robin mich und Paula absetzte. Man guckte die gigantischen Batu Hoehlen an, wo wieder einmal freche Makaken waren und am Abend shoppten Paula und ich durch Chinatown. Ich ersetzte meine Schlappen und wirklich ersetzungsbeduerftige T-Shirts durch gute Imitate beliebter Marken und schlemmte wieder mal an Reisknoedeln, meinen geliebten Fruechten (jackfruit, mangosteen, rambutan und die nach Zwiebelkuchen riechende Durian)und den ubiquitaeren gebratenen Nudeln. Und am naechsten Tag zog ich aus meinem Schlafsaal zu Angel auf die Couch. Der Rest ist bekannt, hoffe ich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-8569286599904227897?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/8569286599904227897/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/06/die-rueckblicke-auf-viel-zu-viel-zeit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/8569286599904227897'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/8569286599904227897'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/06/die-rueckblicke-auf-viel-zu-viel-zeit.html' title='Die Rueckblicke auf viel zu viel Zeit fuer ein bisschen Blog'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TBjx9T0z_EI/AAAAAAAAA5E/JAUi8U8jdI4/s72-c/IMG_1276.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-7706345022693590021</id><published>2010-06-16T07:55:00.000-07:00</published><updated>2010-06-16T09:11:21.380-07:00</updated><title type='text'>Und nun Cambodia</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TBj3f2t6ZnI/AAAAAAAAA5c/DbpgUvzsWvQ/s1600/Cambodia+003.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TBj3f2t6ZnI/AAAAAAAAA5c/DbpgUvzsWvQ/s320/Cambodia+003.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5483404672959669874" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TBj3DVkPbaI/AAAAAAAAA5U/QcuQPQhfVhM/s1600/Cambodia+005.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TBj3DVkPbaI/AAAAAAAAA5U/QcuQPQhfVhM/s320/Cambodia+005.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5483404183024397730" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Cambodia. Hier fühle ich mich gleich wohl. Im Flughafen in Kuala Lumpur guckte ich mich um. Ich wollte Unterhaltung. Ich sass einem Herrn gegenüber, der mir das ganze Flughafentreiben fröhlich distanziert zu beobachten schien und ich dachte mir, das ist mein Mann. Wir kamen in eine sehr muntere Plauderei, die erst zweieinhalb Stunden später in Phnom Penh endete, als ich ihn aus den Augen verlor. Im Flugzeug setzte ich mich einfach auf den freien Sitz neben Rod. Das war eine dieser Begegnungen, die mich an gute Bücher erinnern (eigentlich sollte es vermutlich umgekehrt sein): ich treffe jemanden, klicke sozusagen sofort und man hat gleich das Gefühl, man kennt sich seit Ewigkeiten und steigt in eine sehr private und gleichzeitig sehr lustige Konversation ein. Rod aus Kanada reist in seinem Sabbatjahr durch die Welt und schreibt nebenher ein Buch,  klarmachen soll, dass business nicht immer böse ist. Kein Wunder, ist er doch Professor für Management in Quebec. Ich habe seine Mailadresse und die Handynummer seiner Gastgeberin, aber wir haben es noch nicht geschafft, uns heute wieder zu treffen. Dafür schickte er mich zu einem Waisenhaus, das von lächelnden Schwestern geführt wird, die mich gleich mit Namen empfingen. Rod muss sich sicher gewesen sein, dass ich auf seinen Rat dort aufkreuzen würde.  Morgen werde ich dort als Freiwillige arbeiten und freue mich schon darauf. Als ich erschien, wollten gleich mehrere Kinder auf den Arm genommen werden. Sie bräuchten viel Liebe, sagte man mir, sie kämen aus sehr schwierigen Verhältnissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Vormittag hatte ich damit verbracht, zu „seeing hands“ zu schlendern. Dort arbeiten  blinde Masseure und kneten einen aufs angenehmste für sieben Dollar durch. Man unterstützt sie und profitiert mit Entspannung. Ständig will mich irgendwer mit seinem Mofa oder Tuk Tuk herumchauffieren. Schafft es einer, mich zu einer Fahrt zu überreden verlangt er natürlich das dreifache des normalen Preises und ich habe in der letzten Zeit viel übers Handeln gelernt. Ich liess mich 3km zu S21 fahren, einer Schule, die in ein grosses Folterinstitut umgewandelt wurde, als Khmer Rouge an der Macht war. Die Photos all der Menschen, die hier umgebracht wurden, gingen mir sehr nahe (wem täten sie das nicht?) und natürlich dachte ich sofort an unsere Konzentrationslager, die so offensichtlich parallel scheinen. Ich lese mich in Cambodias Geschichte ein und sehe vor allem, dass zwischen 1975 und 1979 ein Viertel der Bevölkerung für einen schrägen Kommunismus ausgelöscht wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeder Cambodianer hat daher Freunde und Verwandte in dieser Zeit verloren. Das vorwiegend buddhistische Land reagiert darauf aber beinahe paradox: ich habe selten Leute gesehen, die mehr Spass haben. Im Museum spielten die Wächter mit einer Gruppe anderer Männer mit dem Hackysack und ich schloss mich an. Wie üblich lachten sie sich schief über meine Wurf- und Passkünste – man lacht die Westler hier gerne aus. Das ist mir aber gerade recht und ich machte auch meine Scherzchen. Man lebt im Moment und hat seine Freude am Leben. Das soll aber auch wenig Umweltbewusstsein nach sich ziehen, was ich freilich schade finde, aber bis jetzt mangels Umwelt, da Hauptstadt, noch nicht gesehen habe. Und dass man den Müll nicht immer in den Eimer wirft, ist hier kein Novum und sicher nicht schlimmer als in den anderen Ländern Südostasiens. Und sicher besser als in Indien. Hier gibt es immerhin Mülleimer! Das im Moment leben hat vermutlich viel mit dem buddhistischen Hintergrund zu tun, wo man glaubt, dass die einzig wesentliche und letztlich einzig existente Zeit jetzt ist. Schon wieder vorbei... Das Lachen ist wichtig, gerade in schwierigen Zeiten. Was nehmen wir uns doch oft viel zu ernst. Ich freue mich auf mehr Cambodia!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiterer Bonus ist wieder eine nette Couch. Ruta lässt mich in ihrer Wohnung übernachten. Sie und ihr Freund unterrichten hier Englisch und social studies. Ruta hat keines von beiden studiert, nicht einmal in der Schule gelernt und in social studies hat sie sich übers Wochenende eingearbeitet. Beide sind aus Litauen, sprechen sehr gut Englisch, unterhalten sich gern und sind an allem und jedem und vor allem dem guten Leben interessiert. Sehr nette, unkomplizierte Gastgeber mit der Einstellung, was geteilt werden kann, sollte geteilt werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-7706345022693590021?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/7706345022693590021/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/06/und-nun-cambodia.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/7706345022693590021'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/7706345022693590021'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/06/und-nun-cambodia.html' title='Und nun Cambodia'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TBj3f2t6ZnI/AAAAAAAAA5c/DbpgUvzsWvQ/s72-c/Cambodia+003.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-5043192769368323957</id><published>2010-06-12T07:40:00.000-07:00</published><updated>2010-06-13T08:45:07.301-07:00</updated><title type='text'>Chaos in Kuala Lumpur und buddhistische Distanznahme gen wahres Glück</title><content type='html'>Kuala Lumpurs öffentlicher Verkehr rangiert bei mir ungefähr auf der Ebene von Xylitol Kaugummi. Letzter zerfällt in breiige Kleinteile, die an den Zähnen kleben bleiben. Der minzige Geschmack macht das sicher nicht wett. Der öffentliche Verkehr ist sehr undurchsichtig. Es gibt doch Menschen, die sowas studieren - wie designe  ich die Infrastruktur einer Stadt? Die sind arbeitslos und ich renne wie ein Huhn von einer Station zur anderen, die eigentlich eine sein sollte, aber dann eben doch einen Kilometer auseinander liegt. Natürlich ohne Beschilderung mit Hüpfen über metertiefe Löcher im Beton. Ein besonders geschickter Kniff ist, dass vollständig unterschiedliche Stationen unterschiedlicher Linien den gleichen Namen haben. Und auf den Karten haben die Linien immer unterschiedliche Farben. Tickets kann man nicht für die ganze Fahrt kaufen, sondern muss immer wieder ein neues Ticket erwerben, um dann im nächsten Bähnchen weiterfahren zu können. Sehr, sehr interessant für eine Hauptstadt, die ansonsten gar nicht unmodern ist. Sie ist sogar so modern, dass es bisweilen keine Fusswege gibt und man eigentlich ein Taxi für fünf Meter Fahrt nehmen muss. Und da sind ja auch Touristen, Menschen mit ernstzunehmenden Jobs, die gar nciht unbedingt Auto  fahren wollen, es dann aber doch tun, weil man ja nicht immer 2 Stunden für 5 km investieren will. Interessant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kuala Lumpur hat wieder gutes, vielfältiges Essen, billiges Shoppen nach Sportklamottenkopien, Crocs und Flipflops, viel Beton, viele grosse Einkaufszentren. Und gottlob wieder einen grossen japanischen Kinokuniya Buchladen. Als bekennender bookaholic verbrachte ich dort meine entspanntesten Stunden und beschloss einfach das schlechte Gewissen zu ignorieren. Man muss doch dies und jenes anschauen gehen und ein pflichtbewusster Tourist sein. Als käme es darauf an, später einmal sagen zu können, was ich alles abgeklappert habe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder einmal habe ich eine sehr gute Zeit auf meiner Couchsurfingcouch. Ich schlafe fürstlich und habe mit Angel eine nette Ingenieurin als Gastgeberin. Sie war sehr sehr geduldig als ich wegen des öffentlichen Verkehrs und Staus 2,5 h später am verabredeten Ort ankam, wo sie im Auto mit ihrer Schwester wartete. Sie hat auch gern mehr Couchsurfer gleichzeitig um sich und in der Wohnung, die so herrlich normal westlich wirkt. Das hat den Vorteil von Schokofondue und mehr Gesellschaft für mich und vor allem der Amerikaner John, der gerade das Philosophiestudium mit einem Logikkurs angefangen hat, war gute Unterhaltung. Er fragte mich nach meiner Meinung zu diesem und jenem und allem und es schien als sollte ich Gottesbeweise und Lebensanleitungen in einem Nachmittag lässig aus dem Ärmel schütteln. Ich genoss seine ehrliche Neugier und auch, dass er ein paar Ideen bezüglich der Philosophie hat, die mir selbst nur zu bekannt sind. Das studieren wir und dann haben wir Antworten, z. B. Auch voreilige Schlüsse sind darunter und einfache Ideen zu Freiheit und Determination. Mir wurde klarer, dass ich eben doch Fortschritte gemacht habe, in all den Jahren und es war mir wieder sehr deutlich, wie sehr ich doch diesen geistigen Spielplatz liebe. Ein Loblied auf die Philosophie!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Flapsig formuliert: ich bin ziemlich auf dem Buddhismustrip. Lama Zopa Rinpoche gab in Kuala Lumpur seine Vorträge, daher hatte ich es ein bisschen eilig, hierher zu kommen. Der gute Mann sass vor geschätzt tausend Leuten, reinigte im Zweiminutenabstand lautstark seinen Hals ins Mikro und schien insgesamt sein Vergnügen zu haben und lachte viel. Überhaupt wirken die buddhistischen Mönche sehr humorig, sehr frei und lustig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun bin ich freilich an strukturierte Vorträge gewöhnt und kann so ein munteres Anekdotenerzählen erstmal nicht recht schätzen. Aber da ich mich nun wirklich sehr darauf gefreut hatte, beschloss ich auszuharren. Und tatsächlich - ich war ziemlich beeindruckt. Letztlich hatte doch alles einen Punkt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Hauptpunkt war, dass es unserer Erziehung an der Schulung des Mitfühlens mangelt. Wer mitfühlt, befördert den Weltfrieden, tut keinem Tier und keinem fühlenden Wesen was zu Leide. Jeder Mensch hat die Fähigkeit zu derartigem Mitfühlen, nur muss diese Fähigkeit erst weiter ausgebildet werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Grundidee meiner weiteren Lektüren ist, dass alles menschliche Leben Leiden ist, mal mehr mal weniger, mal offensichtlicher, mal verdeckter. Das Problem ist, dass wir zu sehr an Dingen oder auch Erlebnissen, dem eigenen Ich und überhaupt allem Weltlichen hängen und glauben, das brächte uns Befreiung vom Leiden. Die einzige Lösung ist, Glück in sich selbst zu finden, die eigenen Gedanken zu beobachten und festzustellen, dass es unsere Gedanken zu allem, was geschieht sind, die Leiden verursachen und nicht die Dinge der Aussenwelt. Das gleiche gilt fürs Glück, das nicht vom aussen abhängig ist - daher nicht zu sehr an den Umständen hängen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Zitate, die mich beeindruckt haben: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A loving, compassionate person heals others simply by existing. Lama Zopa Rinpoche&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seeking happiness outside ourselves is like waiting for sunshine in a cave facing north. Tibetan saying&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heimatland, welch Unterfangen, eine Minizusammenfassung buddhistischer Einsichten. Das kann nur in die Hose gehen, weiss der studierte Philosoph. Auch egal. Soweit mein momentaner Erkenntnisstand, der mich ernsthaft dazu verführt, einen Monat in tibetischen Bergen in einem Kloster zu meditieren. Auja, das wärs jetzt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und vor KL, wie man Kuala Lumpur gewöhnlich abkürzt, habe ich meine geplante Runde durch Malaysia gedreht. Geplant war nicht, aber dafür sehr willkommen, dass ich Robin aus Holland kennenlernte. Er hatte in Singapur gearbeitet und chauffierte mich und Paula, ein Mädel aus Neuseeland von den Cameron Highlands zum Hafen zu den Perhentian Inseln und von dort weiter in den Dschungel Taman Negara und schliesslich nach Kuala Lumpur. Schlicht gesagt: Luxus pur, so einen Chauffeur zu haben. Wir kamen alle gut aus und hatten eine gute Zeit zusammen. Was wir erlebt haben, berichte ich morgen bevor ich nach Cambodia fliege und hoffentlich sanft in Phnom Penh auf einer neuen Couch lande.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-5043192769368323957?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/5043192769368323957/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/06/chaos-in-kuala-lumpur-und-buddhistische.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/5043192769368323957'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/5043192769368323957'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/06/chaos-in-kuala-lumpur-und-buddhistische.html' title='Chaos in Kuala Lumpur und buddhistische Distanznahme gen wahres Glück'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-7706533970891199494</id><published>2010-06-11T08:12:00.000-07:00</published><updated>2010-06-11T08:15:05.637-07:00</updated><title type='text'>Balde, balde</title><content type='html'>Ich hab den Blog brach liegen lassen, gebs ja zu. Aber bald, morgen hoffentlich werde ich schreiben von Egeln am Fuss, einem Holländer im Fluss im Dschungel, dem allerschönsten Schnorcheltrip und meinem Buddhismuserlebnis, das der Vertiefung bedarf. Spass, Spannung, Spiel und neue Erkenntnisse. Wird doch wohl mal aufzuschreiben sein!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-7706533970891199494?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/7706533970891199494/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/06/balde-balde.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/7706533970891199494'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/7706533970891199494'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/06/balde-balde.html' title='Balde, balde'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-4239513605062226303</id><published>2010-05-30T06:08:00.000-07:00</published><updated>2010-06-02T07:12:53.546-07:00</updated><title type='text'>Singapur, Melaka, nur milder Asienwahn</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TAZmYrfqXxI/AAAAAAAAA4k/SgvlmA0KwAA/s1600/IMG_1148.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TAZmYrfqXxI/AAAAAAAAA4k/SgvlmA0KwAA/s320/IMG_1148.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5478178570921205522" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TAZmYOVC4YI/AAAAAAAAA4c/QkGRXGSfQLY/s1600/IMG_1179.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TAZmYOVC4YI/AAAAAAAAA4c/QkGRXGSfQLY/s320/IMG_1179.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5478178563092046210" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TAZmXuZHe7I/AAAAAAAAA4U/nyv5EkexMno/s1600/IMG_1191.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TAZmXuZHe7I/AAAAAAAAA4U/nyv5EkexMno/s320/IMG_1191.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5478178554519190450" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TAZmXCbbi1I/AAAAAAAAA4M/S18SGZWvhDI/s1600/IMG_1211.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TAZmXCbbi1I/AAAAAAAAA4M/S18SGZWvhDI/s320/IMG_1211.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5478178542717733714" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TAZmWkh1DsI/AAAAAAAAA4E/9Rd5rzyL8kQ/s1600/IMG_1210.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TAZmWkh1DsI/AAAAAAAAA4E/9Rd5rzyL8kQ/s320/IMG_1210.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5478178534691507906" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Homöopath in Melaka schaute mich an und meinte: Sie brauchen Ruhe. Keine Medizin gegen ihren Schwindel, Sie hatten zuviel Stress, Sie müssen ruhen! Ganz einverstanden war ich damit freilich nicht. Stress? Ruhen? Den letzten Samstag hatte ich schliesslich in Manado den Tag schon im Bett verbracht. Nun muss mal gut sein!&lt;br /&gt;Aber ich bin zumindest ein halbwegs gutes Kind und fahre jetzt gerade mit dem eisiggekühlten Bus in die Cameron Highlands nördlich von Kuala Lumpur. Da soll es kühl sein, zwischen 10 und 21 Grad, das ist doch mal ein Angebot nach dem Dauerschwitzen in Singapur und Melaka. Ich ertappte mich gelegentlich dabei, dass ich immer neue Shoppingmallbesuche rationalisierte (kühle Luft war der wahre Grund meines scheinheiligen T_Shirt-Interesses).Mit der Kühlstrategie umging ich geschickt einige Denkmale und Museen. Dieses Gefühl der Lonely Planetdiktatur schlauchte mich trotzdem etwas: man müsste und sollte doch hier noch was über die Portugiesen und die Holländer und über die mit Malaysiern verheirateten Chinesen lernen, die dazugehörigen Bauwerke bestaunen und überhaupt einfach tun, was man tun muss. Aber ich war stur. Ich folgte meinen Primärinstinkten und machte es mir zur Aufgabe, alle lokalen Spezialitäten auszukosten. Das gipfelte darin, dass ich bis abends um neun zwei Stunden vor dem Capitol Satay anstand, einem Restaurant, das auf eine Art Fondue spezialisiert ist. Ein Riesengaudi, die Spiesse mit Krabben, Grünzeug, Brotgebäcken, Hühnchen und den ubiquitären Fischbällen in der Mitte des Tisches in den gasbeheizten Pott zu tauchen und der Erdnusschillisosse mit Zucker beim Schmurgeln zuzuschauen. Dazu gibt’s eine frische Kokusnuss, die mit Strohhalm vor einem auf dem Tisch steht. Yummy! Und fürs Mittagessen habe ich das lächerlichste und doch zugleich unfassbar gute Dessert kennengelernt:Cendol. Es handelt sich um Kokosmilch, die über grüne (und das ist nicht ein sanftes Naturgrün, wir reden hier von Neon) Bohnennudeln gegossen wird. Unten sind irgendwo noch ein paar schwarze Bohnen, Zucker (muss sowieso überall rein, ob herzhaft oder scharf) und gecrushtes Eis.Wer die Luxusvariante mag, kriegt obendrauf noch Durianmus. Durian ist eine Riesenstachelfrucht (kann mit einer durchschnittlichen Wassermelone mithalten), die die Menschen in Liebhaber und Verächter unterteilt. Die Frucht riecht etwas streng. Ich kenne den Geschmack, weiss aber einfach nicht woher. Und ganz wie beim salzigen Hefebrotaufstrich Vegemite (und auch sonst...) bin ich stur: ich mag Durian und werde mir das Kennertum schon noch richtig beibringen! Momentan mampfe ich an kleinen Ananastörtchen, die ich mir für die Fahrt gegönnt habe. Ein Klassiker der Nonyaküche von Melaka. Ich meine, ich tue das ja alles wirklich nur für die Bildung und nicht zum Vergnügen. Keine Bewegung, derartige Studien – nein, das führt nicht zu einem Astralkörper...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Singapur lud ich die Familie zu einem Fruchtfest ein – ich kaufte einfach alles, was verlockend schien und brachte die Tüten heim. Die Mutter hatte verraten, dass sie sich nur hie und da mal eine Frucht leisten.. Wir hatten Spass. Und ich durfte ihnen zum Schluss beim Beten zusehen, was mit einigem Auf- und Niedergehen verbunden ist und mich fast schon ein klein wenig an Yoga erinnert. Zu meiner Freude hatten wir am Tag zuvor in Little India kleine Plastiktierchen gefunden, die ein Kinderspiel sind. Kuti-Kuti - man schnippt ein Tier auf ein anderes, trifft man, darf man das Tier einsacken. Five stone ist ein Spiel, bei dem man kleine beschwerte Stoffsäcke nach einem bestimmten Muster werfen und andere gleichzeitig aufsammeln. Ich werde das dann mal nach Deutschland importieren! Ich wurde sehr lieb verabschiedet und könne jederzeit wiederkommen – Du hast nun eine Familie in Singapur! Ui, nun hab ich wirklich schon einige Familien in der Welt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schaute mir noch das Museum of Asian Civilisations an, das leider sehr viel Geschichte und wenig gegenwärtige Lebensweise ausstellt. Ich hätte gerne über das alltägliche Leben mehr erfahren und wenig über Herrschaft und religiöse Insignien. Eine gute Zeit hatte ich im Zoo, den ich nun nach meinem Freiwilligenjob mit anderen Augen sehe. Der Bezug  zu den Tieren ist enger, die Orangutans rührten mich sehr, denn selbst ohne Käfige in diesem Zoo haben sie wenig Raum zum Toben und langweilen sich vermutlich gehörig. Die putzigen Sonnenbären, all die verschiedenen Affen der Welt, die Riesenechsen Komodo Dragon – ich mag sie sehr und komme doch schwer ins Grübeln über die Ausbeutung der Natur durch die Menschen. &lt;br /&gt;Singapur soll vorbildlich sein für seine Müllbeseitigung und vor allem für sein Umweltbewusstsein und das Kümmern um die Naturbereiche. Das hat mich ein wenig das Gesicht verziehen lassen. Klar, da ist ein kleiner Regenwaldbereich, letztlich aber ist da  viel, viel Beton für viele Menschen. Da kann man schon sagen, man kümmert sich gut um die paar Parks, die gerade noch erhalten sind. Malaysia investiert mächtig in Palmöl und das sieht man auch, wenn man mit dem Bus über Land fährt. Palmmonokulturen überall. Sind die Palmen erntereif, zieht man sie heraus und der Boden ist ziemlich ausgesaugt, kann nicht mehr als Wasserspeicher dienen und rutscht weg. So viele Beispiele, wie sorglos wir mit unserer Welt umgehen. Es drängt mich arg die Frage, wo ich mich am sinnvollsten engagiere, um einen guten Unterschied zu machen. Ein UN-Mann, der von einem Job in Osttimor zu einem anderen in Afghanistan unterwegs war, unterhielt sich mit mir in der Metro und meinte zum Schluss „Du machst das schon. Wir sehen uns in zwei Jahren in der UN. Ich glaube, ich könnte mit Bildung einiges erreichen. Je mehr Menschen wissen, was sie tun und warum sie es tun, desto besser.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Seidenschlafsackliner ist mir zum engen Freund geworden und wir kuscheln fast jede Nacht. Liebevoll packe ich ihn in sein kleines Säckchen- eine fast automatische Tätigkeit, die mich sehr bewusst gucken liess, als ich vor ein paar Tagen auf etwas Festes der Länge meines Zeigefinger und  eineinhalb seines Volumens in meinem Liner stiess. Mir war unklar, was das sein könnte (Bunny ist unschuldig) und wurde vorsichtig als es Geräusche wie Niesen von sich gab. Schütteln half nicht, das Etwas hatte sich sehr  ernsthaft in meinen Liner gekrallt. Als ich den Liner umstülpte (vorsichtig, um dem vielleicht giftigen Etwas nicht zu nahe zu kommen), sah ich einen dicken fetten Rhinokäfer mit ernsthaften, kräftigen Fängen. Ich glaube, da will ich meine Finger nicht dazwischen haben und ich weiss freilich auch wieder nicht, ob die Tierchen giftig sind. Zum Glück konnte den Käfer ein Hotelangestellter beherzt herausziehen. Auch wenn ich nun kleine Löcher in meinem Liner habe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine weitere kleine Anekdote: ohja, ich bin ja erfahren, so ein Loch im Boden ohne Klopapier ist durchaus mittlerweile eine respektable Toilette für mich. Eine westliche Toilette, auch ohne Papier, brachte mich aber neulich aus dem Konzept. Anstatt den Spülhahn muss ich den Duschhahn erwischt haben. Die kleine Düse kommt direkt am hinteren Teil der Schüssel heraus. Das ist richtig eingestellt ein vorsichtiges Tröpfeln, von mir betätigt aber schoss ein ansehnlichr Wasserstrahl auf Kopfhöhe direkt an mir vorbei und an die Klotür. Halleluja!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-4239513605062226303?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/4239513605062226303/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/singapur-melaka-nur-milder-asienwahn.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/4239513605062226303'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/4239513605062226303'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/singapur-melaka-nur-milder-asienwahn.html' title='Singapur, Melaka, nur milder Asienwahn'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/TAZmYrfqXxI/AAAAAAAAA4k/SgvlmA0KwAA/s72-c/IMG_1148.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-6122298191996637525</id><published>2010-05-24T20:17:00.000-07:00</published><updated>2010-05-27T08:08:53.373-07:00</updated><title type='text'>Vom Nachttauchen in die organisierte Welt</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_6K7YCvbSI/AAAAAAAAA38/DQr5x24siuc/s1600/IMG_1109.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_6K7YCvbSI/AAAAAAAAA38/DQr5x24siuc/s200/IMG_1109.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5475966949599964450" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_6K69-B-tI/AAAAAAAAA30/oExC9ZHnG0k/s1600/IMG_1099.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_6K69-B-tI/AAAAAAAAA30/oExC9ZHnG0k/s200/IMG_1099.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5475966942600886994" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_6K6CqiLkI/AAAAAAAAA3s/kymJUC0KfFk/s1600/IMG_1103.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_6K6CqiLkI/AAAAAAAAA3s/kymJUC0KfFk/s200/IMG_1103.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5475966926681419330" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_6K5lnCBpI/AAAAAAAAA3k/N75l7_xmNMY/s1600/P1190905.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_6K5lnCBpI/AAAAAAAAA3k/N75l7_xmNMY/s200/P1190905.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5475966918882100882" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_6K5CP-90I/AAAAAAAAA3c/aGEyLIE3A5o/s1600/P1190902.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_6K5CP-90I/AAAAAAAAA3c/aGEyLIE3A5o/s200/P1190902.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5475966909390190402" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;So richtig beeindruckt war ich vom Nachttauchen, das wir um sechs unternahmen, als es gerade dunkel wurde. Die Korallen strahlen dann ganz anders, wir kamen an grossen Krabben vorbei, sahen einen Stingray, die meisten Fische schienen zu schlafen und ein Oktopus streckte seine Tentakeln heraus und der Boxjellyfish, den zu beruehren eine eher ungesunde Angelegenheit ist, war nur noch faszinierend  blaeulich- pink- durchsichtig. Mit der Schnorchelei und Taucherei, dem Gefuehl des Schwebens und vor allem mit all den wunderschoenen Fischen, Anemonen hatte ich ein eigentuemliches Gefuehl des Einsseins, ein echtes Rundumnaturerlebnis. Etwas geschmaelert wurde das anfaenglich durch mein von einem damals leichten, nun heftigen Schnupfen verstopftes rechtes Ohr. So war ich ganz mit mir und meinem Druckausgleich beschaeftigt, anstatt zufrieden mit meiner Taschenlampe herumzuleuchten. Es ist doch schoen, wenn man auf dem Schiffchen davonfaehrt und nochmal in grossen Lettern auf der uebergrossen katholischen Kirche sieht "Jesus prays for Bunaken". Er scheint da wahrlich ein gutes Ding am Laufen zu haben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich am naechsten Tag mit dem oeffentlichen Boot nach Manado schipperte, war noch alles einigermassen im Lot. In meinem billigen Hotel fuer 3,50 Dollar die Nacht im winzigen Zimmer ohne Faecher oder Klimaanlage, wars dann aus. Ich durchrotzte meine Rolle Klopapier und doeste nur vor mich hin. Dafuer war das Zimmer ganz in Ordnung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Flug war etwas gruselig wegen des verstopften rechten Ohrs. Ich ging zur wenig englisch sprechenden Aerztin im Flughafen in Jakarta, machte ihr klar, dass ich gerade mal noch 10 cent in Rupiah habe, aber gerne wuesste, was ich fuer mein Ohr tun koennte. Sie nahm mir 2 US Dollar ab, gab mir Tropfen ins Ohr und es sah doch bedeutend besser aus. Am Ende fragte sie, ob ich "confused" sei, was ich gnaedig mit schwindlig uebersetzte. Ich hoffe doch mal... Ich meine, alle erkaelteten Rucksacktouristen mit roter Nase in einem viel zu warmen Klima sehen vermutlich nicht ganz proper aus...Meine Laune hob sich, als ich im Flieger wieder einmal eines der beruehmten Lion Air Gebetspapierchen in der Hand hielt. Da kann man christlich, muslimische und buddhistische Gebete finden. Als ich von Mustafa hoerte, dass sie keine guten Crashzahlen haben, beruhigte mich das auch nicht gerade mehr. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erstaunliches ereignete sich noch beim Abflug aus Jakarta. Ich wollte Wasser fuer meinen trockenen Hals und begab mich nach dem Einchecken auf die Suche danach. Nun konnte ich den Bereich nur verlassen, wenn ich meine Boardkarte abgab. Das tat ich, die jungen Buben vom Schalter guckten sie genau an und stellten fest, ich hatte keine weiteren 15 Dollar Flughafengebuehr bezahlte. Ich hatte schon national in Manado gezahlt, nicht aber bei meinem Zwischenstopp in Jakarta und hoffte, das waere auch nicht noetig. Nun waren sie offenbar recht aufgeregt und als ich zurueckkam, nahmen sie mir 16 US Dollar ab. War ein teueres Wasser, das ich letztlich gar nicht mitnehmen konnte. Das Erstaunliche war nur, dass ich in Singapur eine SMS erhielt, in der es hiess, ich habe meine Steuer nicht bezahlt und solle das doch bitte nachholen, sonst muesse der Schreiber zahlen und er habe doch kein Geld. Warum irgendwer irgendwas zahlen sollte, fand ich schon mal interessant, viel interessanter ist aber noch: woher haben die meine Handynummer? Ein grosses, dunkles Raetsel. Werde mich mal an irgendeinen Geheimdienst oder Kriminalromanautor wenden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe Nachricht, ich kann in Kuala Lumpur an Lama Zopa Rinpoches Unterricht teilnehmen. Das koennte beeindruckend sein. Vielleicht aber auch nicht, fuer den Buddhismusnovizen, der sich die Sache einfach mal ansehen will. Das geht ueber drei Tage. Danach koennte ich noch fuer eine Woche nach Vietnam oder Cambodia, was gar nicht so teuer ist (130 Flugdollar). Ich grueble. Einfach nur durch Malaysia fahren ist ja auch schoen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Singapur ist sehr, sehr organisiert. Da gibt es alle fuenf Schritte Muelleimer, ordentliche Supermaerkte, Menschen aus aller Welt, ein erstklassiges oeffentliches Verkehrssystem. Das ist auch noetig, kostet doch allein die Lizenz ein Auto besitzen zu duerfen 30000 Singapurdollar. Und dann der Fuehrerschein und die eigentlichen Autokosten. Das macht ein normaler Mensch nicht. Geradelt wird auch nicht viel. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sass vor einem Fullerton Hotel, das 300 Dollar aufwaerts pro Nacht verlangt und fragte mich wieder einmal, ob die Menschen dort auch nur ein Broeselchen gluecklicher sind. Ich bezweifle es, fuehlte aber doch so einen kleinen Drang - das waer doch jetzt spannend, eine Nacht in einem richtig, richtig teuren Hotel zu verbringen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber es koennte nich besser als mit meiner netten muslimischen Familie sein. Sie haben eine Wohnung mit drei Schlafzimmer. Die Eltern haben 5 Kinder, die beiden Maedchen, die 6 und 13 sind, wurden ins Wohnzimmer ausquartiert, so dass ich mein eigenes Zimmer habe. Waere ich maennlich, waere ich ins Bubenzimmer eingezogen. Man kuemmert sich ruehrend um mich, ich kriege sogar meine Waesche gewaschen und ich werde mit Essen versorgt. Sie sind sehr interessiert an meinen Reisegeschichten und wir lachen viel. Sie meinen, ich haette mehr erlebt und sei interssanter als all die anderen Couchsurfer. Ich bin sehr geschmeichelt. Eine richtig "normale" Familie, die sich zwar ein wenig um ihren ungewoehnlichen Sohn Mustafa sorgt, wenn er reisen mag, aber ihm doch vor allem alles Glueck der Welt wuenscht. Der normale Singapurer will viel Geld verdienen, viel Shoppen und gut essen, reisen ist da nicht so recht im Plan. Was sind die Menschen doch immer wieder gut zu mir!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Randbeobachtung: in Chinatown wies Mustafa auf eine Frau hin, die im Muell wuehlte. Er meinte, man solle diese Frauen nicht unterschaetzen. Sie sammelten Dosen, die 10 cent Pfand pro Stueck einbringen, um ihre Kinder auf die Uni schicken zu koennen. Die seien nicht obdachlos, sowas gebe es in Singapur nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf denn zu etwas mehr Stadterlebnis und einem Treffen im Brettspielcafe mit Mustafas Freunden heute abend!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-6122298191996637525?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/6122298191996637525/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/vom-nachttauchen-in-die-oraganisierte.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/6122298191996637525'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/6122298191996637525'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/vom-nachttauchen-in-die-oraganisierte.html' title='Vom Nachttauchen in die organisierte Welt'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_6K7YCvbSI/AAAAAAAAA38/DQr5x24siuc/s72-c/IMG_1109.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-6365329125651679978</id><published>2010-05-21T01:41:00.000-07:00</published><updated>2010-05-21T01:58:32.517-07:00</updated><title type='text'>Das Paradies - jetzt hab ichs auch gesehen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_ZKnJRWz2I/AAAAAAAAA3U/7acrRY-0DTI/s1600/IMG_1080.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_ZKnJRWz2I/AAAAAAAAA3U/7acrRY-0DTI/s200/IMG_1080.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5473644433479487330" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_ZKmtu3KiI/AAAAAAAAA3M/J3bvSO36HQw/s1600/IMG_1077.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_ZKmtu3KiI/AAAAAAAAA3M/J3bvSO36HQw/s200/IMG_1077.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5473644426087049762" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_ZKmFhPsgI/AAAAAAAAA3E/j5U6QXerA-s/s1600/IMG_1056.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_ZKmFhPsgI/AAAAAAAAA3E/j5U6QXerA-s/s200/IMG_1056.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5473644415292518914" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_ZKlsg186I/AAAAAAAAA28/DTXTtKU7sUc/s1600/IMG_1063.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_ZKlsg186I/AAAAAAAAA28/DTXTtKU7sUc/s200/IMG_1063.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5473644408579945378" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_ZKlM4bj-I/AAAAAAAAA20/1I4m_u1LBUQ/s1600/IMG_1059.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_ZKlM4bj-I/AAAAAAAAA20/1I4m_u1LBUQ/s200/IMG_1059.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5473644400088944610" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nach zwei Wchen Härte- das Paradies. Ist das schön hier auf Bunaken, dem 1000 Einwohnerinselschen 45 Bootminuten vor Manado im Norden Sulawesi. Die Kinder spielen auf den Gassen, die autofrei sind, die Familien scheinen in Grossfamilien zusammenzuleben, an jeder Ecke verkauft eine Tante in ihrem Lädchen, das an meinen Kaufladen erinnert, Zahnpasta, Kekse und Wasser. Wenn einer keine Schokolade hat, läuft der Besitzer das Dörfchen ab und fragt alle anderen, ob da Vorräte sind. Es ist sauberer als im Meer, wo doch eine gute Menge Chipstüten und Plastikflaschen schwimmen, für deren Beseitigung Touristen hier Parkgebühren zahlen. Und natürlich ragen überall die Kokosnusspalmen in den Himmel und werden von Profikletterern geerntet, die dort nur so hinaufjagen, wie man mir erzählt hat und ich auf Bildern sehe. Am Strassenrand wachsen die Bananen wild. Die katholische Kirche ist von weitem erkennbar und scheint alle Einwohner auf einmal fassen zu können. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Fahrer Anthony hatte herausgefunden, wo man am billigsten übernachten kann. Für 15 Euro pro Nacht hat man Vollpension mitgebucht, sein eigenes kleines Häuschen am Strand, wird wie der König selbst von allen mit Namen gegrüsst und kann schnorcheln gehen soviel das Herz begehrt. Ein Tauchgang, selbst für nicht zertifizierte Taucher wie mich kostet 25 Euro extra. Alle sind sehr nett, grüßen freundlich auf der Strasse, der Tauchlehrer Alo sucht wie fast alle anderen Indonesier eine weisse Freundin und geht daher gern nicht nur mit mir tauchen, sondern begleitet mich sogar zum Schnorcheln. Seine Hoffnungen musste ich ihm trotzdem schnell zerschlagen. Ein anderer Gast meinte, er habe ihm erzählt, er sei verheiratet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor der Fahrt auf die Insel mit dem öffentlichen Boot (fährt auch, kostet 2,50 im Vergleich zu 15 Euro privat) hatte ich Zeit für einen netten Spaziergang auf dem Markt. Reichlicher Fruchtkonsum (Avocado, Mangosteen, Lansa) und ein feines Mischmaschleckeressen inbegriffen. Zur kleinen Sensation wurde ich als ich einem Mann mit etwas Muskelkraft half, der einen riesigen Wagen durch die Gassen schob. Das freut die Einheimischen, wenn die vermeintlich reichen und in Palästen Touristen arbeiten. Wie Ihr unschwer aus den Bildern ersehen könnt, ist der Indonesier ein emsiger Geschäftsmann, der jede Minute dem angestrengten Ertüfeln neuer Geschäftsideen widmet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben dem ausgezeichneten Essen im Bunaken Beach Resort mit viel nicht verkochtem Gemüse, Tofu und Reis hatte ich beste Unterhaltung mit dem australischen Paar Daniel und Emily, meiner Kollegin von Tasikoki July, dem Briten Mike, der hier auf sein Tauchexam sehr fleissig und stöhnend lernt und zwei Franzosen. Was hatten wir einen Spass. Kein Besäufnis, angeregte Unterhaltung über Kultur, Geschichte, ein bisschen Literatur und Philosophie und natürlich das Tauchen. Und fast das Beste war heute um sechs in der Früh wieder mal zum Laufen zu gehen. Keine Stachelschmerzen, keine vollständig unvernünftige Hitze und ich bin gerannt. Ein Traum! Was hab ich es vermisst. Mein Körper liebt mich dafür, glaub ich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mir zwei Tauchgänge versprochen. Heute abend fahren wir raus zum Nachttauchen, das  die anderen arg lobten. Die Korallen leuchteten, die Farben seien einfach wunderschön. Ich bin ja schon ganz hingerissen von der Schnorchelei mit den wunderbaren Clownfischen, blauen Leuchtefischchen, Streifenfischen und braunen Schwärmen, die mir sehr neugierig sehr nahe kommen. Unterwasserwelt gucken ist wirklich ein Riesenvergnügen. Ich kriege ausserdem ein Gespür für die starken Strömungen hier, gegen die ich kräftig mit Kraulzügen und Flossen anzuschwimmen habe. Das Meer sieht herrlich ruhig aus und trotzdem sehe ich beim Nichtstun und nach unten gucken fast den Meeresgrund an mir vorbeirasen. Ja, es kann gefährlich sein!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist kühler hier, der Ventilator gibt mir ein frisches Windchen und die Moskitostiche aus Tasikoki sowie die Seeigelstachellöcher heilen, nachdem ich die Stacheln emsig mit Essig vom Markt aufgelöst und vorher in Kleinteile zerklopft hatte. Die Wunden heilen alle. Auch die, nicht die allerbeste Zeit dort gehabt zu haben. Ich habe mich über Wasser gehalten, indem ich mit den anderen redete und vor allem, indem  ich im Feedback  meine Meinung freundlich, aber klar darlegte. Das hat dazu geführt, dass ich die letzten beiden Tage besser mit meinen Chefs klarkam, deren Standpunkt ich ein klein wenig besser verstand, die sich aber auch eindeutig freundlicher und positiver verhielten. Aber es bleibt doch dabei: einem kräftig Gast, der täglich stundenlang Scheisse schrubbt und nicht jammert, begegnet man sehr, sehr freundlich. Alles andere geht nicht, punktum. Vor allem bin ich froh, etwas für die Tiere getan zu haben, die mir so ans Herz gewachsen sind, dass ich beim Abschied den Tränen nahe war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Rande: was sind die Menschen doch immer am Wollen dessen, was sie nicht haben. Hier findet man überall Nivea Whitening Lotion und mein Tauchlehrer beschwert sich, dass die Mädels keine dunklen Männer wollen. Bei uns schmieren sich alle mit Bräunungslotion ein und rennen ins Sonnenstudio. Auch gut: Spitzenstihlkettensägen auf Ochsenkarren und Benzin, das in Colaflaschen abgefüllt und so an die Mopedfahrer verkauft wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wies weitergeht, weiss ich nur bis Sonntag, wo ich in Singapur ankommen werde und bei einer muslimischen Familie couchsurfe. Die klingen sehr, sehr nett und ich freue mich darauf, wieder einen ganz anderen Lebensstil für ein paar Tage mitzuleben. Ich habe ca. 15 Mails an buddhistische Zentren und  Klöster geschrieben- eine Mail kam zurück, dass ich vielleicht ja Kuala Lumpur zu einer Veranstaltung gehen könnte. Man verwies mich auf die Homepage mit den Daten. Ich will unbedingt buddhistisch meditieren bevor ich nach Deutschland fliege. Ob ich den Rest der Zeit (und meines knapper werdenden Budgets) in Cambodia, auf Sumatra oder Malaysia verbringe – da bin ich selber gespannt!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-6365329125651679978?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/6365329125651679978/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/das-paradies-jetzt-hab-ichs-auch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/6365329125651679978'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/6365329125651679978'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/das-paradies-jetzt-hab-ichs-auch.html' title='Das Paradies - jetzt hab ichs auch gesehen'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S_ZKnJRWz2I/AAAAAAAAA3U/7acrRY-0DTI/s72-c/IMG_1080.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-732992825389913413</id><published>2010-05-18T06:32:00.000-07:00</published><updated>2010-05-18T07:24:08.711-07:00</updated><title type='text'>Unerfreuliche Meeresbegegnung</title><content type='html'>Ach, ist das lästig! Heute hatte ich meinen letzten Tag in Tasikoki und will morgen zum Schnorcheln fahren bevor ich am Sonntag nach Singapur fliege. Zur Feier sollte es mit anderen Freiwilligen ins Meer gehen. Sie wollten nicht recht, ich munter rein und dann, im Sand - ein Seeigel, den ich nicht sah. Bin natürlich reingestiegen und hab nun sieben Stacheln im linken Fuss. Nur einer ist lästig beim Laufen, aber das ist nervig genug. Dazu entzündet sich hier alles immer gleich so nett und ich bin alles andere als begeistert. Die Meinungen zur Behandlung gehen auseinander. Die Monster haben Widerhaken und kommen daher nicht leicht raus. Zitrone oder Essig soll sie auflösen, da sie vor allem aus Calcium bestehen. Alexis, die Freiwilligenbetreuerin redet von Chirurgie, was ich weniger amüsant fand. Ich bin am Salzwasserdesinfektionsmittelfussbaden, hab ein wenig halbherzig herumgepult und träufle nun Zitrone drauf und danach Iod. Drückt mir die Daumen, dass sich die Dinger einfach auflösen! Und ich hab mich so darauf gefreut, endlich wieder joggen zu können, mein Körper lechzt nach Bewegung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wurde noch nach Feedback befragt und habe weitergegeben, dass ich es schwierig fand, im harschen Ton herumkommandiert zu werden. Ich fände es wichtig, besser eingeführt zu werden, so dass auch klar ist, wer welche Verantwortung hat und an wen man sich zu wenden hat und vor allem, wer überhaupt kommandieren darf. Ich fände es auch besser, klare Projekte zur Verbesserung des Lebens einzelner Tiere zu haben, so dass der Fokus letztlich weniger auf Käfigschrubben liegt und man sich mehr mit den anderen darauf konzentrieren, etwas gemeinsam zu schaffen. Frühstück um acht nach zwei Stunden Arbeit funktioniert für mich nicht so gut. Da muss man ja hungrig werden und hat weniger Energie, die man aber braucht um über Hügel und Treppen hin und zurück zu laufen - sechsmal jeden Arbeitstag. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die konstruktive Kritik wurde gut aufgenommen, ich fühlte mich danach gar besser respektiert, ehrlich und kam besser mit den Leuten klar. Das war erfreulich und hilfreich und ich habe vor allem gelernt, dass selbst wenn es schwierig mit der ein oder anderen Person ist, man doch noch viel einrenken kann. Was Kommunikation doch alles bewirken kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe für mich einmal wieder gesehen, dass es mir doch sehr sehr wichtig ist, mit meinen mich umgebenden Mitmenschen einigermassen im Reinen zu sein. Der grusligste Schrubbjob ist nur halb so wild mit netten Menschen. Mit nicht netten Menschen wird ziemlich alles für mich zum Gruseljob. Freude und der Versuch einander zu verstehen sind mir sehr wichtige Faktoren in egal welchem sozialen Umfeld. Nicht neu, aber allesentscheidend für mich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war nicht leicht und ich gebe zu, mich öfter in die Zukunft gewünscht zu haben (die mir nun einen schmerzenden Fuss bereitet), aber ich habe doch viel gelernt und mich in die Tiere verliebt. Der autistische Albinoaffe, die wilden, aber gutmütigen Makaken Ray und Che, Bento und Is, die liebsten Orangutans und Bimbim und Bombom die knuddligen Sonnenbären. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe über Freiwilligenstrukturen nachgedacht und frage mich, ob es besser ist, dass Freiwillige Zeit und Geld schenken, um etwas Gutes zu tun. Es wäre doch schön, wenn manche Leute Geld stiften und andere mit Ihrem Tun etwas bewirken. Vielleicht sind zahlende Freiwillige motivierter, vielleicht hätte man aber doch viel mehr willige Fleissige wenn das Freiwilligenarbeiten nichts kostete. Ich denke weiter drüber nach. &lt;br /&gt;Es ist interessant, dass hier oder gerade hier, vor allem die Professionellen doch sehr auf ihr Ego bedacht zu sein scheinen. Viel Geld ist in diesem Bereich nicht zu machen, dann zumindest soviel Anerkennung wie möglich? Ist das gar der Grund für die Herumkommandiererei? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich frage mich auch, welches Leben besser für die Tiere ist: sie in einem Gebiet, in dem sie heimisch sind oder waren freilassen und sehen, wie sie sich durchschlagen oder aber vermuten, dass sie sich nicht so gut machen würden und sie daher  in Gefangenschaft halten. Freilich will man darauf achten, dass sie für die ansässigen Menschen keine besondere Gefahr darstellen, weil sie sich an Menschen gewöhnt haben und diese für Futter attackieren würden. Auch alles nicht einfach. Gut ist jedenfalls, dass hier klar das Ziel ist, so viele Tiere wie möglich in die Freiheit zu entlassen. Möglich soll hier heissen, dass man glaubt, dass sie sich in ihrer Umgebung gut durchschlagen könnten, ohne Menschen zu gefährden und dass ausserdem ein adäquater Lebensraum für sie zur Verfügung steht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-732992825389913413?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/732992825389913413/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/unerfreuliche-meeresbegegnung.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/732992825389913413'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/732992825389913413'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/unerfreuliche-meeresbegegnung.html' title='Unerfreuliche Meeresbegegnung'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-8665861071996064075</id><published>2010-05-14T03:57:00.001-07:00</published><updated>2010-05-14T04:19:04.487-07:00</updated><title type='text'>Kungkungan Resort</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-0xmCXQRpI/AAAAAAAAA2s/C9TYOwd-owI/s1600/IMG_0989.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-0xmCXQRpI/AAAAAAAAA2s/C9TYOwd-owI/s200/IMG_0989.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5471083651864217234" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-0xE9JJu8I/AAAAAAAAA2k/U9XW0SS43dQ/s1600/IMG_0991.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-0xE9JJu8I/AAAAAAAAA2k/U9XW0SS43dQ/s200/IMG_0991.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5471083083527207874" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-0xEHJy_7I/AAAAAAAAA2c/tMKMOhnNLsk/s1600/IMG_0983.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-0xEHJy_7I/AAAAAAAAA2c/tMKMOhnNLsk/s200/IMG_0983.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5471083069034397618" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;War das nett. Mal wieder richtig Bewegung mit schwimmen, schnorcheln und Nemos treffen und nach einem Mittagsgadogado (indonesisches gedünstetes Gemüse mit Erdnusssauce, die der einzige feste Bestandteil des Gerichts ist) ein ordentliches Poolnickerchen. Wäre ich reicher, hätte ich mir eine 18 Dollarmassage gegönnt. Für einen Tag war das gleich sowas von ideal - hätte ich auch nicht gedacht, dass ich zum krebsroten Cluburlauber verkommen würde. Leider schwimmt auch einiger Müll im Meer und ich wurde von einer Seekreatur gebissen. Aber Nemos und Papageienfische, die mich lustig angeplappert haben, waren die kleine Attacke wert. Mehr davon! Und hoffentlich bald der Fund eines passenden Buddhismusplatzes!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Ich weiss nicht, ob ich den indonesischen Ansatz des Familientransport nachahmenswert finde...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-8665861071996064075?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/8665861071996064075/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/kungkungan-resort.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/8665861071996064075'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/8665861071996064075'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/kungkungan-resort.html' title='Kungkungan Resort'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-0xmCXQRpI/AAAAAAAAA2s/C9TYOwd-owI/s72-c/IMG_0989.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-201895108366611822</id><published>2010-05-13T05:48:00.000-07:00</published><updated>2010-05-14T03:57:03.520-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Es regnet. Gottlob! Auch habe ich mich besser an die Hitze gewöhnt und fühle mich nicht mehr so schlapp. Überhaupt wissen wir, dass ich lieber eine Jacke anziehe als in der Hitze schwitze. Lieber mehr Winter, vor allem, wenn ich arbeite. Aber ach, die Zeit schleppt sich. Jetzt bin ich erst eine Woche hier und es steht noch eine an. Es ist weniger die Traurigkeit, sondern mehr die Herumkommandiererei vor allem einer der Angestellten hier. Das Mädel ist schlappe 24 und führt sich auf als wüsste sie alles und könnte alles. Gestern gingen wir in die Stadt, um Lebensmittel zu besorgen. Die Dame wollte Donuts und ich erklärte mich bereit, auf die Einkäufe aufzupassen, während die und andere ausschwärmten. Nach einiger Zeit setzte ich mich neben die Tüten. Da kommt sie angewankt und sagt mir doch tatsächlich, ich solle sofort aufstehen, da könne ich unmöglich sitzen, es könnten ja Leute vorbeiwollen. Das war in der Freizeit und da entscheide ich sehr wohl selbst, wo ich sitze. Ich meinte nur, sie solle mich nicht wie ein Kind behandeln und es sei sehr wohl in Ordnung, hier zu sitzen und so blieb ich. Dann darf man auf einmal die Orangutans nicht mehr mit Beeren füttern, weil ihr das einfällt, es ist ihnen nicht das Wasser zu geben, das dafür bereitsteht und vor allem habe ich sie nur zu berühren, wenn ich vorher die Hände geschrubbt habe. Nun konnte ich aber wenig machen, da ich ihnen Wasser gab und sie meine Hand nahmen. Das kommt dann alles im Kommandierstil, Andrea tu das nicht, Andrea tu jenes nicht mit Blicken verfolgt, die sich durch meinen Rücken bohren. Ich bin in einer Mischung aus Fassungslosigkeit, Amüsement und Aggression. Ja, was will das Kind denn? Annabel, einer anderen Freiwilligen, die als Tierpfleger arbeitet, geht es genauso, wobei sie vor allem Aggression verspürt. Und ich sehe mich wieder in einer Situation, wo ich erstens mir selbst sage, dass ich nicht vertrottelt bin und nicht wie ein Kind behandelt werden muss, sondern sie schlicht daneben liegt. Zweitens fühle ich mich wieder einmal genötigt, einem Vorgesetzten meine Meinung sagen zu müssen. Das ist nun das dritte Mal nach Herman in Bungunyah. Eine Lernerfahrung, das ist sicher. Erschreckend hier ist vor allem, dass es um Egos und Macht geht und nicht um das Wohl von Tieren. Als wäre man hier besser...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde fetter, werden wir hier doch mit Reiskohlehydraten vollgeladen und der weisse Toast in der Früh hilft auch nicht. Vor allem fehlt mich freilich der Sport. Als dann auch noch von Simon, unserem Leiter hier, das grosse Entsetzen kam, dass 15 Leute zum Frühstück ein ganzes kleines Marmeladenglas Erdnussbutter (der einzige Brotaufstrich) gegessen haben, hätte ich fast gekreischt. Wir kosten hier pro Person zwei Euro fünfzig täglich, ein Glas Erdnussbutter liegt bei ca. 90 cent und die Freiwilligen sind dazu angehalten, 770 USD für 14 Tage zu bezahlen. Wir arbeiten lang, wir schwitzen viel, wir sind hungrig und für das Geld streite ich doch nicht um Erdnussbutter und schüttle meinen Kopf darüber, dass die Menschen nicht immer mit einem kleinen Röllchen Klopapier in der Woche auskommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich mag die Tiere sehr und bin gerne mit ihnen beschäftigt. Mit den anderen Freiwilligen geht auch richtig was. Wir räumen auf, wir bauen, das macht auch durchaus Spass und wir sind guter Dinge, wenn wir zusammenarbeiten können, bis eben unsere Chefs wieder eintrudeln und uns in den Kindergarten schicken. Leider fehlt vor allem das grosse Ganze. Da wird ewig an Details gewerkelt, strukturiert und geplant, auf Tafeln gemalt, kommandiert und wichtig geredet und letztlich kommen die Tiere zu kurz, weil die Damen an ihrem Profil feilen müssen. Nicht gut, gar nicht gut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern musste man dann zum Pizza Hut gekarrt werden, um eine teure ölige Käsefettweissmehlpampe zu konsumieren, anstatt billig und gesund indonesisch zu schmausen und dafür nicht eine Stunde zu fahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich freu mich ja so auf meinen Schnorcheltag morgen. Ich werde mit dem Motorrädchen hingekarrt und komme mit dem Auto mit anderen zurück. Kann alles wieder ein wenig abenteuerlich werden. Zum Glück haben wir hier Internet und ich suche emsig nach einem buddhistischen Kloster in der Gegend, will heissen Südostasien und nicht Thailand, weil es da doch momentan eher ungesund ist. Ich will weiter meditieren lernen und ich will wissen, was am buddhistischen Leben für mich dran ist. Sehr spannend. Aber diese Buddhisten scheinen so glücklich mit ihrem Leben, dass sie es nicht für nötig halten, ihr wunderbares Leben im Internet als besuchenswert anzupreisen. Andere Reisende scheinen da ähnliche Erfahrungen zu haben. Wer also ein gutes Kloster kennt ´- nur her mit den Tipps!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Rest ist des Reisenden täglich Brot: Unterkünfte suchen, einen billigen Flug finden, Reiseführer wälzen. Wie hat man das nur vor dem Internet gemacht?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-201895108366611822?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/201895108366611822/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/es-regnet.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/201895108366611822'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/201895108366611822'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/es-regnet.html' title=''/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-5602330280420801953</id><published>2010-05-09T02:42:00.000-07:00</published><updated>2010-05-13T03:11:29.605-07:00</updated><title type='text'>Affenhitze</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-vP4M7yyyI/AAAAAAAAA2U/T4OviXhH8Iw/s1600/IMG_0914.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-vP4M7yyyI/AAAAAAAAA2U/T4OviXhH8Iw/s200/IMG_0914.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5470694736823241506" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-vP3leroDI/AAAAAAAAA2M/ilAyLyeRyX8/s1600/IMG_0889.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-vP3leroDI/AAAAAAAAA2M/ilAyLyeRyX8/s200/IMG_0889.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5470694726232154162" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Jetzt aber schnell. Es regnet und mit dem Regen ist es kühler. Und mit dem kühler fühle ich mich wieder viel mehr wie ich selbst. Da ist Energie und Lebensfreude. Ha!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Arbeit hier ist hart. Wegen der Hitze (es gibt nicht mal einen Venttilator im Zimmer, so dass das Schlafen nachts eine rechte Herausforderung ist), aber vor allem wegen der Leute. Die fest Angestellten hier nehmen sich die Arbeit sehr zu Herzen, was freilich lobenswert und beeindruckend ist. Aber sie gucken eben auch immer traurig, da ist eine ordentliche Portion Negativität im Spiel und ich fühle mich wie ein schräger alberner Ballon, der hier unpassenderweise mal reinfliegt, aber den Ernst der Welt doch nicht ausreichend schultern will. Simon, Chef von Tasikoki hat hier viel Arbeit und Herzblut reingesteckt und weinte gestern angesichts eines kranken Affen. Da ist viel Leidenschaft und ich fühle mich ein wenig beschämt, weil ich ganz so stark eben nicht fühle. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fangen um sechs an, schrubben die Käfige der Affen, putzigen Sonnenbären und Vögel und füttern dann. Frühstück um acht, Mittagessen um zwölf, Abendessen um sechs. Arbeitsende etwas nach vier. Ich bin etwas schlapp und eben gar nicht voller Energie wie sonst. Einen Tag in der Woche hab ich frei, da werde ich schnorcheln gehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Orangutans Is und Bento sind sehr clever und freundlich. Ich gebe ihnen Beeren in den Mund und sie versuchen durchs Gitter meine Hand zu halten. Auch die anderen sind toll zu beobachten. Einen Emustraussbuntvogel, ein Cassowary, hab ich nie zuvor gesehen und auch die deerpigs, sind herzig. Und die Sonnenbären natürlich. Die meisten können nie wieder freigelassen werden, haben sie sich doch zu sehr an Menschen gewöhnt und durch die ständige Waldrodung gibt es auch nicht mehr genug Lebensraum für sie. Ich verstehe die Traurigkeit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-5602330280420801953?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/5602330280420801953/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/affenhitze.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/5602330280420801953'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/5602330280420801953'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/affenhitze.html' title='Affenhitze'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-vP4M7yyyI/AAAAAAAAA2U/T4OviXhH8Iw/s72-c/IMG_0914.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-6761414476068099137</id><published>2010-05-07T06:39:00.002-07:00</published><updated>2010-05-13T02:51:11.420-07:00</updated><title type='text'>Affenställe</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-vLfnYBDsI/AAAAAAAAA2E/ZvpMh9ENcCs/s1600/IMG_0923.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-vLfnYBDsI/AAAAAAAAA2E/ZvpMh9ENcCs/s200/IMG_0923.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5470689916377697986" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-vLfIxmtjI/AAAAAAAAA18/RZ6EfugaNeQ/s1600/IMG_0925.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-vLfIxmtjI/AAAAAAAAA18/RZ6EfugaNeQ/s200/IMG_0925.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5470689908163524146" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-vLes0DwDI/AAAAAAAAA10/0HQRabC4oUI/s1600/IMG_0945.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-vLes0DwDI/AAAAAAAAA10/0HQRabC4oUI/s200/IMG_0945.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5470689900657623090" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-vLeDrLnWI/AAAAAAAAA1s/s7KDwi16HO4/s1600/IMG_0947.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-vLeDrLnWI/AAAAAAAAA1s/s7KDwi16HO4/s200/IMG_0947.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5470689889614536034" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-vLdm4mFYI/AAAAAAAAA1k/LCS4qHz1s4U/s1600/IMG_0977.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-vLdm4mFYI/AAAAAAAAA1k/LCS4qHz1s4U/s200/IMG_0977.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5470689881886168450" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sulawesi also. Wo man vielleicht die besten Tauchreviere der Welt vorfindet. Nach einem Flug mit Transit im Sueden Sulawesis kam ich nach vier Stunden in Manado, an der Nordspitze an. Im Flugzeug sorgte mein blosses  Westlersein fuer grosse Aufregung. Meine Nachbarin Martha ist hier Gymnasiallehrerin für Englisch und entschuldigte sich gleich für ihr schlechtes Englisch, wollte aber doch unablässig mit mir plaudern. Sie hat ja sonst kaum Gelegenheit. Und natürlich mussten auch gleich mehrere Photos mit mir gemacht werden. Im Flugzeug, am Flughafen. Es war alles recht putzig und ihre Chefin, die Direktorin wollte auch gleich mit ins Bild. Grosse Überraschung, dass man in Deutschland auch ohne Ehe einen Freund haben kann und sogar zusammenziehen ist möglich. Und ach, die Eltern können das auch nicht verbieten?! Wie immer sang ich ein stummes Loblied auf die westlichen Demokratien!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist dann eben so gar nicht mehr Bali mit den unzähligen Westlern, die die Einheimischen eher ermüden. Was sie sich freilich nicht recht anmerken lassen, schliesslich verdienen achtzig Prozent ihr Geld mit Touristen. Ich hatte in Bali eine Französin kennengelernt, die über eine Kontaktbörse einen Indonesier kennengelernt hat. Nun lebt sie hier seit zwei Jahren. Zusammenleben ist nur mit Heirat, die Schultern und Knie sind bedeckt zu halten und ihre finanzielle Unabhängigkeit ist auch dahin. Kein eigenes Geschäft und Einkommen mehr und ein Restaurantessen für zwei Dollar ist auf einmal eine richtige  Belastung, sagt vor allem ihr Mann. Eingetauscht das freie Leben für die Liebe...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Sulawesi des Nächtens um halb elf war ich von Taxifahrern umringt, die mich für zehn Dollar zu meinem Projekt kutschieren wollten. Und da war keiner, der mich abholte und ich ein wenig in Sorge. Aber ich habe dazugelernt, insgesamt ist hier nicht viel zu fürchten, Menschen, die einem gross was andrehen wollen, kann man auch einfach nur ignorieren und gut isses. Am Ende kam doch noch ein indonesischer Fahrer, den man für mich entsandt hatte und ich war erleichtert am Plaudern mit Antony, der sagt, dass er die Tiere liebt und daher das Projekt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute wurde ich einfach nur herumgeführt, konnte die Tiere anschauen, die fast alle einzigartig auf der Welt sind. Der Leiter ist sehr engagiert, seine Freude an den Freiwilligen sieht man ihm aber nicht immer an. Das kann wegen Finanzsorgen und viel Arbeit sein, aber ich vermute eher ein allgemeines Temperament dahinter. Die Menschen hier scheinen hartgesotten, aber alle mit einem grossen Herz fuer die Tiere, so dass selbst die Riesenspinne im Bad munter neben den Kakerlaken, Ameisen und anderen Spinnen bestehen darf. In Bungunyah waere man solchen Kreaturen mit einer Vielzahl Chemikalien beigekommen. &lt;br /&gt;Das Anwesen ist riesig, die Arbeit startet um sechs in der Früh. Die Tiere sind hier, weil man sie gerade noch von Schiffen gen Phillipinen gezogen hat, wo sie illegal verkauft werden sollten. Die Lage scheint schlimm, es gibt kaum mehr Lebensraum, da viel Ackerbau getrieben wird, hier mehr Kokosnuesse, im benachbarten Borneo Palmölpflanzen. Die Tiere sind teils gestresst, die Orangutans scheinen sehr menschlich und ich freue mich darauf, mehr Zeit mit den Tieren zu verbringen. Ich hoffe auch auf eine Schnorcheltour zu gehen, soll dafür einer der besten Orte der Welt in Nordsulawesi sein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-6761414476068099137?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/6761414476068099137/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/affenstalle.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/6761414476068099137'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/6761414476068099137'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/affenstalle.html' title='Affenställe'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-vLfnYBDsI/AAAAAAAAA2E/ZvpMh9ENcCs/s72-c/IMG_0923.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-5028844921920470500</id><published>2010-05-06T03:14:00.000-07:00</published><updated>2010-05-07T06:39:12.292-07:00</updated><title type='text'>Ausgebalit</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-O-Fu2-n4I/AAAAAAAAA0s/CVYNxAdLeJo/s1600/IMG_0861.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-O-Fu2-n4I/AAAAAAAAA0s/CVYNxAdLeJo/s200/IMG_0861.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5468423378245164930" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-O-ElgNz6I/AAAAAAAAA0k/j8w-oom8kjk/s1600/IMG_0868.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-O-ElgNz6I/AAAAAAAAA0k/j8w-oom8kjk/s200/IMG_0868.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5468423358553903010" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-O-EPZA36I/AAAAAAAAA0c/VMZAM0EtZYo/s1600/IMG_0887.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-O-EPZA36I/AAAAAAAAA0c/VMZAM0EtZYo/s200/IMG_0887.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5468423352618114978" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-O-Da0kLBI/AAAAAAAAA0U/ggIIURLLRDk/s1600/IMG_0876.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-O-Da0kLBI/AAAAAAAAA0U/ggIIURLLRDk/s200/IMG_0876.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5468423338506595346" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ja wer will denn bei der Hitze arbeiten? In Ubud war es ruhiger als in Kuta. Weniger Touristen, weniger Parties, mehr als alberne Sticker und weniger von den wunderbaren Penisflaschenoeffnern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mir dort einen alten, alten Traum erfuellt. Als ich mit meinen Eltern auf Mallorca war (ich muss so um die 12, 13, gewesen sein) wollte ich einen Ring, der wie ein Schweiyer Kaese geloechert war. Ungleichmaessig, breit. War zu teuer und ich habe ihn nicht bekommen. Ich sah nie wieder einen aehnlichen. Auch auf Bali nicht. Aber in Ubud gab es fuer 15 Euro einen dreistuendigen Silberschmiedekurs und man konnte das Erzeugnis gar behalten. Ich wusste, was zu tun war. Drei Stunden intensive Arbeit, der Silberschmied war vom Ergebnis beeindruckt und ich habe mir wirklich und ehrlich meinen Kindheitstraum erfuellt. Ganz genau wie ich ihn wollte. Hab sogar Initialien eingraviert. Maechtig stolz und gluecklich bin ich! Es ist eben nie zu spaet fuer eine glueckliche Kindheit!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Zeit in Ubud sollte auch nicht zur Verfettung fuehren, so dass ich beim Surfen nicht vollstaendig absinken wuerde. So stand ich frueh auf und machte mich auf zu zwei sehr friedlichen Joggingrunden durch die Reisfelder. Man kennt es ja: ein krasser Kontrast zwischen dem Touristenleben zwischen all den billigen Restaurants  in den Touristenorten und dem Leben auf dem Land. Die Leute verdienen wenig, sind meist sehr nett zu den Touristen und ich kriegte sogar munter in die Luft gestreckte Daumen zur Aufmunterung. Meine Rennereien fand man offensichtlich beachtlich und ich wurde sogar mit Wasser versorgt, obwohl ich kein Geld dabei hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurueck in Kuta machte ich mich fruehmorgens wieder in die Wellen auf, was zum Glueck wieder die alte glueckliche Erfahrung war, nachdem die Wellen gleichmaessig und gemaessigt waren und ich nicht in Brett und Leine gewickelt im Sand herumspuelte. Ich stand, ich grinste und alles war gut!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leo ist auf gutem Kurs, schreibt sehr liebe SMS, liest und bildet sich und ich bin ganz begeistert, wie er gut vorankommt und wuensche ihm nur, dass er ganz genauso auf Linie bleibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Ubud lernte ich meinen amerikanischen Nachbarn David besser kennen. Er stockte meinen Hoerspielbestand unter anderem um Anna Karenina auf und ich freute mich, dass ich Gesellschaft fuer die Abendessen hatte. Er sass Zeit ab, konnte seinen Flug nicht frueher legen und so ging er taeglich in die Buecherei und wartete. In der Bücherei fand ich folgende Aufschrift an den Regalen: Stealing books will result in bad karma. Protect your next life. David surft nicht, er schnorchelt nicht, er taucht nicht, er mag nicht zu viele Touristen, keine Massagen und ueberhaupt  will er eher seine Ruhe. Der hiesigen Gamelanmusik, die man bisweilen Bachfugen aehnlich beschrieben sieht und den Taenzen kann er schon erst recht nichts abgewinnen. Er ist viel gereist, hat sich  zur Ruhe gesetzt nach einer Karriere im Computermarketing und ist daran gewoehnt, dass die Klospuelung nicht funktioniert und man Bettwanzen antrifft. Ein Langzeitreisender, dem es ein bisschen vom Langzeitreisen reicht. Auch ich bin manchmal entnervt von den ewig kichernden Nachbarskindern, die nach der Schule ein bisschen auf Sauftour nach Suedostasien gehen und dem tuereschlagenden Schreitouristen, der sich eine asiatische Frau angelacht hat, die ihn wirklich nur wegen der europaeischen Herkunft genommen haben kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte hier nie Magenprobleme, bezahlte fuer ein Essen im Restaurant zwischen einem und vier Dollar, an der Strasse warens auch mal nur fuenfzig Cent. Ich liebe die tropischen Fruechte, die Rambutans, die Wurzelfrucht, die wie eine Kartoffel aussieht und die man schaelen muss. Vor allem bin ich beeindruckt von riesigen jungen Kokusnuessen, deren Milch man mit dem Strohhalm trinkt und deren Fleisch man ausscharrt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Verkehr ist aberwitzig und obwohl ich zu gerne Surfer am Riff gesehen haette, fuehlte ich  mich einem geliehenen Roller nicht ganz gewachsen. Alles andere war mir zu teuer. Also selber im Sand surfen, nicht Klippengucken. Leider war ich auch nicht schnorcheln, hat sich nicht ergeben. Aber wer weiss, vielleicht hab ich in Sulawesi die Chance. Dort soll es uebrigens noch heisser sein...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein angenehmes Erlebnis war eine einstuendige Oelmassage fuer 6 Dollar. Und den Filmen konnte ich auch nicht ganz widerstehen. Hoffe auf einen DVD-Player in Sulawesi. Hoffentlich holt mich wer ab, wenn ich nachts dort ankomme und hoffentlich sind die anderen Freiwilligen und der Projektleiter nette Gesellschaft. Wieder ein ganz anderes Abenteuer!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-5028844921920470500?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/5028844921920470500/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/ja-wer-will-denn-bei-der-hitze-arbeiten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/5028844921920470500'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/5028844921920470500'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/ja-wer-will-denn-bei-der-hitze-arbeiten.html' title='Ausgebalit'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-O-Fu2-n4I/AAAAAAAAA0s/CVYNxAdLeJo/s72-c/IMG_0861.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-5703943195829720993</id><published>2010-05-01T22:03:00.001-07:00</published><updated>2010-05-07T00:38:21.428-07:00</updated><title type='text'>Tuning in to the great times</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-PDPs7cd-I/AAAAAAAAA1c/0q-wgJY23KY/s1600/DSC03949.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-PDPs7cd-I/AAAAAAAAA1c/0q-wgJY23KY/s200/DSC03949.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5468429047083857890" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-PCCVdtivI/AAAAAAAAA1U/BqRvdlsN5j8/s1600/IMG_0782.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-PCCVdtivI/AAAAAAAAA1U/BqRvdlsN5j8/s200/IMG_0782.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5468427717935205106" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-PCB6fs6yI/AAAAAAAAA1M/cxUFIPHg1zw/s1600/IMG_0805.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-PCB6fs6yI/AAAAAAAAA1M/cxUFIPHg1zw/s200/IMG_0805.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5468427710695795490" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-PCBQ5AwaI/AAAAAAAAA1E/mERt0ygQPWk/s1600/IMG_0807.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-PCBQ5AwaI/AAAAAAAAA1E/mERt0ygQPWk/s200/IMG_0807.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5468427699527664034" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-PCAwDeHrI/AAAAAAAAA08/-8oIQwKk-oc/s1600/IMG_0832.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-PCAwDeHrI/AAAAAAAAA08/-8oIQwKk-oc/s200/IMG_0832.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5468427690713161394" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-PCAUiVg_I/AAAAAAAAA00/8ArwBA-8b7E/s1600/IMG_0853.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-PCAUiVg_I/AAAAAAAAA00/8ArwBA-8b7E/s200/IMG_0853.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5468427683326428146" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Surfen ist wieder was es war. Brave, gleichmaessige Wellen, nicht riesig, so dass ich in Hoehen geschleudert werde, in die ich nie wollte und ausserdem nicht Buendel aus Leine und Brett zwischen Kugelschreiberhuelsen und Korallenbroeckchen in den Sand gespuelt werde (doch, das ist passiert und selbst ich brauchte ein paar Sekunden bis ich das lustig finden konnte). Alles gut auf dem Brett also, ich stehe, plaudere noch laessig mit dem in Japan lebenden Schreiber Sam aus den USA und bin doch ganz zufrieden. &lt;br /&gt;Ich will mehr surfen, aber erst einmal buchte ich einen Bus nach Ubud, das kulturelle Zentrum der Insel und der zweitgroesste Touristenanziehunngspunkt. Ich kam weit ausserhalb der Stadt an, weniger weit auf der Karte, gefuehlt eine Ewigkeit mit meinem doch betraechtlichen Rucksack mit Wanderschuhen und Laufschuhen aussen baumelnd,  Zelt, Schlafsack und Matte innen. Aber ich blieb stur, lief meinen Weg ueber Loecher im Boden, auf und ab auf dem Fussweg und wideerstand auch dem zwanzigsten Angebtot fuer Transport, Transport, wenn ich auch sagen muss, dass mich meine Phantasie beim siebzehnten Angebot hat gedachte Karatekicks gegen den armen Indonesier an der Strasse hat ausfuehren lasssen. NEIN, ich mag schweissueberstroemt und der Ohnmacht nahe aussehen, aber ich laufe und verschwende meine paar Rupiah nicht fuer eine Taxifahrt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und hab ich schon erwaehnt, dass ich schwitze? Gerade eben gekauftes Wasser aus dem Kuehlschrank (geschaetzte vier Liter taeglich) scheint sich in Sekunden in eine warme Bruehe zu verwandeln. Ich denke Dusche! sogar oefter als Essen!, was mich bei dem Fruechteangebot erstaunt und folge diesem Planschgeluest dreimal am Tag. Ich schwitze im  Sitzen, ich schwitze bis ins Halbdelirium im Bus, ich schwitze im Bett und jedesmal, wenn ich dusche, kommen meine Klamotten gleich mit. T- Shirts werden nicht nach Optik sondern nach Luftigkeit ausgewaehlt und bevorzugt. Achja, und ich hab mir den fuenfzig Cent Luxus eines Babypuders gegoennt, der es schafft, mich auch zweieinhalb Minuten nach dem Duschen und Trocknen noch einigermassen frisch zu halten. Ich schwitze-hab ich das schon erwaehnt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war auf dem Weg in ein zentrales Hotel, eine andere Reisende meinte, sie haette dort nur 4 Dollar bezahlt. Man wollte acht von mir, ich handelte auf 6 herunter, habe meinen eigenen kleinen Balkon und einen tollen kleinen tempelaehnlichen Komplex um mich und viele schoene Pflanzen in sattem Gruen. Ist hier ueberhaupt alles sehr gruen, in Bali. Hier angekommen hatte ich gleich das Gefuehl, wieder ganz gluecklich mit meiner Reiserei sein zu koennen und ueberhaupt entspannen zu koennen. A propos; morgen werde ich mir wohl den Luxus eines Spas goennen. Fuer 5 Dollar kann man sich fuer eine Stunde so richtig durchkneten lassen. So einen Baliklassiker will ich mir doch nicht entgehen lassen. Ubud ist ruhiger, mehr Kunst und Handwerk als in Kuta, das Essen ist herrlich frisch, ich schluerfe Karottensaft und Spirulinasmoothie, schlemme Obstsalat, Nasi Goreng (der typische gebratene Reis mit Gemuese vom Stehasiaten an jeder deutschen Ecke), Mie Goreng (gebratene Nudeln), Tofu, Tempe und Curry mit vielen verschiedenen Gemuesen und bin nun ganz heiter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Flieger nach Bali wurde mir empfohlen, eine Radtour zu machen und so buchte ich gestern abend schnell noch den letzten Platz fuer dreissig Dollar. Eine Tagestour zu einem der Vulkane mit dem Bus und dann vierzehn Kilometer bergab zwischen Doerfern Einheimischer und Reisfelder. Los gings an einem kleinen botanischen Garten, wo wir 9 Radler Kaffee, Vanille, Kakao, Zitronengras, Ingwer und Turmeric beim Wachsen zuschauen konnten und ein Taesschen Ingwertee, Kakao oder Kaffee zu kosten bekamen. Der Kakao war so klasse, dass ich mich mit einem kleinen Tuetchen eindeckte. Schokolade schmilzt hier ja nur und ich will doch ein bisschen meiner Schokineigung nachgehen. Fruehstueck gabs direkte neben dem Vulkan mit feiner Aussicht auf einen See, jeder suchte sich ein gut geoeltes, ganz ordentliches Mountainbike aus und auf gings. Eine Kette haette man am Rad nicht gebraucht, die Bremse reichte vollkommen und so war es wirklich wie angepriesen fuer jeden machbar. Wir besuchten einen typischen balinesischen Wohnkomplex, der aus mehreren kleinen Haeuschen mit einem Kuechenhaus besteht. Die Kinder heiraten und kriegen ihr eigenes  kleines Haeuschen, bleiben aber bei der Familie. In Rente wird nicht gegangen und so spaltet die Omma noch Bambus auf dass er in Matten verarbeitet werden kann, die fuer Koerbe oder in groesserem Massstab als Daecher dienen. Sieht gut aus, ist atmungsaktiv und altbewaehrt, wie es scheint. Vorbei gings an in verschiedenen Wachstumsstadien befindlichen Reisfeldern, die dementsprechend auch unterschiedlich ueberschwemmt waren. Grosses Mitleid der anderen mit den armen Arbeitern, die den Reis im ueber knoechelhohen Schlamm pflanzte. Ich dachte eher an eine Kombination aus vornuebergebeugtem Tomatenpfluecken und Stewart Island Matschwaten. Kennen wir doch alles. Wenn auch nicht fuer einen Dollar fuenfzig am Tag und ohne Perspektive (wenn ich mich auch als Tomatensklave genau so fuehlte). Beim Reisernten durften wir sogar mitmachen, liefen aufs Feld und hauten die ganzen Reispflanzen gegen ein Brett, so dass die Koerner herausfielen und dann zum Trocknen ausgelegt werden. Beeindruckend ist das Bewaesserungssystem. Das Wasser fliesst aus dem See bei den Vulkanen geregelt zu den Reisfeldern, wenn es nicht gebraucht wird, wird es abgeblockt und fliesst ins naechste Feld, so dass alle Bauern gut bedient werden. Uralt, sehr bewaehrt. Alle gluecklich, vor allem die Umwelt, wie ich annehme. Alles ist uebrigens auch gut geduengt wegen der guten fruchtbaren Vulkanasche. Kein Wunder also, dass die Einheimischen ihre Betten gen Vulkan ausrichten und ihn als heilig ansehen. Auf dem Weg winkten die Kinder, gruessten die groesseren Menschen und alles war weitgehend heile Welt mit einem guten Mittagsbuffet und der besten frischen Kokusnuss ueber dem Obstsalat. Der Fuehrer sprach gutes Englisch, war nett, engagiert und beantwortete alle Fragen, die er verstand (was so die Haelfte war, er sprach besser als er hoerte...). Wir wurden im sogenannten Monkey Forest abgesetzt, der bekanntesten Attraktion in Ubud, wo ein ziemliches Rudel Makaken auf Touristen springt, vor allem wenn sie irgendwo aengstlich Bananen umklammert halten. Die putzigen Aeffechen beissen schon mal oder fauchen einen maechtig an, malen auf dem Boden herum und spielen mit Wasserflaschen oder huepfen gewagt in Tuempel. Die Affen hier sind aehnlich ungezogen wie in Indien. Bin gespannt, ob sich meine Orangutans in Sulawesi zu betragen wissen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Abendessen mit David, meinem grauhaarigen Fasthausnachbarn, der verspricht, mir einige seiner Hoerspiele zukommen zu lassen (endlich Nachschub!) und mich morgen in die hiesige Buecherei einfuehrt, ein Plausch mit einem Schweizer Paar, das von der Schweiz nach Syrien geradelt ist und auch nach 12000 Fahrradkilometern sich nicht als echte Radler bezeichnet und  nicht sicher ist, der zu bezwingenden Midlifekrise auch wirklich entkommen zu sein. Man will schon heim, ist ja auch schoen in der Schweiz, aber so richtig weiss man eben auch nicht. Die Ungewissheit der Reisenden. Oder sind alle Menschen am Zweifeln, nur stellen sich  manche mehr ? Das war doch mal ein netter Tag. Viel Input und Neues, so mag ich das!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-5703943195829720993?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/5703943195829720993/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/tuning-in-to-great-times.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/5703943195829720993'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/5703943195829720993'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/05/tuning-in-to-great-times.html' title='Tuning in to the great times'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S-PDPs7cd-I/AAAAAAAAA1c/0q-wgJY23KY/s72-c/DSC03949.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-5984703393953570840</id><published>2010-04-29T02:36:00.000-07:00</published><updated>2010-04-29T02:56:35.834-07:00</updated><title type='text'>Jedem sein Paradies</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9lXn6jJCzI/AAAAAAAAA0E/M18mr4UwNjM/s1600/IMG_0717.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9lXn6jJCzI/AAAAAAAAA0E/M18mr4UwNjM/s200/IMG_0717.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5465495966033972018" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9lXnHjDYMI/AAAAAAAAAz8/DWdwpdWvDIQ/s1600/IMG_0715.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9lXnHjDYMI/AAAAAAAAAz8/DWdwpdWvDIQ/s200/IMG_0715.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5465495952343392450" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9lXmpxYEBI/AAAAAAAAAz0/5jkm4WDsYng/s1600/IMG_0734.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9lXmpxYEBI/AAAAAAAAAz0/5jkm4WDsYng/s200/IMG_0734.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5465495944350404626" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9lXmFZ-cGI/AAAAAAAAAzs/PabeigFf46c/s1600/IMG_0740.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9lXmFZ-cGI/AAAAAAAAAzs/PabeigFf46c/s200/IMG_0740.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5465495934588579938" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich sitze im Paradies. Dem Traum der meisten braven Arbeiter. Meer, Wellen, Sonne, billiges Bier und ich muss nicht arbeiten. Aber es faellt mir doch so schwer, mich auf dieses Leben einzuschwingen. Irgendwie bin ich kein Touristenorturlauber. Strandliegen geht gar nicht und die Warenangebote sind so gar nicht verlockend. Was will ich denn mit T-Shirts und Sticker, die herrliche Dinge anpreisen wie „Getya cunt out“ oder „Harden up and fuck“ oder beliebige englische Namen gefolgt von ... „is gay“. Ja, wen interessiert denn sowas? Zwar ist meine Feldforschung noch nicht weit gediehen, aber ich glaube doch, dass der gemeine Westler mit so einen Sticker nicht viel Eindruck schinden kann und daher die schweissnassen Rupiah lieber weiter in der Hosentasche stinken laesst. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst beim Wwoofen hatte ich meine taeglichen Pflichten und als Kuechenhilfe sowieso, das Rumhaengen allein ist das meine nicht, aber zu sehr viel Sinnvollem habe ich mich bis dato auch noch nicht aufgerafft. Da komme ich doch sehr ins Gruebeln, wie es um meine Selbstdisziplin steht. Habe ich das Zeug dazu, mein eigener Chef zu sein? Natuerlich, die Bedingungen hier sind erschwert. Ich fuege mich in das Schema des taeglichen Mittagsschlaefchens. Schon das Sitzen naemlich laesst mir den Schweiss in die Augen laufen und ich, die Immergefraessige muss mich motivieren, ins Restaurant um die Ecke fuer ein Mittagessen zu laufen. Und es sind wahre Hoehepunkte, wenn ich meine Waesche im leicht modrig riechenden Wasser zur erhofften Reinigung bade oder mich von noch einem Buch trenne – die Hitze ist doch klar gegen Uebergewicht im Rucksack. Es ist so heiß, dass ich gar nicht mal den Rucksack tragen will, sondern mir eine billige Umhaengetasche gekauft habe und nur die T-Shirts trage, die auch ausreichend Luft durchlassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lege eine steile Handelslernkurve hin und bin zufrieden mit meinem dritten Hotel, das vier Dollar in der Nacht mit Fruehstueck verlangt. Das Fruehstueck ist sogar recht lecker mit Banananenpfannkuchen und Obstsalat. Ich weile nun in meinem dritten Hotelzimmer. Leider  alles Einzelzimmer  und keine Schlafsaele. So lerne ich doch weit weniger Leute kennen. Die erste Nacht im L.A. War zwar irgendwie lustig, mit 8 Euro aber hoffnungslos ueberteuert, vor allem, da das Zimmer nun wirklich nicht berauschend war. Im Puri Agung Homestay mit 6,60 in der Nacht war ich schon besser bedient, dunkel, aber doch irgendwie recht lauschig. In meinem neuen Hotel, dem Arawathan, zahle ich 4 Euro und das Fruehstueck ist inklusive und das Zimmer besser als im L.A. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Surfbrett gestern kostete mich 5 Dollar, heute hab ich es fuer drei erhandelt. Erst wollte ich gar nicht surfen gehen. Ich dachte schon, ich bin ein rechtes Weichei. Der gemeine Surfer hier naemlich ist erfahren. Je besser der Surfer, desto kleiner das Brett und so sausten die Japaner und Indonesier flink vor meiner Nase herum und einer crashte gar in mich, hinterliess mit einer Finne einen Schnitt an der Aussenseite meines Knies und einen blauen Fleck, aber keine Entschuldigung. Und die sogenannten Anfaengerwellen hier sind ziemlich maechtig. Erst ist es schwierig, mit meinem langen Brett ueberhaupt weit genug ins Wasser zu kommen, rasen die Wellen doch in beachtlicher Hoehe an den Strand. Das geht soweit, dass ich gleich mit meinem Brett von einer besonders boeswilligen Welle ueber den Haufen in den Sand gespuelt wurde, bevor ich ueberhaupt richtig im Wasser war. Jetzt habe ich sowieso schon in fetten Lettern das Wort „Vollamateur“ auf meiner Stirn geschrieben und da erleichtert der Kampf mit den Wellen ins Wasser die Lage nun wirklich nicht. Ausser mir sind da einfach nur  Koenner und ich bastle doch an meinem sportlichen Selbstbewusstsein. Manche sind aelter und schwabblig, wenn auch sehr vereinzelt. Aber die stehen dann am besten auf dem Brett. Es geht nur ums Vergnuegen, ich weiss. Und als mir heute mein gestaehlter Nachbar aus Neuseeland gestand, dass ihm die Wellen hier zu wild sind, dass er ueber den Haufen geschwemmt wird und das wirklich hart fuer Anfaenger sein muesste, war ich sehr beruhigt. Mein Ehrgeiz wurde weiter beschwichtigt, als der Boardverleiher lobend erwaehnte, ich haette da ja recht viele Wellen erwischt. Ohne mein Audiobook „Self Motivator“, wo ich im Kapitel „Don't give up“ angelangt bin, waer ich heute vermutlich gar nicht in die Wellen gehuepft. Schmerzendes Knie, ein von den Wellen verzogener Nacken und kaum ein Aufstehen und nur hie und da eine Welle, die dafuer  aber viel zu maechtig, das hat mich gebremst. Gottseidank nicht ausreichend, heute hatte ich das Gefuehl, wirklich was erreicht zu haben und nicht nur zu kaempfen, sondern vor allem viel Spass zu haben. Surfen ist so gar nicht einfach und ich weiss, warum ich die Cosurfer so schaetze! Das sind also die legendaeren Baliwellen. Die Freundschaft beginnt zoegerlich und ich denke mit ein wenig Wehmut an Portugal und Raglan zurueck. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;“Massasch, massasch,Transport und look at my shop“ wird in Kuta ueberall angepriesen. Das einzige was mich wirklich zu kaufen lockt, sind die vielen raubkopierten Filme, die es hier fuer einen Dollar pro Film gibt. Aber mit meinem Netbook ohne DVD-Laufwerk kann ich sie doch nicht anschauen. Man wird sehen. Vielleicht hat in Sulawesi in meinem Projekt ja jemand einen Player. Auch wenn ich nicht in grosser Shoppinglaune bin (muss man ja alles tragen und mein Reisebudget ist so fett nun auch wieder nicht), gebe ich doch ein bisschen mehr aus als vermutet. Gestern musste ein Haarschnitt fuer ca. 3 Euro her – dringend noetig nach all den  Monaten ohne- und das Essen schmeckt  doch auch recht gut. Anders als in Indien scheinen hier die Hygieneprobleme marginal und man kann gut das Strassenessen kaufen, das man fuer 50 cent erstehen kann oder in einem Restaurant fuer einen Euro schlemmen. Herrliche Saefte gibt’s ausserdem und ich geniesse sie reichlich. Was tut man nicht alles fuer die Gesundheit! Ein Renner ist der Avocadoschokomilchshake. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe hier Eloy aus Brasilien und seine Freundin Dori aus Frankreich kennengelernt. Er ist begeisterter und guter Surfer, sie ist viel gereist. Ein nettes Paar und ich bin froh, mit ihnen essen zu gehen. Gestern waren Dori und ich bei Maria zum Kochkurs. Fuer zehn Dollar halfen wir vier Gerichte zu kochen. Fruehlingsrollen, Curry, Nasi Goreng, Beef Stew mit Tofu. All das dauerte fast  fuenf Stunden, war sehr lecker und kam mit allerhand Geschichten aus Marias Leben. Sie lebt in einem Zimmer, das halb so gross ist wie mein Hotelzimmer, ich schaetze zehn Quadratmeter. Dort sind ihre Kochutensilien, ein Benzinkocher, eine zusammengerollten Schaumstoffmatte und ein kleiner Tisch. Meist sassen wir aber auf dem Boden und mahlten Zwiebeln, Knoblauch und Tumeric zu einer Paste. Maria will mit Touristen arbeiten und die Vermutung liegt nahe, dass es dabei vor allem ums Geld geht. Sie ist 55, hat zwei Soehne in Java, eine Mutter und eine Schwester, die sich irgendwie fortbildet. Alle unterstuetzt sie finanziell. Ihr Vater wurde verschleppt und vermutlich umgebracht als sie acht war, weil er der damaligen Regierung zu aufstaendisch war. Was genau passierte, weiss Maria nicht. Und sie sagt, seither hatte sie einige psychische Probleme, hat aber immer gearbeitet. Ihre Soehne hat sie mit einem indonesischen Mann, was mit ihm geschah, weiss ich nicht. Heute wolle sie keinen Indonesier mehr. Einen Reichen kriege sie nicht, einen Armen wolle sie nicht. Sie sucht einen Westler und wurde sogar in die Schweiz eingeladen, wovon sie uns Photos zeigte. Der Schweizer war allerdings nicht besonders nett zu ihr und kuemmerte sich nicht um ein Aufenthaltsvisa, so dass sie wieder in Bali landete. Nun chattet sie weiter und versucht die allzu dubiosen Angebote zu umgehen. Maria ist eine no- nonsense Person, die mir gezeigt hat, wie hart sie hier arbeitet fuer ein bisschen Geld, das sie auch nicht viel weiterbringt. Auch mein neuseelaendischer Flugzeugnachbar, der in Bali wegen der Steuerfreiheit mit seiner indonesischen Frau und beider sechsjaehrigem Sohn lebt, meinte, dass sie hier nur weg wollen. Zu viel Bestechung und keine Zukunft fuer den Sohn. Hier kann man nichts werden, meinte er. Aber den Indonesiern geht es aus seiner Sicht gar nicht sehr ums Geld. Sie wollen fuer die Familie leben, gut essen und eigentlich nicht viel erreichen. Ob er da nur von seiner Hausfraugattin auf andere projiziert werde ich sicher bald rausfinden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Strand sind ueberall Korallen, die man in Australien auf gar keinen Fall mitnehmen durfte. Hier werden sie eher wie Abfall behandelt. A propos: Das Recyclingsystem ist gut gemeint und wird vollstaendig missachtet, wie mir scheint. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke mit gewissem Heimweh an Australien, die herrlichen Fruechte und an die Samen, die Leo und ich ausgesaeht haben. Es ist sehr faszinierend, wie gut die Dinge in Bundaberg wuchsen und ich fuehlte mich bei meiner australischen Familie Robyn und Rolf doch ziemlich daheim. Der legendaere Aussielifestyle, der dem Kiwilifestyle sehr aehnlich ist, hat mich voll erwischt. Nur die Sache mit dem Schnee wurmt mich: ohne Skifahren, das ist nicht gut!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-5984703393953570840?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/5984703393953570840/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/04/jedem-sein-paradies.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/5984703393953570840'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/5984703393953570840'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/04/jedem-sein-paradies.html' title='Jedem sein Paradies'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9lXn6jJCzI/AAAAAAAAA0E/M18mr4UwNjM/s72-c/IMG_0717.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-4720535451890327161</id><published>2010-04-26T18:10:00.000-07:00</published><updated>2010-04-26T18:29:25.128-07:00</updated><title type='text'>Balistart</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9Y9QiL22RI/AAAAAAAAAzk/4N1wA79_MXo/s1600/IMG_0717.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9Y9QiL22RI/AAAAAAAAAzk/4N1wA79_MXo/s200/IMG_0717.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5464622552124414226" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9Y9QNJLFvI/AAAAAAAAAzc/8ErC-QpFODk/s1600/IMG_0716.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9Y9QNJLFvI/AAAAAAAAAzc/8ErC-QpFODk/s200/IMG_0716.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5464622546476013298" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9Y9PA0XQCI/AAAAAAAAAzU/DySxQTLRbms/s1600/IMG_0709.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9Y9PA0XQCI/AAAAAAAAAzU/DySxQTLRbms/s200/IMG_0709.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5464622525987635234" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ja, ich habs geschafft. Bin in Bali angekommen, schwitzend, mitten in der Nacht, mit der Befuerchtung, es koennte aehnlich verrueckt sein wie Indien. Ist es aber nicht. Die Menschen scheinen doch sehr an Touristen gewoehnt, zumindest hier in Kuta, dem grossen Touristenort. Man will mir schon mal was verkaufen laesst mich aber doch insgesamt angenehm in Ruhe. Und schon im zweiten Hotel konnte ich ein Zimmer ergattern, fuer ca. 7,5o Euro in der Nacht. Der Ventilator blaest auf meinen Silkliner, den ich doch vorziehe in meinem blauen Bett mit den braunen Flecken, die ich lieber nicht genauer untersuche. Die Klospuelung laeuft durch, das Wasser riecht sehr vergoren - aber es ist doch alles einen Dreh schicker als in Indien! Armes Indien, dabei wars doch so ein Erlebnis, jetzt, das vorbei ist... Ich vermisse Leo, ich vermisse Australien und ich fuehle mich ganz schuldig, weil ich gar keine rechte Begeisterung fuer das weitere Reisen im Moment aufbringen kann. Dabei scheint doch alles ganz gut...Sogar die Taxifahrt war ganz einfach und freundlich. Vielleicht hab ich meinen travelbug irgendwo verloren? Bedenken machen sich breit...&lt;br /&gt;Ich hab hier eine neue Handynummer, +6281338322901 und freue mich ueber Liebesgruesse!&lt;br /&gt;Also auf - Vergnuegen. Videos fuer einen Dollar kaufen (und womit anschauen?) T- Shirts bestaunen und vor allem surfen und vor den vorbeisausenden ubiquitaeren Motorraedern davonhuepfen! Und die Wampe vollschlagen natuerlich. &lt;br /&gt;Meinen Flug nach Sulawesi hab ich nach einigen Komplikationen gebucht. Erst wollten die meine Kreditkarte nicht, dann haben sie doch reserviert und ich konnte nicht zahlen, weil ich doch nicht in Indonesien war. Aber ich war reserviert. Nun habe ich als Vornamen "Adrea" eingegeben und es klappte. Hoffentlich auch weiterhin. Schon am Flughafen in Brisbane schliesslich haette mich die doch sehr inkompetente Dame, die mich fragte, wo denn Deutschland auf Ihrer Laenderliste am Computer sei und wie man Zahlen eingebe, beinahe nicht fliegen lassen. Ich haette keinen klaren Abflug aus Bali. Ja schluchz, wie auch, wenn ich ihn doch nicht buchen konnte. Sorgen des Reisenden, der letztlich soviel Zeit mit Organisieren verbringt wie andere Leute mit Vollzeitarbeiten. Am 6.Mai gehts nun jedenfalls zum Freiwilligenprojekt mit den Orangutans nahe Manado. Ich muss nur 450 Dollar zahlen und keine 770, gabs doch ein Missverstaendnis auf der Homepage. Handeln, feilschen, taxieren. Und da soll einer sagen, ich wuerde hier nicht dauernd wie bloed lernen. Muss doch alles gut werden!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-4720535451890327161?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/4720535451890327161/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/04/balistart.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/4720535451890327161'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/4720535451890327161'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/04/balistart.html' title='Balistart'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9Y9QiL22RI/AAAAAAAAAzk/4N1wA79_MXo/s72-c/IMG_0717.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-6315622056690218909</id><published>2010-04-23T19:59:00.001-07:00</published><updated>2010-04-23T20:33:18.733-07:00</updated><title type='text'>Jedem Abschied wohnt ein Anfang inne, schluchz</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9JlQuTGf7I/AAAAAAAAAzM/wVoMEn-PcL8/s1600/IMG_0683.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9JlQuTGf7I/AAAAAAAAAzM/wVoMEn-PcL8/s200/IMG_0683.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5463540635934293938" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9JlP0ftR9I/AAAAAAAAAzE/C5B5BX_2usc/s1600/IMG_0677.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9JlP0ftR9I/AAAAAAAAAzE/C5B5BX_2usc/s200/IMG_0677.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5463540620417910738" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9JlPX0VfHI/AAAAAAAAAy8/n2hl86M_yfE/s1600/IMG_0686.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9JlPX0VfHI/AAAAAAAAAy8/n2hl86M_yfE/s200/IMG_0686.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5463540612719803506" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Da hilft nichts mehr, der Abschied ist sehr konkret und greifbar. Morgen, also am Sonntag, fahre ich mit dem Zug nach Brisbane und fliege am Montag mittags nach Bali. Von dort gehts am 6. Mai nach Manado in Sulawesi wo ich mich um verwaiste Orangutans und andere Wildtiere fuer zwei Wochen kuemmern werde. Alles gar nicht ganz einfach, gibt es doch wieder einmal unzaehlige Dinge zu organisieren: Flug nach Sulawesi ueber eine dubiose indonesische Seite finden, Preis der Freiwilligenarbeit verhandeln, steht doch auf der Homepage circa die Haelfte des Preises, den man mir in der Mail mitgeteilt hat. Ich gucke schon genau auf mein Budget! Am 26. Juni komme ich in Deutschland an. Ich konnte einen billigen Flug von Kuala Lumpur in Malaysia ergattern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann ist da natuerlich auch noch das Ende in Bundaberg. Es war schon noch richtig schoen hier. Die Welpen sind zu putzig, das Essen unuebertroffen und Robyn meinte mit den Traenen kaempfend sie sei doch meine australische Mama und ueberhaupt sei man sehr dankbar fuer meine Hilfe hier. Robyn sieht man auf dem Photo, mit dem Kommentar, "hang on a second, I just need to shoot this chickenhawk". Sie ist ziemlich dufte, wie man frueher mal sagte. Mit Leo verbringe ich noch den heutigen Tag und morgen faehrt er mich zum Bahnhof. Die Zeit wird zeigen, was er aus seiner Chance hier macht. Nette Menschen, gutes Essen, die besten Vorsaetze und ein gesunder Lebensstil. Eigentlich ideal. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann war da noch die Steuererklaerung fuer Neuseeland und Australien zu machen, die Frage zu klaeren, ob ich mein Visa verlaengere und dafuer Material zu sammeln. Das war alles einiges an Organisation und hat mich gut beschaeftigt gehalten. Eine gute Ausrede, nicht ganz so viel zu schreiben, wie geplant. Wenn ich auch bei der Schreibergruppe war und mit die schlechtesten Gedichte aller Zeiten produzierte. Einigermassen gelungen ist nur das folgende:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I am so sorry&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I am so sorry I ate your chocolate&lt;br /&gt;Just sitting, no, staring there&lt;br /&gt;I tried to convince myself you left it for me&lt;br /&gt;You didn't. I know.&lt;br /&gt;You wanted it. All.&lt;br /&gt;I am so sorry you never found out I ate it&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nun ja, ich hab gelesen ein unerfahrener Schreiber liest seinen ersten Entwurf und jammert, das sei desastroes, das werde nie was, er koenne nix. Ein erfahrener dagegen sagt: Desastroes, das ist wunderbar, ich bin auf dem richtigen Weg! Und ueberhaupt ist noch nie was ohne einen Anfang geworden. Schluss mit dem Zagen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich konnte mich die meiste Zeit gar nciht recht auf Suedostasien freuen. Weil ich fuerchte, wieder in ganz anderen Kulturen zu landen, wo meine Intuition so gar nciht funktionieren mag und ich mich staendig in einer gewissen Alarmzone fuehle. Aber auch, weil ich gar nicht mehr so arg reiseneugierig war und das Gefuehl hatte- Reisen, das kann ich nun ganz gut, nun auf zu Neuem, wie z.B. dem grossen Schreiben oder einer Umsetzung einer verrueckten Geschaeftsidee. Reich werden ist doch auch ein gutes Ziel. Und natuerlich bin ich furchtbar neugierig, wie ich mich in Deutschland fuehlen werde. Werde ich mich daheim fuehlen? Oder gleich wieder weg wollen? Bald, nach einigen neuen Abenteuern werde ich es wissen. Und so langsam kommt auch etwas Vorfreude auf. Waer ja gelacht - fahr ich endlich in Urlaub und will nicht mal!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-6315622056690218909?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/6315622056690218909/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/04/jedem-abschied-wohnt-ein-anfang-inne.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/6315622056690218909'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/6315622056690218909'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/04/jedem-abschied-wohnt-ein-anfang-inne.html' title='Jedem Abschied wohnt ein Anfang inne, schluchz'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S9JlQuTGf7I/AAAAAAAAAzM/wVoMEn-PcL8/s72-c/IMG_0683.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-4869288127829171388</id><published>2010-04-14T23:42:00.000-07:00</published><updated>2010-04-15T00:37:40.899-07:00</updated><title type='text'>Erholung nach der Schrubberei</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S8bBSW5qPLI/AAAAAAAAAy0/pY5RQ_tPqZA/s1600/IMG_0638.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S8bBSW5qPLI/AAAAAAAAAy0/pY5RQ_tPqZA/s200/IMG_0638.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5460264119362534578" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S8bBR1ZHucI/AAAAAAAAAys/ksL_xmSYGdE/s1600/IMG_0650.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S8bBR1ZHucI/AAAAAAAAAys/ksL_xmSYGdE/s200/IMG_0650.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5460264110367685058" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S8bBRR1FcKI/AAAAAAAAAyk/L_6JZLAkh-s/s1600/IMG_0655.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S8bBRR1FcKI/AAAAAAAAAyk/L_6JZLAkh-s/s200/IMG_0655.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5460264100821299362" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S8bBQzXT2xI/AAAAAAAAAyc/99NIHxmCrqY/s1600/IMG_0654.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S8bBQzXT2xI/AAAAAAAAAyc/99NIHxmCrqY/s200/IMG_0654.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5460264092643351314" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S8bBQTnz86I/AAAAAAAAAyU/ngoy5C9Wwgc/s1600/IMG_0640.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S8bBQTnz86I/AAAAAAAAAyU/ngoy5C9Wwgc/s200/IMG_0640.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5460264084122629026" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ohja, ich hab maechtig geschlunzt. Kein Zeilchen in den Blog gestellt. Aber dafuer ein wenig an meinen alten Reiseabenteuern gearbeitet. Die Ostertage waren noch richtig zaeh. Ich hab gut verdient, ein wenig unter der Hand mit viel Arbeit und den normalen und nicht den Feiertagstarifen. Frueh aufstehen, Zimmer reinigen, Fruehstuecksgeschirr spuelen, zwei Stunden mit Danielle, meiner netten Mitbewohnerin auf dem Balkon geplaudert und dann wieder zurueck zur Abendspuelschicht. Mit Herman hat es bei der Gelegenheit nochmal gerumpelt, weil er es fuer noetig hielt, mich durch die Kueche zu schupsen. Da hab ich dann zurueckgefaucht und ihm auf sein "piss off", "don't fuck me around" das gleiche zurueckgegeben. Ist er nicht gewohnt, hat er damit quittiert, sich nicht von mir zu verabschieden. Daniel, der andere Koch, der mich gut unterhalten hat, auch wenn er mich manchmal arg tretzte, hat es geschafft, einen Tag vor mir Bungunyah zu verlassen. Das kam schnell und ueberraschend fuer die Chefin, die ihm das freilich maechtig uebel nahm. Ich habs alles ueberlebt. Die Chemikalien, die Zimmer, das Rueckenweh nach all der Spuelerei vornuebergebeugt im viel zu tiefen Waschbecken, die muerrischen und fluchenden Kollegen. Letztlich ist es wirklich kein grosser Unterschied in welchem Bereich man arbeitet. Es menschelt, es scheppert, es gibt echte menschliche Groessen und am Ende kann man nur versuchen, aufrecht durch all das zu gehen, das Beste zu geben und dann wieder weiterzugehen. Da kann man Putzfrau sein oder Vorstand. Keiner ist besser oder schlechter. Es gibt gute und schlechte Momente, die schlechten schrumpfen zusammen und die Laenge sowieso, aber ein paar lustige und nette Augenblicke bleiben doch. Ich habe ein klasse Zeugnis fuer einigermassen krisensichere Jobs (Bedienungen und Zimmermaedchen und Tellerwaescher braucht man doch immer irgendwo), ich habe neue Rollen gelernt und weiss, wie es in der Gastronomie zugeht und vor allem habe ich Geld angespart und besser damit umgehen gelernt. So ist das. Profan...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Abschiedsparty fiel ueberraschend duenn aus, irgendwie hatte keiner Zeit oder Lust oder was weiss ich. Ausser den Mitbewohnern kam uneingeladen die Tochter von Trini und eine ihrer Freundinnen. Irgendwie verzogen sie sich aber bald wieder als sie sich nicht willkommen fuehlten. Es war ein netter, ruhiger Abend, wir grillten, wir plauderten, ich mistete wieder einmal aus, packte und schon war alles gut. Na, fast. Als ich mit Danielle einkaufen ging und wir uns den Truck von Austin liehen, blieb der prompt am Berg stehen. Auweh, schlechte Position. Meine alten Antiautoleidenschaften kamen durch. Hinter uns war jedoch ein RACQ Mann, den ich schon kannte, da mir ein andermal ein anderer Truck stehen blieb (da hatte ich die Tueren durch ungewolltes Druecken einer Sperrtaste am Schluessel blockiert). Der Gute meinte, unser Benzin sei einfach leer und gab uns aus seinem Kanister, was wir zahlten und mit Trinkgeld belohnten. Wir waren sauer, hatten wir doch wirklich genug Geld einen Tag zuvor in den Tank gefuellt, aber unser stark mit "high five" und schwach mit Verantwortung und Geld Mitbewohner Austin hatte den Tank mal wieder leer gefahren. Wohin er damit ist weiss keiner. Ich habe ein Kinderbuch fuer Leo geschrieben und Danielle davon erzaehlt. Sie findet die Story so gut, dass sie begeistert ist, das Werklein zu illustrieren. Ich hoffe, es wird was draus! Sie wollte mcih auch hier besuchen und ich hoffe auch das klappt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe genug Geld fuer Suedostasien und erhole mich nun in Bundaberg. Ah, Busch, gutes Essen, gemuetliche vier Stunden Arbeit in der Frueh. Und ja, da ist auch Leo. Ein veraenderter Leo. Gesund sieht er aus und hat viel mehr Energie. Isst vegetarisch, ist motiviert zu arbeiten und denkt ueber seine Zukunft nach. Sein Geld hat er verloren, seine von mir bewunderten Kochmesser ebenfalls, krank ist er bei Rolf und Robyn aufgetaucht. Sie haben ihn aufgenommen, gesundgepflegt und mit viel christlichen Werten geimpft. Es funktioniert alles ganz gut und ich hoffe nur, das bleibt auch so. Die Zukunft wird es zeigen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 26. April fliege ich nach Bali, werde dort ein bisschen surfen, einen Kochkurs besuchen und die Landschaft hinreichend bestaunen. Ich hoffe, eine gute Transportmoeglichkeit nach Sulawesi zu finden, so dass ich dort zwei Wochen den Orangutans helfen kann. Ein bisschen kraxeln auf Mount Kinabalu in Borneo, ein wenig in Malaysien rumschauen, tauchen, essen, nochmal das tun, was ich fuer reisen halte. Und dann gehts wirklich und ehrlich nach Deutschland. Sogar ich glaube dran ;).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-4869288127829171388?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/4869288127829171388/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/04/erholung-nach-der-schrubberei.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/4869288127829171388'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/4869288127829171388'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/04/erholung-nach-der-schrubberei.html' title='Erholung nach der Schrubberei'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S8bBSW5qPLI/AAAAAAAAAy0/pY5RQ_tPqZA/s72-c/IMG_0638.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-766812375263208973</id><published>2010-03-25T19:58:00.000-07:00</published><updated>2010-03-25T20:08:42.844-07:00</updated><title type='text'>Baeren bauen und Ausharren</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S6wlBKN879I/AAAAAAAAAyM/-HT5JwogKYM/s1600/IMG_0631.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S6wlBKN879I/AAAAAAAAAyM/-HT5JwogKYM/s200/IMG_0631.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5452773950691798994" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S6wlAli2duI/AAAAAAAAAyE/ZX7Y3McaOBI/s1600/IMG_0628.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S6wlAli2duI/AAAAAAAAAyE/ZX7Y3McaOBI/s200/IMG_0628.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5452773940847343330" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S6wkMDzHk4I/AAAAAAAAAx8/-m5rNuITVzs/s1600/IMG_0620.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S6wkMDzHk4I/AAAAAAAAAx8/-m5rNuITVzs/s200/IMG_0620.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5452773038435570562" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Brav war ich. Hab dem Daniel, meinem Lieblingskollegen und Koch von Bungunyah, die weltbesten Brownies mit Schoki und Datteln gebacken (man hoerte das Adjektiv "divine"). Er hatte sich halb scherzend beschwert, dass ihm nie einer was kocht. Und dem Leo hab ich mit Hilfe meiner netten Mitbewohnerin Danielle und ihrer Naehmaschine meinen allerersten no budget Baeren gebaut. Ein sehr neues Terrain fuer mich. &lt;br /&gt;Alle finden ihn sehr drollig, gerade wegen seiner gewollten Asymmetrien und Bunny hat sich ihn verliebt wie man seinem besonders dummen Grinsen dieser Tage entnehmen kann. Mit nett sein pack ich noch die letzten 8 Tage Arbeit! Ich kann Euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich freu, wenn die Abschiedsparty einen guten Grund hat. Reisen, Spass, meine Schreibereien ueberarbeiten. Gut wird das!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-766812375263208973?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/766812375263208973/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/03/baeren-bauen-und-ausharren.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/766812375263208973'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/766812375263208973'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/03/baeren-bauen-und-ausharren.html' title='Baeren bauen und Ausharren'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S6wlBKN879I/AAAAAAAAAyM/-HT5JwogKYM/s72-c/IMG_0631.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-8725252690912545535</id><published>2010-03-24T20:37:00.000-07:00</published><updated>2010-03-24T20:49:56.067-07:00</updated><title type='text'>Immer locker weiter</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S6rbxp5f3FI/AAAAAAAAAx0/8Z2x01ojhKs/s1600/IMG_0613.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S6rbxp5f3FI/AAAAAAAAAx0/8Z2x01ojhKs/s200/IMG_0613.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5452411944992496722" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S6rbw1n-mwI/AAAAAAAAAxs/20MzHGEG5dQ/s1600/IMG_0611.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S6rbw1n-mwI/AAAAAAAAAxs/20MzHGEG5dQ/s200/IMG_0611.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5452411930960370434" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gottlob, ich habe meinen Computer wieder. Ohne Bildschirm und Tastatur scheint mir das Schreiben fast eine Unmoeglichkeit. Da laesst sich nix locker hinschreiben und aendern, keine Paragraphen verschieben – wie haben die Menschen frueher nur schreibgedacht? Ein vollbaertiger Computergeek namens James kam auf Anruf ins Haus, konstatierte, dass einfach D, eine Partition der Festplatte (solche Beschreibungen sind eine ausgezeichnete Gelegenheit, mich zu blamieren...) einfach verschwunden ist und kreierte sie irgendwie neu. Warum sowas verschwindet, weiss ich immer noch nicht. Ein Virus wars jedenfalls nicht. Vielleicht sollte ich doch einen wartungsaermeren Apple haben bzw. mir einen in Thailand kaufen. Von meinen freundlichen Plaudereien offenbar geschmeichelt hat er sechzig Dollar verlangt, was schwer in Ordnung war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf einem Fremdcomputer jedenfalls habe ich eine Indienzugfahrt beschrieben und in der von mir frisch besuchten hiesigen  Schreibergruppe gar Applaus dafuer gekriegt. Denen hatte ich mich frisch angeschlossen, weil ich mich zum Schreiben zwingen wollte. Ich war stolz und ermutigt, an meinen Reiseerfahrungen weiter zu feilen. Beim Zusammenkopieren meines Blogs kam ich auf 165 Seiten – wildes Rohmaterial gibt es also durchaus in einigen Mengen. Ich kann das, aber ich habs bis jetzt einfach nicht gemacht...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verbringe freilich viel Zeit mit Planung fuer meinen Trip nach Suedostasien. Da huepfen die Orangutans durch die Baeume und ich wuerde ihnen das Leben gern als Freiwilliger verschoenern oder dramatischer teils gar retten. Da wir soviel Palmoel konsumieren, wird der natuerliche Lebensraum der Armen gerodet und Plantagen angebaut. Also keine Palmoelprodukte kaufen!&lt;br /&gt;Ich will surfen in Bali, ein wenig Yoga treiben und buddhistischen Moenchen Englisch beizubringen scheint mir immer noch sehr erstrebenswert. Ernsthafte Dschungelwanderungen und 4000er warten dort und tauchen muss hinreissend sein. Und freilich boete sich das Kayakfahren an. Also eben mal eine Reiseroute gebastelt, die so verlockend fuer mich ist, dass ich nicht weiter ueber meinen Hoteljob nachdenken muss. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der mit einem Staubsaugerkabel gekoepften Vase vor einem Monat habe ich diese Woche einen kleinen Weihnachtsbaum ueber den Haufen gefahren. Steht auch sehr unguenstig und die kleinen Kugeln kullerten ueber den Boden. In Windeseile versuchte ich sie wieder aufzuhaengen, aber die kleinen Haken schienen weitgehend verschwunden. So hatte ich neun Kugeln und konnte sie nicht unauffaellig haengen. Ich gestand der Chefin das Malheur, sie mahnte zu mehr Achtsamkeit und half Haken suchen, wobei wir nur drei fanden und ich somit die restlichen sechs Kugeln dezent verschwinden liess. Selbige haengen mir nun am Gewissen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herman, der hollaendische Chef hat sein fluchendes Temperament nun einmal gegen mich gewendet und mir ist die Laune vergangen. Wer es nicht schafft, zu allen Menschen, unangesehen ihrer Stellung gleich freundlich zu sein, ist kein wirklich netter Mensch. Da schreit er mit rotem Kopf durch die Kueche, dass er immer ander Leute Dinge reparieren muss an mich, die nun den dritten Monat nichts anderes macht als ander Leute Dreck zu beseitigen. Und dieses zuegellose Ausrasten gepaart damit, dass er immer recht hat, auch wenn sich Widersprueche zeigen, geht mir doch schwer gegen den Strich. Wer immer recht hat, hat beschlossen, nicht mehr zu lernen und verpasst damit das Wichtigste, das menschliche Weiterwachsen. Abgesehen von der Chefin hat er sich nun bei allen im Haus unbeliebt gemacht. Und ich war frueher nur gnaediger, weil ich nie Ziel seines Ausrastens war. Muss mein Urteilsvermoegen doch mal in einer ruhigen Stunde auf Objektivitaet befragen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich  brauche mittlerweile sehr viel Motivation, um taeglich zur Arbeit zu gehen. Die Raeume, die Teller, auch das Bedienen sind sicher alles keine intellektuellen Herausforderungen mehr und mir ist recht fad in dem Job. Ich bin teils ganz gluecklich, wenn ich einfach nur friedlich vor mich hindenken kann, aber mit all diesen graesslichen Chemieputzmitteln ist all das doch nicht allzu erspriesslich. Nebenher lese ich ein Buch mit dem Titel „Dirt Cheap“, in dem eine Journalistin auszieht, ein Jahr in schlechtbezahlten unqualifizierten Jobs zu arbeiten. Man ist doch letztlich ein Nichts und Niemand, wenn man so weit unten steht. Ich bewundere meine Kollegen, die seit Jahren Zimmer putzen ohne Aussicht auf Aenderung.  Teils ist es selbstgewaehlt, aber das heisst nicht, dass es weniger hart ist. Und ein Leben mit einem besseren Gehalt und mehr Ansehen kann zu einem ganz aehnlichen Hamsterrad verkommen. Einzige Ausstiegsmoeglichkeit ist, erst menschlich und dann finanziell unabhaengig zu werden. An beidem beisse ich momentan. Sparen, nachdenken, besser werden. Und mich bloss nicht damit identifizieren, was ich zu einem bestimmten Zeitpunkt tue. Ich bin ein human being, kein human doing, jawoll!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Elizabeth und Vaughn bin ich nun zu Trinity, meiner lieben Bibliothekarin gezogen. Sie ist 48 und munter wie ein Teenager. Ich muss mir bestaendig wieder ihr Alter vorsagen, um es zu glauben.  Sie beherbergt in ihrer Liebenswuerdigkeit nicht nur mich, sondern auch Austin, den amerikanischen Zeugen Jehova, der aus unserer Sicht ein wenig den Plot verloren hat, den er meiner Meinung nach nie hatte. Die Kueche ein Chaos, meine drei Liter Milch getrunken und trotz Versprechen nie ersetzt, Dauerfernsehen und keine Energie zu arbeiten- Austin war da! Trini will mich in ein Erziehungsprogramm einspannen, ich glaube eher, dass er selber seinen Weg wird machen muessen, auch wenn das nicht einfach sein mag, ist es vermutlich doch der einzig moegliche Weg. Seit heute haben wir auch zwei zahlende Mitbewohner, er ein Gaertner und Computergeek, sie eine Kuenstlerin. Es verspricht spannend zu bleiben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Austin steht mir wieder einmal ein Prachtexemplar von einem energielosen Fernsehgucker vor der Nase. Immer den Kasten an und nichts mit sich anfangen wissen, Junk Food essen und im Grunde am Leben verzweifeln, das aber hinter lustigen Computerspielen und vielen High Fives verstecken. Ja, das klingt nach Urteil. Ich sehe es eher als Beobachtung. Menschen, die sich in eine Schleife begeben, in der sie immer weniger Energie haben und einfach nur ungluecklich sind. Und dabei machen das doch alle... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich vermisse Leo, auch wenn ich mir bestaendig wiederhole, dass ich doch so einige Probleme mit der Trinkerei und der damit verbundenen mangelnden Geradlinigkeit und dem schwaechelnden Fokus und Durchhaltevermoegen hatte. Ich werde mich hoffentlich live von ihm in Bundaberg nach Ostern verabschieden, wo ich meine kreationistischen Wwoofingeltern Rolf und Robyn besuchen werde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lese viel, ich denke viel nach und ich frage mich, wie mich diese Reise veraendert hat:&lt;br /&gt;Das Wichtigste fuer mich ist, dass ich mir gestanden habe, Erlebnispaedagoge sein zu wollen. Es hat dreissig Jahre gedauert und ich habe viele verschiedene Dinge lernen und testen muessen, aber das fuehlt sich nun richtig an. Ich brauchte die Zeit und den Abstand, um da Klarheit zu kriegen. Ich habe experimentiert und gelernt und vor allem habe ich unerschrocken weitergemacht. Wilde Jobs und Laender, drohender Geldmangel, Mangenverrenkungen und Einsamkeit. So eine Reise spiegelt doch sehr gut ein ganzes Leben und ich habe meinen ganz eigenen Reisestil gefunden. Ich habe die Menschen noch weit mehr lieben gelernt und fuehle mich unendlich zuversichtlich, dass alles gut bleibt und wird. Ich habe mich von Materiellem getrennt und mir ist klar geworden, dass das Leben eine Reise ist, auch wenn wir manchmal an einem Ort stehenzubleiben scheinen und gar nicht merken, wie wir uns doch immer ein klein wenig fortbewegen und weiterlernen. Ich werde wehmuetig, wenn ich daran denke, dass ich nun bald ein Kapitel meines Lebens beende. Dann aber wiederum weiss ich, dass das sowieso staendig so ist. Die Show muss weitergehen und kann auch gar nicht anders. Ich werde immer reisen, immer auf meine eigene Weise. Auch wenn ich fuer eine Weile an einem Ort bleiben sollte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-8725252690912545535?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/8725252690912545535/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/03/immer-locker-weiter.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/8725252690912545535'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/8725252690912545535'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/03/immer-locker-weiter.html' title='Immer locker weiter'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S6rbxp5f3FI/AAAAAAAAAx0/8Z2x01ojhKs/s72-c/IMG_0613.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-6611006239075209516</id><published>2010-03-19T16:17:00.000-07:00</published><updated>2010-03-19T16:23:10.924-07:00</updated><title type='text'>Fast facts</title><content type='html'>Es ist alles gut! Ich werde in Bungunyah bis Ostermontag arbeiten, dann meine Freunde in Bundaberg besuchen und am 15. April sitze ich im Flieger nach Bali. War alles schoen billig, der Flug kostet mich 275 Euro mit Jetstar dem australischen Billigflieger. In Bali erwartet mich surfen und ich freue mich auf Orangutans in Borneo, tauchen, Ayurveda, kochen. Ohja, das wird wieder wild und aussergewoehnlich, aber sicher sehr erlebnisreich. Ein herrlicher Grund, mein hart verdientes Geld sauber zusammenzuhalten! Und Anfang Juni bin ich dann wieder in Deutschland, auch wenn ich diesen Flug noch nicht gebucht habe mangels exakt feststehender Reiseroute.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Computer ist repariert, aber mein OpenOffice ward gefressen als eines meiner Laufwerke einfach verschwand. Und es war nicht mal ein Virus - sehr mysterioes, das. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz bald sehr viel mehr von meiner Schreibergruppe, meinem Fitnesstraining, meinen weiteren Plaenen und der Schoenheit des hiesigen Lebens in meiner neuen Wohnung. Gut? Klar! Auf bald, Ihr Lieben!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-6611006239075209516?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/6611006239075209516/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/03/fast-facts.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/6611006239075209516'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/6611006239075209516'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/03/fast-facts.html' title='Fast facts'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-799779866457917731</id><published>2010-03-10T17:39:00.000-08:00</published><updated>2010-03-10T18:35:14.178-08:00</updated><title type='text'>Alltag, Alltag, Alltag - nun kenne ich ihn auch!</title><content type='html'>Mit meinem neuen Fokus gen (brrrrrr, das Wort, das Wort!) Erlebnispaedagogik tut sich hier einiges in meiner Gesamtorientierung. Der Heimflug ist klar im Blick und ich recherchiere sooft ich nur kann im Netz, wo ich welche Ausbildung machen kann. Martin, ein lieber deutscher Freund, ist ein ganz ein Kluger. Er schlaegt vor, ich koennte kombiniert promovieren und so mit Philosophie im Hintergrund einen Erlebnispaedagogikabschluss machen. Wuerde mir ein komplettes weiteres Studium ersparen, ich koennte lernen, was ich will und habe sogar einen angesehenen Abschluss. Klingt zu schlau, um wahr zu sein! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, es wird wohl doch nicht Suedamerika werden. Recherchen haben ergeben, dass ein Flug in diese Richtung gen Deutschland 3000 Euro kostet, ein gut geplanter durch Suedostasien 1000. Ratet mal, wohin ich fliege. Zumal man von Muenchen einen Rueckflug nach Peru fuer 1000 Euro buchen kann! Laeuft mir ja nicht weg, das Land und in Sumatra gibt es Orangutans und herrliche Nationalparks und ich kann sicher auch noch einen guten Platz fuer Freiwilligenarbeit finden. Ich habe einen "Southeastasia on a shoestring" Fuehrer bei Ebay erstanden und kann die konkrete Planung kaum erwarten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Aepfel in Neuseeland fallen vermutlich dem Pragmatismus zum Opfer: Hinfliegen, zurueckfliegen, viel weniger verdienen, das ist es letztlich nicht wert fuer eine Erfahrung, die ich aehnlich schon gemacht habe. Ich wollte mir mehr Zeit zum Nachdenken geben, um weitere Schritte zu sehen. Aber da ich die nun klar im Blick habe, ist das Apfelpfluecken nicht das Ideale fuer mich. Und dabei faellt es mir doch so schwer, bereits Zugesagtes zu aendern und ich waere wirklich gern nochmal dort aufgetaucht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch, ich gebe es zu, denke ich an den Leo. Ja, die Zeit, die die weniger guten Zeiten uebertuencht. Wir hatten ein nettes Telefongespraech, er hat sich fuer seine Drohungen entschuldigt und er meint, er will es besser machen, es ist ihm klar, was er falsch gemacht hat. Oh ja, das haben wir alles schon gehoert. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass er das Ruder doch noch rumreisst und ein Leben fuehrt, das ihn befriedigt und gluecklich macht. Ohne Alkohol und sonstiges Gift. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Berg hat sich einer meiner Kollegen, Herman, der Koch, auch mir von seiner schlechten Seite gezeigt. Er hat immer recht, auch wenn man ihn klar widerlegt. Das kann tun, wer mag. Er wiederholt sich dann oder wandert woanders hin. Kommt gar nicht gut. Dann flucht er und bruellt ueber Dinge, die keiner getan hat. Ist ein Henkel von einer Aussenvase abgebrochen und ich musste natuerlich wieder mal die Andrea geben, weil doch sonst keiner was sagt, und ihm klarmachen, dass der Henkel vermutlich wegen Verwitterung und all der Jahre abfiel. Er schrie, er fluchte, ich war an allem schuld und ich war fassungslos, wie irrational sich dieser 54-jaehrige vor mir verhaelt. Alle anderen Kollegen stimmten ein, dass sie ihn einfach nur schnauben liessen, da helfe nix. Ich will all das nicht. Keine Dramen und kindische Aufregungen, kein wildes Getue und Getuschel. Das ist mir viel zu nervenaufreibend. Ich will meinen Job machen, mit den Kollegen in den Zimmern Kriminalgeschichten erfinden oder andere Albereien und die Zeit ueberstehen. Denn die wird mir momentan lang. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fakten: Raum 7 vergisst einen Koffer. Die beiden Singles in Raum 8 haben dort nur geduscht und nicht geschlafen. Raum 1 hat viele Fliegen im Zimmer und Raum 16 darueber hat eine nasse Matratze mit einer anstaendigen Pfuetze. Eileen, meine englische Kollegin (Watson) und ich (Holmes)fuehrten die Evidenz zu folgender Konklusion: bei der Entdeckung in Raum 7 und 8 dachten wir noch an ein naechtliches Gemunkel und die folgende Verwirrung liess einen der Bewohner den Koffer vergessen. Die Entdeckung der anderen Raeume fuehrte dann aber zu einem Mordfall, wobei das Zimmer nur als Alibi gemietet war, der fliegenbesetzte Raum die Leiche eine Weile zu lange beherbergte und der darueber schlafende Zeuge ins Bett machte. Auch verstaendlich, selbst fuer einen jungen Kerl wie er einer ist. Der Koffer ist Bloedheit. Oder? Klar, wuerde ich meinen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Familie habe ich sehr, sehr lieb gewonnen, die Buben spielen stundenlang mit mir und haben sogar ein Knuddelbeduerfnis entwickelt. Sie haben sich auch daran gewoehnt, dass ich meine, was ich sage und Grenzen setze. Ich liebe das Zeichnen und ich lese viel. Bis Montag muss ich ein kleines bisschen Literatur produzieren, will ich mich doch der Schreibergruppe hier anschliessen. Bin schon ein bisschen aufgeregt und bastle an einem kurzen Ding ueber ein Zimmermaedchen. Da ist ein bisschen dieses haettekoenntesollte in meinem Hinterkopf. Warum hab ich nciht mehr versucht, Artikel ueber meine Reise zu verkaufen? Besser noch: warum nicht jetzt. Natuerlich ist mein kleiner Computer immer noch mit seiner vermutlich viralen Infektion darnieder, aber das reicht doch auch nicht als Entschuldigung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Samstag ziehe ich zur netten Trini, einer Bekannten, die in der Buecherei hier arbeitet. Vaughns Mutter kommt aus Neuseeland zu Besuch und sie brauchen den Platz, wenn sie auch meinten, ich koennte im Notfall gern noch bleiben. Eine neue Bleibe bei einer netten Person, das wird sicher gut!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich trainiere viel, bin vor allem vom Zirkeltraining recht beeindruckt. Richard, der Fitnessstudiobesitzer, nimmt mich ordentlich ran, laesst mich bis zu 14.5 Kilometer in der Stunde sprinten und 12,5 Kilo Hanteln wuchten. Man verfaellt dem Fitnesswahn, ein wahres Novum freilich auf meiner Seite, kicher... Ich fuehle mich jedenfalls nach besserer Haltung und frisch gestaerkt. Wenn ich auch mit meiner zu fetten, zu fleischigen Ernaehrung gerade gar nciht gluecklich bin. Aber ich sehe nicht viel Wahl, werde ich doch im Restaurant bekocht und die Familie isst viel Fleisch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lese viel, ueber Finanzen (was machen die Reichen, und wie sind sie es geworden?), Gesundheit, das zufriedene Leben und meine weiteren moeglichen Reisen. Dazwischen zeichne ich und bekoche die Familie. Bill Granger, sag ich nur, ein neuer Favorit neben Jamie! All das haelt mich gut bei Laune bis ich noch ein paar Tage bei Rolf und Robyn verbringe und dann weiter auf grosse Reise gen Deutschland gehe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Balde, ach balde, Ende Maerz, da schlage ich ein neues Kapitel auf. Und ich freue mich drauf!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-799779866457917731?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/799779866457917731/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/03/alltag-alltag-alltag-nun-kenne-ich-ihn.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/799779866457917731'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/799779866457917731'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/03/alltag-alltag-alltag-nun-kenne-ich-ihn.html' title='Alltag, Alltag, Alltag - nun kenne ich ihn auch!'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-1144971338781814690</id><published>2010-02-26T15:30:00.000-08:00</published><updated>2010-02-26T17:26:18.157-08:00</updated><title type='text'>Das Zimmermaedchen war da</title><content type='html'>Ich bin zurueck auf meinem Berg. So etwas wie Alltag ist wieder eingekehrt. Ich arbeite wieder in Bungunyah. Da es nun aber Gavin gibt, der sich vor allem um Garten und Geschirr kuemmert, habe ich meist andere Aufgaben. Eine meiner Hauptaufgaben ist es makellose Zimmer auf absolut wahnwitzigem Niveau zu polieren. Ich saeubere also was laengst wirklich sauber ist. Zumindest nach meinem eben so gar nicht perfektionistischem Ermessen. Gail, meine sehr ambitionierte Kollegin meinte mit weit aufgerissenen Augen "Stell Dir nur vor, Du wuerdest in  unserem Hotel uebernachten und ein Haar am Boden finden!". Oh ja, das schockiert eine, die in Indien mit sehr vielen Bettwanzen das Bett geteilt hat und Kloreiniger fuer Toiletten kaufte, die so etwas zuvor noch nie gesehen hatten. Aber nein, es geht darum, sich wieder einmal anzupassen. Ich werde fuer das Perfekte bezahlt und werde sogar dafuer gelobt, dass ich das Bett faltenfrei mache. Australische Betten sind sowieso ein ganz anderes Thema. Da werden Unmengen (bis zu sechs!) Kopfkissen ueberzogen und zwei verschiedene Riesenlaken gespannt. Dann kommt da eine Decke drauf, die auch wieder unter die Matratze zwecks Faltenfreiheit gezogen wird und dann kommt eine Tagesdecke drueber. Man hebt also staendig Matratzen herum, schiebt alles herum, faltet hier, faltet da. Eine endlos scheinende Prozedur, die in einem Bett muendet, das einem Kuvert aehnelt. Es bleibt einam als Schlaefer nichts anderes uebrig, als das ganze Zeug irgendwie unter den Matratzen wieder hervorzuzerren und selbst dann ist man in all diesen Lagen eingewurschtelt. Aber nein, so will das der Standard. Was kann ich da doch ein Loblied auf eine anstaendige Decke und ein Spannbetttuch singen! Dazu kommen Fussmatten, Handtuecher, sogenannte Facewasher (Minihandtuecher) und normale Duschtuecher, die natuerlich taeglich erneuert werden muessen. Interessant ist auch, wie viel verschiedenes Gift in den Zimmern verwendet wird. Glasreiniger, Vielzweckreiniger, Domestos, Duschreiniger, Bleiche, Toilettenreiniger, Spray and Wipe und Bleiche. Bleiche kommt in die bereitgestellten Tassen. Die sind dann zwar weiss, aber giftig. Sieht alles perfekt aus, ist aber wirklich nicht gesund. Auch ein Abdruck des Fusses einer Reinigungsperson auf dem Teppich kann zu halben Ohnmachtsanfaellen fuehren. Immer schoen vom Fenster zur Tuer saugen und beim Ausstecken des Saugers halb ins Zimmer fallen anstatt nochmal eine Spur zu hinterlassen. Man putzt sogar die Klimaanlage auf dem Balkon... All das dauert. Nun gut, solange ich fuer all das bezahlt werde... Das Vergnueglichste an all dem ist die Schatzsuche. Manchmal finde ich Muenzen auf oder unter dem Bett und Shampoos in der Dusche. Interessant, was Leute konsumieren, ob sie alle Milch und Kekse und sogar die kleinen Zuckertueten abstauben. Ausserdem meinte eine Kollegin, aha, ich sei nun wohl aufgestiegen, da ich mittlerweile auch als Bedienung taetig bin. Das ist so viel einfacher als das Geschirrspuelen. Ich huepfe in meinen schwarzen schicken OPshopklamotten herum, ernte neuerdings anerkennende Blicke von Kollegen und Gaesten und trage Getraenke und Essen herum. Mit dem Balancieren vieler Teller habe ich aber noch meine Probleme. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Computer hat mich nicht mehr lieb, kein Programm will er ausfuehren. Dabei war ich so brav mit Firewall und Virenscanner. Nun ja, auch ich habe mich mit Alltagsproblemen rumzuschlagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte eine Grossaktion zum Erwerb eines Fahrrads gestartet. Per Aushang kam ich an zwei Fahrraeder, die ein Ehepaar nicht mehr wollte. Kein Wunder- es handelte sich um platte Rostlauben. Das Fahrrad einer Kollegin war eine Steigerung, wenn auch die Schaltung nicht recht funktionierte, was bei den Bergen hier eindeutig ein Problem ist. Dann fiel aber einfach eines der Pedale ab und damit war nichts mehr zu holen. Einen Anruf hatte ich noch von einem Dave, der nach meiner Adresse fragte und am naechsten Tag ein aufgepumptes, rundum praechtig funktionierendes Fahrrad bei mir ablieferte. Alles bestens und ich bin derart gluecklich. Unabhaengigkeit, Transport! Zur Arbeit laufen und joggen und hitchhiken war doch ziemlich laestig...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Elizabeth bin ich uebereingekommen, dass ich zehn Dollar fuer meine Verpflegung bezahle und weiter mithelfe. Die Familie ist sehr nett, man guckt aber sehr viel fern und es ist manchmal etwas anstrengend, dass immer sehr viel los ist. Die Kinder Zane und Xavier sind grosse Klasse, aber freilich laut und es herrscht mit den staendigen Bauarbeiten doch ein betraechtliches Mass an Chaos... Ich will manchmal einfach nur Ruhe, meditieren, lesen. Dann fluechte ich gen Buecherei oder Wiese. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich gebe zu, ich hatte ein kleines Tief letzte Woche, fuehlte mich etwas einsam, ziellos und vermisste den Schnee. Schnee, ach Schnee. Zwei richtige Winter verpasst, das ist doch traurig. Skitouren, seufz. Mit fast allem anderen werde ich ja gut fertig, aber das... Da war als Remedium Aktion das Richtige. Weiterhin viel Sport und Mails an meine lieben Freunde und vor allem weitere Recherche ueber mein nach Deutschland reisen und was ich dort tun will. Gegen Traurigkeit hilft nur ein emsiges Tun und am eigenen Schopfe herausziehen, jawoll!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin ziemlich begeistert ueber mein momentanes Fitnessprogramm. Ich, ja ich, bin jetzt erstmalig und fuer mich selbst sehr ueberraschend Mitglied im hiesigen Fitnessstudio. Vaughn nahm mich mit zum Training und irgendwie hat er schon recht, dass zu all meinem Ausdauersport mit Schwimmen, Radeln und Laufen Gewichte herumstemmen eine gute Ergaenzung waere. Wenn ich auch von den Uebungen zur Verbreiterung meiner Schultern nicht gar so arg beeindruckt bin. Wenn eines nicht mehr breiter werden muss, so sind das meine Schultern. Jedenfalls haenge ich nun an Klimmzugstangen und lasse mir die beste Hebetricks zeigen und kriege vor allem sehr oft von verschiedenen Menschen gesagt, wie stark ich doch bin, was mir freilich schmeichelt. Eine Schwimmlehrerin lud mich zu einer Stunde ein und zeigte mir gute Schwimmtechniktricks, so dass mein Butterfly doch viel besser und vor allem weniger anstrengend ist. Wir arbeiten an den Feinheiten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nun das Beste zum Schluss. Es hat Fruechte getragen, mein Reisen. Ich wollte mir doch fern von allen meinen heimischen Einfluessen ueberlegen, was ich weiter machen will. Nun weiss ich es. Outdoor education, was im Deutschen leider leider den scheusslichen Namen "Erlebnispaedagogik" traegt. Vielleicht hat mich das Wort davon abgehalten, in Deutschland drauf zu kommen... Draussen sein, Menschen was beibringen, Sport, Natur, Gruppenarbeit, Lebensziele neu stecken, Kommunikation. Spass und was Sinnvolles tun! All das verbinde ich damit und forsche nun fleissig nach Verbindungen und weiterer Ausbildung. Der Gedanke an diese Karriere stimmt mich sehr gluecklich und ich hoere oft, dass man sich mich sehr gut fuer diesen Job vorstellen kann. Glueck, Freude! Kein quaelendes ewiges Hinterfragen mehr! Frank, der liebe Philosoph in Oxford, vermittelt mich mit einem seiner Freunde, der in diesem Bereich seit zwanzig Jahren taetig ist. Und da ich meine Heimflugplaene kuerzlich gen Suedamerika umorientiert habe, ist das umso besser, schliesslich ist Jon, besagter Outdoormensch meist dort unterwegs. So werde ich hier noch fleissig Geld sparen, hoffentlich noch ein paar Wochen in Neuseeland Aepfel pfluecken und dann ueber Suedamerika nach Deutschland fliegen. Kann sich freilich wieder mal aendern, scheint mir aber ein guter Plan zu sein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-1144971338781814690?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/1144971338781814690/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/02/das-zimmermaedchen-war-da.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/1144971338781814690'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/1144971338781814690'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/02/das-zimmermaedchen-war-da.html' title='Das Zimmermaedchen war da'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-4110723065224038392</id><published>2010-02-11T17:59:00.000-08:00</published><updated>2010-02-11T18:49:54.818-08:00</updated><title type='text'>Radikale Dankbarkeit tut not!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S3S45VgpVtI/AAAAAAAAAxk/XvvslANLeQ8/s1600-h/IMG_0584.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S3S45VgpVtI/AAAAAAAAAxk/XvvslANLeQ8/s200/IMG_0584.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5437173945309157074" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S3S44oh8rFI/AAAAAAAAAxc/MXQTU2hRvfM/s1600-h/IMG_0603.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S3S44oh8rFI/AAAAAAAAAxc/MXQTU2hRvfM/s200/IMG_0603.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5437173933235022930" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S3S44D3mFRI/AAAAAAAAAxU/v6OfISuwR7w/s1600-h/IMG_0577.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S3S44D3mFRI/AAAAAAAAAxU/v6OfISuwR7w/s200/IMG_0577.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5437173923393705234" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S3S43oYmjQI/AAAAAAAAAxM/BFk4ZZ5bwqI/s1600-h/IMG_0550.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S3S43oYmjQI/AAAAAAAAAxM/BFk4ZZ5bwqI/s200/IMG_0550.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5437173916015955202" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S3S43Pd0mwI/AAAAAAAAAxE/FBAjgUCi9qs/s1600-h/IMG_0560.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S3S43Pd0mwI/AAAAAAAAAxE/FBAjgUCi9qs/s200/IMG_0560.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5437173909326961410" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich probiers auch mal: schick den Laptop im Flieger auf dem winzigen Tischchen platziert denke ich in recht wilden Turbulenzen über dieselben meinen der letzten Tage nach. Von hinten aufgezäumt: in aller Seelenruhe hatte ich eine Fahrt mit den billigen öffentlichen Verkehrsmitteln zum Melbourner Flughafen Tullamarine organisiert und mich noch gefreut, 5 Dollar gespart zu haben, ich alter Fuchs. Der sogenannte Skybus hätte gleich 16 Dollar gekostet. Gemütlich kaufte ich mir ein Sandwich fürs Abendessen, guckte in einem Buchladen herum und wurde durch viele Bildschirme und viel Ton im Kinomuseum etwas aufgedreht. Ging alles gut, ich kam frühzeitig am Flughafen an, trödelte ein wenig herum und weldete letztlich der freundlichen Dame von Jetstar mein schon gestern ausgedrucktes Ticket vor die bewimperntuschten Äugelein und sie schüttelte den Kopf. Ich war am falschen Flughafen, eine Stunde vor Abflug meines Fluges. Ich könnte zum Taxi eilen, was mich 110 Dollar kosten würde oder ich könnte den Bus versuchen, der es aber wohl nicht schaffen würde, wie mir auch ein nahestehender Busfahrer bestätigte oder ich könne auf einen anderen Flug umbuchen, der zwar nicht nach Brisbane, aber doch an die Goldküste fliege. Ich spürte Aufregung aufkommen. Schnell denken. Taxi zahlen? Nein, der Flug hatte mich nur 89 Dollar gekostet und das Taxi würde es vielleicht nicht mal schaffen. Bus versuchen? Zu riskant. Am Service Desk stand eine lange Schlange und das Umbuchen könnte auch teuer werden. Ich versuchte es. Wurde erstaunlich schnell bedient, kostenlos umgebucht und werde nun sogar von einer mir gar nicht allzu nahen Arbeitskollegin Emma abgeholt, die ich gestern zufällig am Telefon hatte. So viel Nettigkeit wieder mal. Emma hat mich platt gemacht, Jetstar hat mich Maulaffen feil halten lassen. In einem Buch über die Reiseschriftstellerei las ich, dass einer der Vorteile dieses Berufs sei, dass man ständig auf die Grosszügigkeit der Menschen treffe. Ich bin sicher zu einem weit grösseren Menschenfreund im letzten Jahr geworden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Melbourne. Ein bisschen gestehe ich, an Lucas, meinen Wanderfreund gedacht zu haben, der da einen Song zitierte. „Every fucking city looks the same.“ Halt,  Stop, ich höre den Aufschrei. Ist ja recht. Es war toll in Melbourne, ganz klarer Fall. Ich bin herumgesaust wie in alten Potzlertagen. Ein Konzert hier, viele Buchläden da, Kultur in rauen Mengen nur so in mich aufgesaugt. Aber ich habe mich doch gefragt: isses das, das gute Leben? Ich seh überall Beton und viel Gehetztheit und ich hab mich als Hippie gefühlt, als ich mich fragte, warum sich die Spatzen und Tauben das antun. Warum ziehen die nicht aufs Land, zu Korn und weg von den Autos. Muss das abfallende Fast food sein oder die Tatsache, dass sies nicht anders kennen.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nicht umsonst ist das die Kulturstadt Australiens. Ich hab mich grossartig amüsiert als Puck durch den Botanischen Garten hüpfte und Salti schlug und Helena sich nun wirklich nicht nach femme fatale verhielt. Und ich war richtig aufgeregt, mal wieder in einem klassischen Konzert zu sitzen und war hingerissen von einer Bearbeitung für Kammerorchester von Griegs Streichquartett op. 27. Das hatte Volumen und das hatte Kraft und Klarheit und ich fragte mich, warum ist da erst der Tognetti (Geiger und Chef der kleinen Truppe) auf die Idee gekommen, hätte doch der Grieg auch schreiben können. Ich höre immer noch einige Takte im rauschenden Flieger und das ist mir verdammt selten passiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Puck, gespielt von einem akrobatischen Sixpackmann bei Shakespeare im botanischen Garten, war klasse. Voller Charme und Schalk war die ganze Aufführung ein echter Stadtgenuss. Und auch die vorher besuchte Ron Mueck – Ausstellung wars wert: kleine und überlebensgrosse Menschen, unter ihnen „Dead dad“ standen, lagen und hingen da herum. Unfassbare Details und Echtheit bis ins letzte Härchen und Strumpfhosen alter urteilend schauender Damen. Ich krakelte in mein Skizzenbuch und war wieder ganz im Zeichnerelement. Und im Zoo war ein echtes Platypus und ich durfte Wombats, die sehr kompakt sind, einen Taetschler auf den Ruecken geben. Ob die Tiere alle so furchtbar gluecklich sind, weiss ich nicht. Aber ich hab halt doch gesehen, was ich in Tasmanien nicht mit einem Blick erheischen konnte. Die Orangutans haben mich schwer ins Denken gebracht. Durch unseren Palmoelkonsum, das sich in ganz vielen Standardprodukten findet, aber nicht erwaehnt werden muss, wird deren Lebensraum zerstoert und fuer Plantagen genutzt. Sie werden gequaelt, gemetzelt und verbrannt. Auf meinem Heimflug koennte ich auch dort Station machen und als Freiwillige arbeiten. Plaene kommen im Gehen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leo verhält sich, nun ja, ungesund. Er droht, mir den Hals umzudrehen, sollte ich meinen einmal erwähnten Plan umsetzen, wieder bei Peter Vernon in Ettrick Äpfel zu pflücken. Nachdem er es in der Mine nicht lange aushielt, will er nämlich nun genau das tun. Äpfel pflücken. In Ettrick. Überhaupt ist er sehr rastlos und wirkt unglücklich, was mir auch Robyn und Rolf bestätigten, bei denen er ein paar Tage Unterschlupf suchte. Alles traurig und ich wünsche ihm nur das Beste. Der Alkohol, der Alkohol. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Melbourne ass ich im Restaurant „Lentils as anything“. Dafür fuhr ich eine halbe Stunde mit der Strassenbahn in den Stadtteil St Kilda, am Meer mit Sandstrand und Pier. Das besondere daran ist, dass das Restaurant von Freiwilligen geführt wird. Die Freiwilligen sind Immigranten, die hier noch nicht recht Fuss fassen konnten. Sie unterstützen sich, kriegen Kurse in Englisch und auch um ihre Berufsfähigkeiten auszubauen und in einen richtigen Job zu kommen. Man kann auch gern als Frewilliger mithelfen und eine Runde Geschirr spülen oder sonst aushelfen. Am faszinierendsten aber ist, dass man sein Essen nach Gutdünken bezahlt. Jeder gibt, was er für richtig hält. Das scheint meist mehr zu sein als im gewöhnlichen Restaurant, manchmal aber auch gar nichts, so dass  es sich letztlich ausbalanciert. Über „Lentils as Anything“ gibt es eine mehrteilige Doku im Fernsehen und der Besitzer hat mittlerweile auch in anderen Städten Restaurants aufgemacht. Jedenfalls war mein japanischer Pfannkuchen, der vorwiegend aus Kraut besteht und mit Soyamayonnaise und Linsensosse besprengelt war, richtig lecker und ich gab aus meiner Sicher grosszügige 20 Dollar. Als Vornachspeise hatte ich ein Stückchen Guglhupf konsumiert, der viel, sehr viel gelobt wurde und das zu recht. Flüssig, schokoladiger Kern, das ganze ein Gedicht und ich war voll und nahm  ein Stück Pfannkuchen in Alu mit heim. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daheim war die Tage in Melbourne über das Häuschen der 87-jährigen Jean. Sie ist kein offizielles Couchsurfingmitglied. Ihre Tochter Sandra hatte ich auf dem Freycinet Track kennengelernt und sie bot mir ohne meine Nachfrage einfach ihr Bett an, während sie den Overlandtrack läuft. Natürlich musste ich an Jane Austen denken, als ich bei Jean Austin im Wohnzimmer sass und nach ein paar Minuten der unablässig schwätzende und riechbar angetrunkene Nicholas kam und nach Port oder Sherry fragte. Jean parierte gekonnt mit einer cup of tea, die er gerne haben könne. So sass man neben dem Pianoforte auf der Chaiselongue, guckte auf das Plumeau und die Feuerstelle und mimte Interesse an seiner Mixtur aus Lebensweisheiten und seinem kürzlich getanen Hausverkauf. Jane Austen in Reinform eben: die Damen des Hauses unterbrechen ihre Stickereien für den Besuch des sterbenslangweiligen verwitweten Vetters, den keine heiraten mag, den man aber mit Menschenliebe erduldet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kleiner Rückblick nach Tasmanien: Ich erhielt noch im Auto auf der Fahrt nach Launceston, als ich wieder mal Empfang hatte (alles andere als selbstverständlich in Australien) eine Nachricht von Vorn, der mich auf seine Couch für die Nacht in Launceston einlud. Ich hab es tatsächlich geschafft, vom 20. Januar bis zum 4. Februar für keine einzige Nacht zu bezahlen und gerade deshalb eine phantastische  Zeit zu haben. Vorn ist selbst viel gereist, dreimal ein Jahr, und arbeitet nun als Lehrer für ein Weilchen bevor er sich wohl wieder auf Reisen macht, sobald er sein Masterstudium als Lehrer beendet hat. Man kann hier auch  als Bachelor unterrichten. Er will dann mit seiner Freundin irgendeine Reise gen archäologische Ausgrabungen machen und ich witzelte schon, dass ich ihn mit der Zahnbürste im Schlamm vor mir sehe. Ich war sein erster Couchsurfer und er wollte zurückgeben,  was er durch soviel Couchsurfen erhalten hat: tolle Unterkünfte, Freunde, Bier, Parties und gutes Essen. Er ist ein Outdoorfreak, sehr sportlich und sonnig und wir hatten einen sehr netten Abend mit der Frisbee an der berühmten Cataract Schlucht, leckerem Gemüse und  von mir zusammengebatztem Sushi und dem eigentümlichen Film „Babel“. Peter, der andere Couchsurfer aus Singapur fiel nicht weiter auf... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Früh wurde ich in die Stadt kutschiert und von dort von Billie zum Flughafen gefahren. Was für eine offene, lebensfrohe Person. Wir hatten eine sehr muntere Autofahrt und einen guten Flug zusammen und skizzierten unsere Leben und Erfahrungen. Gesundes Essen, Bewegung, Lebensfreude, da lässt sich gut eine Unterhaltung für einige Stunden bestreiten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder in Mount Tamborine wurde ich sehr herzlich von meiner Familie Elizabeth, Vaughn, Xavier und Zane mit einem frisch bezogenen Bett empfangen. Ich war an meinem alten Arbeitsplatz, wo ich am Sonntag wieder richtig anfange und alle meine wilden Geschichten von meiner kleinen Reise hören wollten. Das Apfelpflücken habe ich sehr vermisst, aber ich halte mich doch an mein Versprechen, noch für Bungunyah zu arbeiten. Ich rief meinen alten Chef Peter Vernon an, und werde nun wohl etwas später gen Äpfel fliegen und damit meine vom Reisen geschundene Kasse auffüllen. Ich bezweifle, dass Leo noch dort sein wird, selbst wenn er in der nächsten Zeit nach Neuseeland fliegen sollte. Ich habe mich für einen Nebenverdienst als private Putzfrau beworben und hoffe, dass da noch was rausspringt. Ein Fahrrad versuche ich mit einem Aushang und Rumfragen zu organisieren, will ich doch nicht immer Elizabeth und Vaughns Ute leihen. Ich war gestern nach einiger Zeit wieder laufen und da Vaughn doch sehr viel Erfahrung im Fitnessstudio hat, habe ich beschlossen, das mal auszuprobieren und mit ihm zu trainieren. Er sagt mir schon, was gut für mich ist. So bin ich voller Energie, fit und drahtig für neue Abenteuer, jiha!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt haette ich beinahe mein kleines Melbourneerlebnis vergessen. Am ersten Tag in Melbourne lief ich heim. Es war Rushhour und ich lief durch eine Strasse mit stehenden Autos, in jedem ein Fahrer, grau, abgeschlafft von einem Tag im Buero noch eine gute Prise Abgase zu sich nehmend. Ich lief sehr beschwingten Schrittes, hatte meinen MP3-Player im Ohr und es passierte, was mir manchmal widerfaehrt: das Glueck, das schiere Glueck. Ich sang lauthals in all dem Stadtlaerm meine Songs vor mich hin, strahlte die Fahrer an und feierte das Leben. Und wer lachte zurueck, ganz freudig und verstehend? Inder. Einige Inder sassen da als Beifahrer in meist grossen Autos irgendwelcher Bauunternehmen. Es gibt da ein paar Weisheiten in der Welt, die sind in Indien weit besser angekommen als in der westlichen Welt, will mir scheinen. Dass das Leben eines zum Feiern ist und dass man nicht allzu ernst nehmen sollte. Und schon gar keinen Stau. Und dass Momente kostbar sind und man sich selbst dafuer entscheidet, gluecklich zu sein und nicht die Umstaende.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-4110723065224038392?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/4110723065224038392/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/02/radikale-dankbarkeit-tut-not.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/4110723065224038392'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/4110723065224038392'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/02/radikale-dankbarkeit-tut-not.html' title='Radikale Dankbarkeit tut not!'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S3S45VgpVtI/AAAAAAAAAxk/XvvslANLeQ8/s72-c/IMG_0584.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-5717994024203910021</id><published>2010-02-08T15:34:00.000-08:00</published><updated>2010-02-08T15:40:06.876-08:00</updated><title type='text'>Busy in Melbourne</title><content type='html'>Exklusiv, auf echt-zeit, sobald Frau P. aufgehört hat, in Melbourne herumzurennen. Ein gestreicheltes Wombat, ein beglotztes Platypus, eine Morddrohung von einem Exfreund, sollte sie Äpfel in Neuseeland pflücken, ein Kammerkonzert und das Singen gegen die Rushhour (was neben der Autorin vor allem Inder sehr glückbringend finden), der Aufenthalt bei der 87-jährigen Jean Austin und das Gekritzel eines Rembrandt in mein Zeichenbuch und die Frage, warum nicht alle Vögel aufs Land ziehen. Wie weiter? Hm, das weiss nicht mal Frau P. selbst. Aber sie schreibt, bald, versprochen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-5717994024203910021?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/5717994024203910021/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/02/busy-in-melbourne.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/5717994024203910021'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/5717994024203910021'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/02/busy-in-melbourne.html' title='Busy in Melbourne'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-238432371345150465</id><published>2010-02-04T17:00:00.000-08:00</published><updated>2010-02-04T17:12:28.484-08:00</updated><title type='text'>Des Lebens beste Pläne</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2tvqOcdGkI/AAAAAAAAAw8/5KE0yDQa0V0/s1600-h/IMG_0496.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2tvqOcdGkI/AAAAAAAAAw8/5KE0yDQa0V0/s200/IMG_0496.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5434560146575268418" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2tvpgkAMCI/AAAAAAAAAw0/9hz2ZRzD6GM/s1600-h/IMG_0528.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2tvpgkAMCI/AAAAAAAAAw0/9hz2ZRzD6GM/s200/IMG_0528.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5434560134258896930" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2tvpQerjSI/AAAAAAAAAws/1rZsXdNosJU/s1600-h/IMG_0506.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2tvpQerjSI/AAAAAAAAAws/1rZsXdNosJU/s200/IMG_0506.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5434560129941605666" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2tvo1fAgNI/AAAAAAAAAwk/JlouEc2fJjI/s1600-h/IMG_0475.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2tvo1fAgNI/AAAAAAAAAwk/JlouEc2fJjI/s200/IMG_0475.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5434560122695221458" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2tvoQGSUdI/AAAAAAAAAwc/FG1So5hUSFo/s1600-h/IMG_0509.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2tvoQGSUdI/AAAAAAAAAwc/FG1So5hUSFo/s200/IMG_0509.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5434560112659419602" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Pläne, die das Leben für mich macht, sind viel besser als meine eigenen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Jo wurde ich sehr herzlich verabschiedet. Wir hatten richtig viel Spass, genossen die drei Abende zusammen sehr mit Steve und dann mit guten Filmen („Charlie und Boots“, ein australisches, sehr witziges Roadmovie, „Stanley und Iris“ und „The Holiday“, einer meiner Lieblingsheulfilme). Wir grillten Gemüse, das ich heimbrachte und einer der Hunde, Nina, stahl und einen Laib Fruchtbrot, das ich heimgebracht hatte. Wir haben uns im Supermarkt an der Kasse mit dem garantiert langsamsten Kassierer aller Zeiten, der auch noch meine Zucchini auf den Boden warf, schief gelacht und konnten kaum an uns halten und starrten daher gebannt auf den Parkplatz. Das musste ich mit „Sehr schöner Parkplatz hier“ kommentieren, was den Nachbarkassierer blitzschnell zu uns schauen und Jo vor Lachen losbrüllen liess. Das hatte alles etwas von der Qualität alter Freunde und wir lobten uns gegenseitig mächtig auf Couchsurfingprofil der jeweils anderen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Bus brachte mich in den Freycinet Nationalpark an der Ostküste Tasmanien, wo ich eilig meine Sachen umpackte und einschloss und mich hurtig auf den Weg machte. War es doch schon drei als ich dort ankam und mein Führer sprach von bis zu fünf Stunden Wanderung zu meinem Campingplatz am Strand. Die Strände dort sind gigantisch, mit riesigen Muscheln, Krabben, meist tot und einem toten Pinguin. Der Sand ist weiss, das Wasser sehr klar, grün ins Blaue übergehend und ich musste natürlich auch einen  kleinen skinny dip einlegen bevor ich nach weniger als vier Stunden am Zeltplatz ankam wo ich auf die Melbourner Sandra und Devon traf. Die beiden sind Bekannte aus dem Bushwalkingclub und wir hatten eine nette Campingbekanntschaft mit geteiltem Essen, das sich somit in mehrere Gänge für alle verwandelte. Wir reden hier von getrockneten gekochten Früchten und Pudding zum Nachtisch. Luxus pur! Fand auch ein Wallaby, das sich sogar von uns streicheln liess und in der Nacht ums Zelt strich. Vielleicht warens auch Possums, die Devons Müllsack sauberleckten. Der nächste Tag ging über einen kleinen Berg, Mount Graham (579 m), den ich auch ganz beherzt erklomm. Oben genoss ich die Aussicht auf beide Seiten der Halbinsel und plauderte mit einem Engländer und einen Kiwi und wir teilten zwei Kekse, die mir Sandra mitgegeben hatte. Bis ich Blut über meinem linken äusseren Knöchel sah. Ich hatte zuvor nichts gespürt und wusste nicht, woher es kam. Genauere Untersuchung brachte eine Wunde zu Tage, klein und eben blutend. Ich dachte an einen Kratzer, der Kiwi meinte, das könnte ein Schlangenbiss sein und ich war leicht beunruhigt. Ich guckte genau, aber es sah doch alles nach Kratzer aus. Er meinte dann, ach selbst wenn, man könne mich ja tragen und das Gift sei hinten am Kopf der Schlange, das hätte mich bestimmt nicht erreicht. Alles nicht überzeugend. Ich traf auf eine weiter kleine Gipfelstürmergruppe, die Jungs erzählten mir von einem Freund, der den Biss auch nicht spürte und daheim in der Dusche zusammenbrach. Aber nein, das sehe nicht nach zwei Löchern aus, das werde schon nichts sein. Ähm... ja. Nun soll man bei Schlangenbiss stillsitzen und sich nicht anstrengen, verbinden, Glied unterhalb des Herzens halten und auf Hilfe warten. Aber ich war auf dem Gipfel eines Berges, wo kein Hubschrauber hätte landen können und auch sonstiges  nicht weiter fruchtbar schien. Nach einer Stunde kriegt man normalerweise richtig Probleme, mit starkem Schwindel und Halluzinationen. Ich beschloss, weiterzulaufen, wissend, dass der Kiwi und der Engländer den gleichen Weg liefen und mich aufsammeln könnten. Ich lief wie eine Blöde, fand den Weg lächerlich einfach und überhaupt nicht wild und vertikal fallend wie im Führer beschrieben. Nach einer Stunde war immer noch alles gut, der Kratzer sah immer noch aus wie zuvor und ich dachte über mein Leben nach. Ein richtig gutes Leben, mit viel Freude und Wärme und Spass und Erlebnissen. Keine Reue. Aber ich will noch mehr davon und ich gestehe, eine Art Stossgebet gedacht zu haben. Immer weiter, ich  bin stark, ich kann das, es war keine Schlange. Ein eigentümlicher Zustand. Und dann, kurz vor meinem nächsten Campingplatz kamen mir Sandra und Devon auf der Suche nach Wasser entgegen und er meinte nur, nein, ich brauche keine Hoffnungen auf ein frühes Heldengrab haben, das sei ein Kratzer, sonst hätt ich schon was gemerkt nach der Zeit. Ich war sehr, sehr erleichtert und ging an den Strand, wo mich vor allem die gute alte Erkenntnis nachgerade überschwemmte: ich brauche nur leben und glücklich sein, das ist mein Job hier auf Erden. Leben und alles ist gut. Ein weiteres feines Dinner und alles schien mir bunter, besser und wunderbarer als je. Selbst als der einundsiebzigjährige Devon wieder mal damit anfing, dass in Mitteleuropa wohl nichts ordentlich wächst und wir daher kein Obst und Gemüse haben und wohl wiederum deshalb so viel Fleisch essen, fand ich es nur noch grossartig. Sandra meinte, sie gebe mir gleich ihre Adresse und malte mir auf, wie ich zu ihrem Haus fände. Sie ist 41 und lebt mit ihrer Mutter. Da sie nun aber hier in Tasmanien den Overland Track laufe, könne ich doch wohl gut in ihrem Bett schlafen. Sie riefe die Mutter an und ich könne dann gleich vom Flughafen aus dorthin und auch ein Fahrrad stehe für mich bereit. Ich war hingerissen. Die beiden wollten auf einer Aussichtsplattform campieren bevor sie morgen den Bus um sieben in der Früh nehmen. Nun patroullieren dort aber mehrere Ranger und zelten ist dort verboten. Ich war mir nicht sicher, ob sie sich einen Gefallen tun, aber ich werde später mehr erfahren, wenn sie mir Photos schicken, auf denen ich allzu zahme Wallabies streichle. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wanderte also aus dem Nationalpark gen Besucherzentrum, um mein Zeug zu holen, wurde aber gleich in einem Auto am Parkplatz mitgenommen und auch vom Besucherzentrum hatte ich in fünf Minuten eine Fahrt per Anhalter ins kleine Örtchen Coles Bay arrangiert. Dort ging ich in den Supermarkt für ein selbstgebasteltes Mittagessen mit Guacamole, Fladenbrot, Tomate und Thunfisch (soll mal einer sagen, ich esse nicht gut auf Reisen!) und setze mich auf eine Picknickbank am malerischen Strand. Ich plauderte mit einem Touristenpaar, das mir aber nicht allzu nett schien, so dass ich sie intuitiv nicht nach einer Mitfahrgelegenheit fragte. Kurz darauf kamen Bernard und Margret, die weiter in den Norden nach St Helens wollten und mich gerne mitnahmen und nette Unterhaltung waren. Es war halbfünf Abends und ich hätte gut in St Helens übernachten können, von dort wäre sogar am nächsten Tag in der Früh ein Bus gefahren, wenn auch nur einer und der sicher sündteuer, da es sich um eine private Gesellschaft handelt. Ich guckte kurz ins Internet, ging aufs Klo und dachte mir, ach, ich hab doch nichts zu verlieren, vielleicht kann ich mir nochmal eine Fahrt organisieren. So schlenderte ich mit meinen beiden Rucksäcken gen Ortsausgang und traf auf zwei Leute in der Nähe eines Autos, die ich ansprach, wo ich denn von hier am besten nach Launceston weiterkäme. Ach, meinte der jüngere Kerl, einfach, da vorn ums Eck, ist aber mit der kurvigen Strasse noch drei Stunden, aber mich nähme bestimmt wer mit. Sie meinte, sie fahre in einer halben Stunde in die Richtung, allerdings nur 20 Minuten weiter, wo sie wohne, sie nähme mich aber mit, wenn ich noch dort wäre. Alles gut und schön, ich lief also um die Kurve und streckte meinen Daumen in den Wind. Einmal. Dann kam sie angefahren, war doch alles viel schneller als gedacht, meinte sie, sie nähme mich nun mit. Ich war ein wenig am Überlegen, was ich denn in diesem kleinen Ort, der nicht mal auf der Karte war, tun würde. Aber ich beschloss, nicht zu grübeln. So kamen wir ins Plaudern. Jaja, sie wohne hier, sie arbeite aber in Western Australia, habe nun nur frei. Nach Launceston, ach, das könne mich einen Tag kosten, dorthin per Anhalter zu fahren. Sie fahre aber morgen dorthin, aber eine andere Strecke. Jaja, ich müsse zum Flug, mir sei das wurscht, auf welcher Strecke. Flug, ja sie auch. Wann? Fünf vor zehn übermorgen. Jetstar? Melbourne? Ja, sie auch. Na, ich könne ja in ihrem Bungalow neben ihrem Häuschen schlafen, sei nur etwas staubig, sollte wohl vorher staubsaugen. Zu essen sei genug im Haus und im Garten, sie sei auch wwoofgastgeber und habe hier ihr Land mit eigenem Fluss. Billie ist ihr Name und ich konnte mein Glück nicht glauben. Es lief alles wie am Schnürchen und nun fahre ich sogar morgen nach Launceston und am Tag darauf direkt zum Flughafen. Ich habe dann in  Tasmanien für höchstens eine Übernachtung bezahlt und das könnte morgen sein. Das Leben hat da einen verdammt guten Plan für mich!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-238432371345150465?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/238432371345150465/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/02/des-lebens-beste-plane.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/238432371345150465'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/238432371345150465'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/02/des-lebens-beste-plane.html' title='Des Lebens beste Pläne'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2tvqOcdGkI/AAAAAAAAAw8/5KE0yDQa0V0/s72-c/IMG_0496.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-9199296279797533999</id><published>2010-01-28T20:17:00.000-08:00</published><updated>2010-01-29T00:19:33.434-08:00</updated><title type='text'>Overland Track</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2KaB9ei21I/AAAAAAAAAwU/2ZTuOyZCfwA/s1600-h/IMG_0437.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; 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margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2KDCYNihnI/AAAAAAAAAvk/Pzud4I3TuPU/s200/IMG_0427.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5432048177444456050" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2KDB1WlG5I/AAAAAAAAAvc/kiQjbDW-JUA/s1600-h/IMG_0418.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2KDB1WlG5I/AAAAAAAAAvc/kiQjbDW-JUA/s200/IMG_0418.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5432048168087133074" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2KDBFICbPI/AAAAAAAAAvU/X_6Quk5qsbI/s1600-h/IMG_0385.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2KDBFICbPI/AAAAAAAAAvU/X_6Quk5qsbI/s200/IMG_0385.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5432048155141238002" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2KDAix64zI/AAAAAAAAAvM/JtGFMD7axfs/s1600-h/IMG_0363.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2KDAix64zI/AAAAAAAAAvM/JtGFMD7axfs/s200/IMG_0363.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5432048145921663794" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ui, das ist jetzt ein bisschen viel. Ich komme aus dem Busch gestolpert und glaube zu wissen, was weiter so ungefaehr passieren wird. Ich werde Lyn und Phil wiedertreffen und mit ihnen durch Tasmanien gondeln und dann werde ich nach einem Abstecher in Melbourne zu meinem Job zurueckkehren. Nein, so kommt es nun nicht. Lyn und Phil sind mit Freunden auf einer Yacht unterwegs und mein Job wird von einem Koch besetzt, der auf einmal angeschneit kam. Aber man koenne mir moeglicherweise 20 Wochenstunden geben. Ach. Ade, finanzielle Sicherheit und zurueck zum engagierten Sparen, das ich sowieso nie aus den Augen liess. Ausserdem gab es in Hobart Rettung. Jo, eine Couchsurfergastgeberin hat mich gleich ganz lieb aufgenommen und waehrend sie in einem Laden fuer Autoteile schuftet, sitze ich an ihrem Heimcomputer und organisiere um. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was aber hat sich auf dem vielgepriesenen Overland Track ereignet, mag sich der interessierte Leser fragen. Es schuettete als ich mit dem Bus an meinem Anfangsvisitorcentre ankam. Da kam es sehr gelegen, dass in der Naehe ein Tasmanian Devil Sanctuary ist und ich doch nach Tasmanien gekommen bin, um mindestens einen Teufel zu sehen. So konnte ich den kleinen ueberaus flauschigen Tierchen sogar eine Streicheleinheit am Hintern verpassen, die sie sichtlich unberuehrt liess. Die Kerls leben allein, von einem Wurf mit haufenweise winzigen Teufeln ueberleben nur vier und die haengen an der Mutter so lange bis sie schliesslich deren Futter wegfressen. Menschen haben Teufel noch nie angefallen und daher ist der Name auch recht eigentuemlich fuer die wirklich niedlichen Tiere. Sanctuaries wurden in  Tasmanien eingerichtet, da die Tiere an einem Gesichtstumor leiden, der gleich 70 bis 80 Prozent der gesamten tasmanischen Teufelbevoelkerung ausradiert hat. Nur an der suedlichen Westkueste gibt es noch einen gesunden Genpool und man hofft, dass das auch so bleibt, indem eine geplante Strasse dorthin nicht gebaut wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach den Schuettereien bei den Teufeln wurde es gleich bedeutend besser, ganz wie ich es geplant hatte und ich darf auch gleich verraten, dass sich daran bis zum Ende meiner Wanderung nichts geaendert hat. Bestaendig erzaehlte ich anderen Wanderern, dass ich eine Verabredung mit dem Wetter habe und sie taten wirklich gut daran, sich an mich zu halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach, der Trip war nett. Die Huetten hatten zwar keine Matratzen, aber so hatte ich wieder mal Gelegenheit, Loblieder auf meinen Schlafsack und vor allem auf meine Thermarestmatte singen zu koennen, die uebrigens sehr beliebt bei allen Wanderern zu sein scheint. Es gab viel zu sehen und auch immer wieder interessante Gesellschaft, starten doch taeglich 34 Personen auf dem Track, der in Listen der weltweiten Toptracks oft unter die ersten fuenf kommt. Ist verstaendlich. Der Pfad ist klar erkennbar, man stolpert mehr ueber Holzplanken als Felsen und die Landschaft ist abwechslungsreich. Uebertriebene Fitness braucht man nicht und so hatte ich auch genug Zeit, morgens noch ein wenig in der Huette herumzuplaudern anstatt wie auf Stewart Island gleich beim ersten Tagesdaemmer noch mit Taschenlampe loszurennen, um es unbedingt noch durch den Matt bis zur Huette am Abend zu schaffen. Das war ein anderes Kaliber. Als ich noch jung war ;). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wollte die Zeit zur intensiven Besinnung ueber weitere Lebensplaene nutzen, ertappte mich aber dann doch viel mehr bei der Rueckschau auf mein bisheriges Leben, das ich vor allem Lucas erzaehlt, einem 27-jaehrigen Kanadier, der als cabinetmaker durch die Welt reist. Lucas trinkt gerne und viel, wie er frei gesteht. Im frei gestehen ist er ueberhaupt gut, ein netter, gerader und humoriger Typ, mit dem ich mich herrlich ueber einen deutschen Studenten amuesieren konnte. Robert, der Deutsche, hatte jedes Graemmchen abgewogen und guckte mit seinem mitgebrachten deutschen Kartoffelbrei doch immer sehr hungrig auf unsere reichen Maehler mit selbstgebrauten Suppen, Fisch und frischem Gemuese. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Derart gestaerkt schlugen wir uns durchs Gebuesch auf weniger ausgetrampelten Pfaden. Aber wir waren trotzdem sehr vorsichtig. Nicht nur, weil wir mehreren Giftschlangen begegneten und Lucas gar versehentlich auf eine trat, sondern auch, weil ueberall cushion plants wachsen, die sich von einem Stiefelabdruck erst nach durchschnittlich dreissig Jahren erholen. Sieht kuschelig aus, so eine Pflanze, mit vielen kleinen Pflanzen, ist aber dann doch sehr kratzig, wie ich vorsichtig mit einem Finger austestete. Ansonsten waechst ueberall das buttongrass, ein hohes Gras, das auf Feuer angewiesen, um immer wieder abzubrennen und neu zu sprossen. Auch die Eukalyptusbaeume moegen Feuer, eine Theorie ist, dass sie die Rinde abwerfen, um Feuer zu ermutigen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An all die Menschen gewoehnt kamen kleine Wallabies, sogenannte pandemelons und igelaehnliche echidnae bis zur Huette. Die wie Rehe gesprenkelten Quolls, die wie eine Mischung aus Ratte und Katze aussehen warteten brav an den Wassertanks, da beim Abspuelen immer ein bisschen Essen abfiel. Possums warten da nicht lange, sie sind bekannt dafuer, dass sie gern mal eine Zeltwand durchbeissen, wenn sie Futter riechen. Und im Zelt geraten sie dann in Panik und machen einen Riesenreibauf und zeigen ihre kleinen Zaehnchen den armen verschlafsackten und daher nahezu unbeweglichen Menschen. Nein, da war ich doch irgendwie lieber in der Huette. Eine Nacht Zeltabenteuer mit Eisewind hat gereicht. Ich wachte dann mit Jacke und Muetze im Schlafsack auf...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich traf auf einen sehr attraktiven Wetteransager, auf fuenf fussballspielende Maedels, die bewirkten, dass ich mich wie ein rotwangiges Kindchen mit Lackschuehchen fuehlte bei soviel toughem Auftreten. Ich traf auf einen Tasmanier, der als Austausschueler herrliches Schwyzerdeutsch lernte und die siebenjaehrige Emma, die mit Papa und Au pair beachtlich auf Felsen herumkraxelte und sogar noch eine rechte Freude dran hatte. Vor allem Cyrus, der Ranger, war spannend. Er hat Kirschen und Aepfel gepflueckt, betreut den Track und die Wanderer in der Saison von November bis April und stuerzt sich in der restlichen Zeit ins Reisen und in Projekte. Letztes Jahr hat er im Garten seiner Mutter das groesste Tipi gebaut, das er je gesehen hat, in diesem Jahr will er Streckenparagliding lernen. Er ueberlegt, sich noch als Friseur und Portraetzeichner zu trainieren, um im Zustand des Abgebranntseins ein paar schnelle Dollar in der Fussgaengerzone machen zu koennen. Witziger und sehr netter Kerl, dem wirklich an der Umwelt liegt. Er hat nicht viel Zeug, hat er erzaehlt. Ein paar Shirts und zwei Unterhosen, berichtete er vor der Huette. Felicity, die dort Huettenwart ist, sah verschreckt auf. "But they are good ones", warf er daraufhin eilig ein und wir warfen uns fast ins Buttongrass vor Lachen. Ein klein wenig recht hat er ja. Merinoklamotten kann man wirklich sehr, sehr lange anziehen ohne dass sie stinken. Mein Shirt hat mich wieder eine Woche warm und trocken gehalten. Nur fuer die Haare ist noch kein kein Reinigungskraut gewachsen, das die Umwelt nicht verpesten wuerde und so war bald das wirklich erschreckende Stadium erreicht, wo die Haare auch nach Entfernen des Zopfgummis am Abend ihre genaue Position am Kopf behielten. Ohja, da hoere ich ein berechtigtes iiiiiiiiiih! Ist aber alles wieder gut, bin ich doch in der Zivilisation sofort in einem schicken Zimmer gelandet, das Jennifer, eine Bekannte aus Alaska bezahlt hatte. Sie wurde abgeholt und nutzte es daher nicht und da sie schon gezahlt hatte, kam ich in den Genuss. Zudem campte das Rentnerpaar Dennis und Mem neben mir, die mich zu ihrem leckeren Nudelabendessen einluden und mir Waescheklammern liehen, um die mit von den Franzosennachbarn geschenktem Waschmittel gewaschenen Klamotten aufzuhaengen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da war es dann auch wieder in Ordnung, dass ich 35 Dollar fuer die Faehre bezahlt hatte. Es handelte sich um ein kleines Boot fuer maximal 23  Passagiere. Und da der Kapitaen das Schiffchen oft lenkt, suchte er sich jemanden, der das fuer ihn uebernehmen koennte. Da war ich auch gleich dabei, lenkte das Boetchen souveraen ueber den See und am Ende rammte ich munter den Steg, da der Wind sich ein Vergnuegen machte. Ist nichts passiert und zumindest ich hatte viel Spass. Spass hat auch Seltendummerhase verbreitet, der aus meinem Rucksack lugte und auf jedem Gipfel dabei war und zu Spruengen in die Wasserfaelle ansetzte. Mit Bunny wie er hier heisst zu reisen, heisst, dass ich mich in ganz ungewohnt alberne Gespraeche verstricke und so mit noch groesserer Leichtigkeit die interessanten von den faden Menschen ausfiltere. Wer sich nicht Bunny abgeben will, ist auch meiner Unterhaltung nicht wuerdig, so!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine britische, 42jaehrige Wanderbekannte, die in Townsville, Queensland, Medizin studiert, meinte zum Abschied, es sei sehr inspirierend, mich kennengelernt zu haben. Ich wuerde das Leben wirklich lieben. Was fuer ein schoenes und wirklich von ihr vollstaendig unerwartetes Kompliment!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leo hat sich in einer Leoaktion nach Brisbane geflogen und seinen Job verlassen, um sich meiner zu versichern. Natuerlich bin ich nicht dort und hatte ihm schon nach seinem letzten mehrtaegigen Saufabenteuer gesagt, dass ich mir ein Leben mit einem derart aktiven Alkoholiker nicht vorstellen kann. Da hilft auch nicht, dass er mir Kompass, Seife und Wandersocken geschickt hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Hobart bin ich mit dem Bus angekommen und sofort zu Jo(anna)s Arbeit gelaufen. Dort wurde mein Rucksack abgestellt und ich guckte Gitarren an, hatte ich doch am letzten Wandertag immer ein munter Lied auf den Lippen und haette doch gerne Begleitung. Klaviere sind doch nicht ganz reisetauglich. Mag also sein, dass ich bald mit Gitarre herumtingle. Jo hatte gestern einen anderen Couchsurfer, den 60jaehrigen Briten Steve zu Gast, der zum Braten Wein brachte. Die beiden betranken sich ordentlich und ich war wie immer mit meinem Wasser beschaeftigt. Wir hatten eine muntere Unterhaltung ueber Lebensplaene und das Reisen, das wir alle drei intensiv betrieben haben. Hat man erst einmal richtig damit angefangen, sieht man vielleicht sein Leben mehr in verschiedenen Reisestationen. Jo und ich flirteten wild mit dem wachen, attraktiven Steve und ich fuehlte mich von seinem Abschiedskuss und mehr noch seiner Einladung mit ihm Mitte Februar durch Neuseeland zu reisen, sehr geschmeichelt. Erst muss er nun einen zweiwoechigen Paraglidingkurs absolvieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Peter, mein Apfelchef, beharrt darauf, dass ich jederzeit gern wiederkommen kann. Verlockend, das. Ich wuerde gerne nochmal so lange in den Baeumen ueber mein Leben nachdenken!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber, ja, es stimmt, irgendwie fuehlt sich diese Reise an, als wuerde sie bald gen Deutschland muenden, wo ich mich unglaublich auf eine feine Skitour, vor allem aber auf Freunde freue. Doch der Gedanke, mich wieder auf Jahre an einem Ort niederzulassen ist gerade sehr, sehr ungewoehnlich fuer mich. Mal sehen, wohin ich meine Segel setze.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-9199296279797533999?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/9199296279797533999/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/01/overland-track.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/9199296279797533999'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/9199296279797533999'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/01/overland-track.html' title='Overland Track'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S2KaB9ei21I/AAAAAAAAAwU/2ZTuOyZCfwA/s72-c/IMG_0437.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-8336567678056451482</id><published>2010-01-16T16:08:00.000-08:00</published><updated>2010-01-16T16:49:59.101-08:00</updated><title type='text'>Tasmanien und wieder mal ein wenig Urlaub</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S1Jd9ru7bXI/AAAAAAAAAvE/FB95bptDaWs/s1600-h/IMG_0348.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S1Jd9ru7bXI/AAAAAAAAAvE/FB95bptDaWs/s200/IMG_0348.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5427503815227829618" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S1JafvVcUOI/AAAAAAAAAu8/N9DAAijG8Hk/s1600-h/IMG_0344.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S1JafvVcUOI/AAAAAAAAAu8/N9DAAijG8Hk/s200/IMG_0344.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5427500002263716066" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S1JafOHzGoI/AAAAAAAAAu0/tjPvD0NwBIM/s1600-h/IMG_0342.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S1JafOHzGoI/AAAAAAAAAu0/tjPvD0NwBIM/s200/IMG_0342.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5427499993348119170" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich sitze in Weymouth, an der Nordküste Tasmaniens, im Häuschen von Lyn, Phil und ihrem Hund Rosie und blicke aufs glitzernde Meer, sanfte Wellen und einen herrlichen Sandstrand. Ja, das ist ein Traum. Zumal meine Gastgeber alles dafür tun, dass ich hier wirklich viel sehe und eine ganz wunderbare Zeit habe. Gestern holte mich Phil vom Flughafen ab. Ich war einigermassen durch den Wind, der Hals noch nicht ganz genesen und die Nacht unter der Rolltreppe am Flughafen war mit meiner Matte und dem Händchenhalten mit Seltendummerhase zwar nicht schrecklich, aber doch nicht ganz so erholsam, wie sie hätte  sein können, zumal ich um vier auch wieder aufstand, hatte ich doch die Zeitumstellung von einem Bundesland ins nächste nicht bedacht. So war alles etwas müdigkeitsverschwommen für mich und ich bin auch hier nur fast vollständig wiederhergestellt. &lt;br /&gt;Am Flughafen in  Launceston, Tasmanien, testete ein Quarantänehund das Gepäck auf eingeschleppte Saaten. Netter, schlauer Beagle!&lt;br /&gt;Mein letzter Tag in Byron Bay verlief zögerlich: früh brach ich mein Zelt ab und starrte dann auf die Wellen, die kein gutes Surfen versprachen. Ich traf Dave, einen Rollstuhlfahrer wieder, der täglich den Wellen nachsieht. Ich hatte anfangs gedacht, dass er vielleicht in seine Vergangenheit schaut, in der er noch laufen konnte, aber ich glaube, das hat  er überwunden. 45, sehr fit, hat mehrere Häuser, arbeitet als Designer und meint, er wäre wohl einfach Bauarbeiter geworden ohne seinen Motorradunfall und wäre so oft wie möglich surfen gegangen. So, durch einen Irrtum, dachte er doch, der Skiklub, den er anrief war ein Wasserskiklub, nahm er mehrmals an den Paralympics teil, reiste viel nach Europa und Kanada, wurde Designer und renoviert mittlerweile sein sechstes Haus. Er surft sitzend und fährt mit Mountainbikereifen auch durch Sand und Schnee im Rollstuhl. Ich war beeindruckt von soviel Erreichtem und gut gelebtem Leben. &lt;br /&gt;Mit ihm traf ich wieder einmal auf jemanden, der Häuser kauft und verkauft. Die Gegebenheiten sind hier sehr anders und damit der Markt. Häuser sind nicht für die Ewigkeit und daher ihre Besitzer flexibler. Man baut, man baut um, man reist ab, man zieht woanders hin. Es gibt mehr Land, weniger Menschen und eine andere Lebenseinstellung. Die Menschen verlassen sich nicht auf den Staat, fühlen sich aber auch weniger reguliert. Australien ist etwas "schicker" als Neuseeland. Man hat eher ein neues Auto und ein Haus, das sich auch in der Nachbarschaft sehen lassen kann. Aber all das ist doch noch bei weitem nicht so wichtig wie in Deutschland wie ich auch mit vielen anderen Deutschen, vor allem solchen, die schon länger hier leben, festgestellt habe. Weniger arbeiten und mehr leben und weniger haben. &lt;br /&gt;Lyn und Phil haben ein hübsches, aber kleines Häuschen, ihr grösseres vermieten sie in der Stadt. Er arbeitete als Programmierer und tut das gelegentlich immer noch, ist passionierter Funker und internetfasziniert. Da stehen kaum Dinge herum, sie haben ihren selbstgebauten tollen Campervan, ein paar Bücher, ein Seakayak und vor allem eine unschlagbare Aussicht. Ich glaube, das ist der klassische nononsense Ansatz. Sie engagieren sich für die Umwelt und für andere, geniessen aber vor allem ihre Ruhe und die Möglichkeit zu reisen. Morgen werden wir gemeinsam auf einem Stück Land nahe Launceston campen, das sie vor einigen Jahren gekauft haben. Ein eigenes Stück Busch. Ich werde Socken und ein Taschenmesser erwerben, ist meines doch nach zehn Jahren treuer Begleitung verschollen. Nachdem ich den Overlandtrack gelaufen bin, werde ich nach Hobart fahren und dort zwei Tage das Küstenstädtchen angucken. Wir treffen uns dann auf halbem Wege und fahren auf der Insel herum zu den schönsten Flecken. Sollte sich was anderes ergeben, genüge ein Anruf, Hauptsache, ich hätte ein richtig gute Zeit in Tasmanien. Wieder einmal bin ich platt von soviel Gastfreundschaft und freue mich auf meine Zeit hier! Aber eines sehe ich jetzt schon: es sieht anders aus hier als in Neuseeland!&lt;br /&gt;Nach den besten Mangoes der Welt in Queensland mümmle ich hier an den besten Aprikosen der Welt frisch aus Lyns und Phils Garten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-8336567678056451482?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/8336567678056451482/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/01/ich-sitze-in-weymouth-der-nordkuste.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/8336567678056451482'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/8336567678056451482'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/01/ich-sitze-in-weymouth-der-nordkuste.html' title='Tasmanien und wieder mal ein wenig Urlaub'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S1Jd9ru7bXI/AAAAAAAAAvE/FB95bptDaWs/s72-c/IMG_0348.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-1165890559665657580</id><published>2010-01-14T01:26:00.000-08:00</published><updated>2010-01-16T16:02:41.839-08:00</updated><title type='text'>Gelobtes Land mit ungelobten Vorfaellen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S1JTiOdEfnI/AAAAAAAAAus/XOnMXdssT6s/s1600-h/IMG_0340.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S1JTiOdEfnI/AAAAAAAAAus/XOnMXdssT6s/s200/IMG_0340.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5427492348395552370" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Byron Bay - das vom lonely planet so bezeichnete gelobte Land ist erreicht. Da gibt es Yoga, Massagen und viel Esoterik, viele Farben und vor allem viele Touristen. Ich bin vor allem platt. Da ist ein Kratzen im Hals und ein Ziehen im Knie, es ist furchtbar heiss und auch die Wellen an meinem ersten Surftag waren eher mittelmaessig. Als ich ziemlich verschwitzt zum zentralen Campingplatz "First sun" wankte und nach einem kleinen Plaetzchen fuer mich und mein Zelt fragte, kam die Antwort, das koste 46 Dollar. Ich konnte nur Maulaffen feil halten und fragen: Are you joking? Nein, man scherze nicht, es sei Hochsaison. Nun bin ich zwei Kilometer ausserhalb des gelobten Landes in einem gelobten kleinen Pinienwaeldchen mit viel feinem Schatten und zahle 15 Dollar in der Nacht, womit ich doch viel gluecklicher bin. Der Gipfel der Freuden war erreicht, als ich meine Brille zur Optikerin brachte, um neue Pads einzubauen. Zehn Dollar wollte sie und ich solle in einer Viertelstunde wiederkommen. Als ich wiederkam, rannte sie hinter die Theke schraubte an der Brille herum und kam dann wieder mit einem zerbrochenen Glas. Ich war so entsetzt, dass ich nur noch ein OH SHIT! herausbrachte. Sie meinte, das Glas war irgendwie am Rahmen stecken geblieben. Entschuldigt hat sie sich aber nicht, sie meinte nur spaeter, als ich das ansprach, "I did approach you in an apologetic manner" und nebenbei hat sich dann ihre Kollegin um alle eiligen Notmassnahmen bemueht, die dazu fuehrten, dass ich nach zwei Tagen ein neues Glas in der Brille habe. Die zehn Dollar fuer die Pads wurden nicht mehr erwaehnt....&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ziemlich turbulent waren meine letzten Tage in Mount Tamborine. Waehrend der Arbeit rief mich Tuty, meine Gastgeberin von The Escarpment an, ich moege doch zurueckrufen, um Kosten zu sparen. Ihre versteht sich. Dann eroeffnete sie mir munter, dass da ein Schreinerwwoofer zu ihnen kaeme ich am naechsten Tag die wunderbare, heisse und mit Muecken nur so singende Waschkueche verlassen muesse. Ich faende schon was anderes. Ich war freilich platt, war doch verabredet, dass ich die folgenden beiden Tage Vollzeit auf ihre Kinder aufpassen sollte. Ich rief bei Elizabeth und Vaughn an, die mir schon zuvor angeboten hatten, dass ich bei ihnen wohnen koenne und sie immer ein Plaetzchen fuer mich haetten. Sie nahmen mich sofort auf, liehen mir ihren Ute (Auto mit ordentlicher Ladeflaeche) und ich zog um. Bei Tuty war dann auch keiner da, ausser dem Baby Daniel, das man laessig im Zimmer eingesperrt hatte und das sich die Augen aus dem Kopf heulte. Sehr schoen! Alle sind jedenfalls entsetzt ueber den abrupten Rausschmiss, Carolynne, die Managerin so sehr, dass sie sich nun doch ernsthaft um einen neuen Job umsehen will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe noch eine Weile ueber meine Rueckkehr auf den Berg nachgedacht und mich nun dafuer entschieden. Ich bin zwar keine Kuechenhilfe aus Leidenschaft, aber meine Kollegen sind so nett und wir haben soviel Spass, dass ich ein wenig mehr Arbeit gern in Kauf nehme, kann ich dann doch meine vier Wochen Urlaub geniessen und verbringe keine allzu unruhige Zeit, weil meine Ausgaben hoeher als erwartet sind. Und meine nette Familie ist doch wirklich sehr lieb. Sie nahmen mich am Sonntag auf einen chaotischen Trip, um grosse Holzbretter fuer ihre Kueche zu erwerben, die sie auf Ebay entdeckt hatten. Dazu sollte ich sagen, dass als ich am ersten Tag in ihrem Haus am Abend heimkam, gleich mal zwei Waende fehlten, die ihr ueberaus sportiver Freund Dave eben mal rausgehauen hat. Das soll nun auch munter so weitergehen. Aehnlich wie in Neuseeland baut man hier Haeuser nicht fuer die naechsten Generationen oder gar Naturkatastrophen, sondern eher in der Manier, in der man ein Zelt aufstellt: kann ja morgen schon wieder alles ganz anders positioniert werden! Dazwischen koenne man in einem Campingladen halten und ein Zelt kaufen. Keiner wusste, wie wir an unseren Bestimmungsort kommen sollten und Elizabeth war zwischen zwei Kindersitzen derart eingeklemmt, dass Vaughn darum bangte, dass eine Vollbremsung sie ihrer Schultern entledigt haette. Es dauerte alles drei Stunden laenger als gedacht, aber letztlich war doch alles gut und ich habe ein leuchtendoranges Zelt, nachdem das von Leo nicht mehr bewohnbar ist. Ich hatte ihm gleich gesagt, dass Zelte, auch wenn man in ihnen eine Nacht durchzecht hat, kein grosser Freund von Waschmaschinen sind. Leider hat Leo auch in seinem neuen Job wieder einen kleinen Trinkausflug unternommen, als er ein paar Tage frei hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daniel, einer unserer Koeche, hat mich nach Byron  Bay chauffiert, was mich sehr geruehrt hat. Er faende es hier sehr schoen und ein Tag mit seiner Freundin hier waer doch fein, bevor sie nach Brisbane fahren, das zirka hundert Kilometer entfernt ist. Das macht meine Arbeit einfach wieder wett, das Fluchen ueber den stumpfen Kartoffelschaeler, mit dem ich eimerweise Kartoffeln schaelen soll, die Hitze, die streikenden Maeher (ich hasse unseren Amateurfadenmaeher im Dauerstreik, die hier uebrigens whippersnipper heissen), all das sind nur amuesante Erinnerungen. Letztlich schmilzt das zusammen und die Menschen und ihre Liebenswuerdigkeit bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute hatte ich meinen ersten guten Surftag, liess doch der Wind nach und die Wellen waren bestaendig und gut fuer meine Anfaengerfaehigkeiten. Ich zahle zwanzig Dollar fuer einen halben Tag Brett und als mir heute eine Finne davonschwamm, war das auch gar kein Problem fuer die Verleiher. Ich koenne zum Trost gern noch ein Bodyboard fuer eine Weile kostenlos leihen... Tat ich mit sehr viel Begeisterung, wie man sich denken kann!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Zelt ist dank Opshop fast zur Luxusherberge geworden, hab ich doch ein Bettlaken fuer zwei Dollar erworben und meine Matratze mit Klamotten unterpolstert. Der hiesige Bauernmarkt hat mir tolle Fruechte beschert, vor allem eine leckere Mango, die ich mit Tony, meinem Busfahrerbekannten an einer Haltestelle teilte. Er gibt mir normalerweise Surftipps und chauffiert mich zu meinem Campingplatz, wenn das perAnhalterfahren nicht ganz hinhaut. Am Ende war wieder viel Freude und ich bin sehr gluecklich, bald nach Tasmanien zu kommen. Tassi soll Neuseeland arg aehneln. Mein Heimweh nach Neuseeland kommt immer wieder durch und da bitzelt auch immer wieder der Traum von einer kleinen Biofarm nahe Christchurch durch. Auch wenn ich Euch Deutsche sehr um den Schnee beneide... Ich hoffe, die naechsten Tage von meiner Schlappheit zu genesen und wie gewohnt munter zu sein. Die letzten Wochen waren doch sehr, sehr anstrengend und mein Koerper wollte eine Pause, die er wirklich verdient hat. Morgen noch ein wenig mehr Surfpflege und Luxusbiominzseife!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Campingplatz gibt es die supercoolen surfer, den auf Drogen schwebenden Althippie, den geschiedenen Penibelzeltfanatiker und die chaotischen Englaender, denen gerade das Geld ausgeht neben zwei Italienern, die viel zu viel kochen und mich mehrmals zum Essen einluden und einem Franzosen, der in seinem Leben noch nichts Schoeneres gesehen hat als den Overlandtrack. Alles da, alles bunt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Busgesellschaft ueberredete mich nach einem Tag Buchung, dass ich nun wirklich den Bus zwei Stunden frueher nehmen sollte. Der um viertel nach sechs brauche viel zu lange, ich muesse umsteigen, das sei doch nix. Und man wolle doch glueckliche Kunden. Aha. It is a strange, strange world!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-1165890559665657580?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/1165890559665657580/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/01/gelobtes-land-mit-ungelobten-vorfaellen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/1165890559665657580'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/1165890559665657580'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/01/gelobtes-land-mit-ungelobten-vorfaellen.html' title='Gelobtes Land mit ungelobten Vorfaellen'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S1JTiOdEfnI/AAAAAAAAAus/XOnMXdssT6s/s72-c/IMG_0340.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-6836131448583147334</id><published>2010-01-02T13:28:00.000-08:00</published><updated>2010-01-16T16:00:13.767-08:00</updated><title type='text'>Der Zauberberg</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S1JS_FT6JAI/AAAAAAAAAuk/HlowHn9p6H8/s1600-h/IMG_0339.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S1JS_FT6JAI/AAAAAAAAAuk/HlowHn9p6H8/s200/IMG_0339.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5427491744645784578" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S1JS-vfmYfI/AAAAAAAAAuc/fKJB1JRFGT8/s1600-h/IMG_0335.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S1JS-vfmYfI/AAAAAAAAAuc/fKJB1JRFGT8/s200/IMG_0335.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5427491738789241330" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich bin geschmeichelt und denke daher vielleicht nicht ganz klar. Gestern nahm ich mir ein Herz und erzaehlte Koch Herman und Kerrie, dass ich nur noch eine Woche arbeiten koenne, da ich dann nach Tasmanien fuehre (was fuer eine Form!). Herman meinte, das sei freilich immer in den Karten gewesen und er beglueckwuensche mich, weil ich was sehe, ich koenne sie immer als Referenz benutzen und haette gezeigt, dass ich einen Job, den viele nicht machen wuerden, weil sie ihn als unter ihrer Wuerde saehen, einfach richtig gemacht habe. Keine halben Sachen. Ich war erleichtert. Boss Kerrie hingegen war ganz geknickt und fragte mich nach meinen genauen Plaenen, die ich ihr bis zum vierten Februar auch genau nennen konnte - alles danach ist noch nicht gebucht. Ob man das nicht verschieben koenne? Nein. Ob ich nicht zurueckkommen koenne, danach. Sie wuerde mir auch ein Zimmer stellen. Und ich kam ins Gruebeln. Waere schon gut, nochmal weiter Geld zu verdienen, zumal ich dann nicht allzu knausrig sein muesste in meiner Reiserei.  Ich fragte Koch Daniel, ob seine zarte Seele mich noch weiter ertragen koennte. Er scherzte, vielleicht faende man ja jemand besseren als mich. Ich stimmte zu. Dann er: hm, nein, nicht auf dem Berg! Ich bin wirklich platt, wie sehr man mich hier mag. Elizabeth und Vaughn reden staendig davon, mir ein Haeuschen zu bauen und dass ich auch immer gern zu ihnen ziehen koenne und nicht gehen solle. Ich ueberlege. &lt;br /&gt;Leo ist in vielerlei Hinsicht fern, eifersuechtig, wollte mich erst nach Bali einladen, nun doch wieder nicht. Und wenn er will, kann er mich auch hier besuchen. Und in Nepal gibts Terror, sagt das Auswaertige Amt, zu dem ich nicht unbedingt reisen will. Hm. Jedenfalls ist klar, dass ich mein Reisefieber immer noch nicht ganz los bin. Fuer solche Faelle waere weiteres Geldverdienen gut. Man hat in Bungunyah auch mein Essen aufgestockt. Jetzt wird mir oft extra gekocht und ich esse nicht nur die Reste, die auch schon wunderbar waren. Im Gegenzug half ich ohne Bezahlung am 1.1. aus, hatten doch einige abgesagt und ich haette nicht arbeiten muessen. Da ich aber nun mal schon da war, half ich abspuelen, was natuerlich sehr gut ankam. Man ist dort so nett zu mir, dass ich damit kein Problem hatte. Ueberhaupt bin ich sehr beeindruckt von der ganzen Haltung gegenueber den Angestellten. Wie sehr man sich da um das Wohl der anderen kuemmert, dass auch alle genug zu essen haben und obs auch nicht im Ruecken zieht. &lt;br /&gt;Trotzdem wars hart die letzte in der Kueche zu sein und noch um dreiviertel eins in der Silvesternacht das Restaurant zu saugen. Da war nix mit feiern und Feuerwerk gucken. Ich musste mich doch streng daran erinnern, dass ich zur Genuege feiere, wenn alle anderen arbeiten. &lt;br /&gt;Mit Vaughn, Elizabeth und den Kindern war ich auf einem Bushwalk. Wir mussten durch einen Bach. Ich dachte mir, ich zieh lieber die Schuhe aus, bevor sie nass werden und ich in nassen Stinkeklumpen arbeiten muss. Natuerlich rutschte ich aus, hatte einen nassen Hintern und einen Schuh, den ich auswinden konnte. &lt;br /&gt;Bei meinen Wwoofingleuten bin ich montags und dienstags voll mit Babysitten eingespannt, so dass ich keinen Tag frei habe in dieser Woche. Aber dann: surfen in Byron Bay, wandern in Tasmanien, Phil, Lyn und Rosie wiedertreffen und Kunst in Melbourne sehen. Wow!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-6836131448583147334?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/6836131448583147334/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/01/der-zauberberg.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/6836131448583147334'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/6836131448583147334'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2010/01/der-zauberberg.html' title='Der Zauberberg'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/S1JS_FT6JAI/AAAAAAAAAuk/HlowHn9p6H8/s72-c/IMG_0339.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-6696943974498792232</id><published>2009-12-28T18:55:00.000-08:00</published><updated>2009-12-28T22:32:00.415-08:00</updated><title type='text'>Planen, buchen, organisieren</title><content type='html'>Planen, planen, planen. Damit habe ich meine freien drei Tage ueberwiegend verbracht. Es wird jetzt alles sehr konkret. Mein naechster Schritt sind ein paar Tage in Byron Bay, wo ich zu surfen hoffe. Danach fahre ich nach Brisbane, um von dort nach Launceston in Tasmanien zu fliegen. Dort werde ich von Lyn und Phil umsorgt und am 20.Januar starte ich wieder mal richtig wandernd durch. Ich habe den Overland Track gebucht, der mit zu den schoensten Wanderungen der Welt gehoeren soll. 160 Dollar verlangen sie dort, dass man ueberhaupt losgehen kann. Und ach ja, noch 30 Dollar, dass man die Nationalparks in Tasmanien betreten darf. Zwei Tage spuelen also fuer dieses Vergnuegen und es ist mir nicht mal ein Huettenplatz garantiert, so dass ich Leos altes Zelt mitschleppen werde. Nun ja, Stewart Island war sicher haerter und ich bin sicher, ich werde eine grossartige Zeit haben. Nach Tasmanien fliege ich nach Melbourne, vor allem um die Nationalgalerie zu sehen. Und dann will mich Leo in seiner freien Woche sehen und er laedt mich gar auf einen Fuenftagestrip nach Bali ein. Mal sehen, ob das was wird oder wir einfach nur Perth und Umgebung anschauen. Die Westkueste muss doch ganz anders sein als die Ostkueste. Und Anfang Maerz geht es auf zu den buddhistischen Moenchen, denen ich Englisch beibringen werde. Und danach, ja danach werde ich wohl in Regensburg Anfang April eine dicke Party schmeissen muessen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letzten drei Tage habe ich auch die Tiere bei Elizabeth und Vaughn gehuetet und deren riesigen Truck benutzen duerfen. In ihrem Wasserbett fuehlte ich mich ausgesprochen kuschelig. Bei all dem Regen konnte ich nur leider nicht in den Lamington National Park fahren, um dort durch Baeume in einem Skywalk zu kraxeln und Wildvoegel mit Koernchen zu versorgen. Es haette mich mit dem Auto den Berg hinuntergespuelt bei der Schuetterei. Schlimm war, dass ich wieder mal wenig Glueck mit den Tieren hatte. Ich versorgte sie alle mit Zuneigung und der vorgegebenen Futtermenge, aber das hat fuenf!!! Kueken nicht davon abgehalten tot im Gehege zu liegen. Jeden Tag ein neues von den kleinen putzigen Tierchen. Schrecklich! Elizabeth beschwichtigte mich, aber es tat mir eben doch sehr, sehr Leid. Die Ursache kenne ich noch nicht. &lt;br /&gt;Als kleinen Ausflug ging ich durch weitere Teile des Nationalparks und guckte Wasserfaelle an. Einer, Cedar Creek Falls, ist besonders beeindruckend, kann man da doch auch von Pool zu Pool schwimmen und sogar von den Felsen ins Wasser springen. Ich bereue es sehr, dass ich keine Badeklamotten dabei hatte!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mich mit meiner Steuererklaerung fuer Neuseeland bis dato eher unerfolgreich herumgeschlagen und rechne schwer herum, wie ich mir all meine Eskapaden der naeheren Zukunft finanziere. Ich glaube aber, es sollte bei meiner Sparsamkeit und den fruehen Buchungen alles glatt gehen. Lieber jetzt alles zusammenbauen, dann kann ich spaeter entspannt weiterfahren, wenn ich kein Internet mehr frei zur Verfuegung habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit all der Arbeit und Planerei bin ich etwas ausgepumpt und wenig konzentriert zu lesen oder zu zeichnen, so dass ich oft einfach nur einen Film gucke. Ich miste aus, ich schmeisse weg und ich verschenke, so dass ich hoffentlich hier schlank und fit herauskomme und fuer neue Abenteuer nicht mit Zeug ueberlastet bin!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei Elizabeth und Vaughn lag das Manuskript "Growing Healthy" von Geoff Buckley herum. Der Untertitel:"How to make 200.000 Dollars a year". Ich mochte vor allem ein Kapitel, das da betitelt ist "free workforces". Dort stehen an erster Stelle die Wwoofer, wobei die Empfehlung gegeben wird, doch nur solche aufzunehmen, die auch wirklich gut Englisch koennen, auf dass man wirklich das Maximum an Arbeit bekommt. Die sieben weiteren workforces sind der gute Boden, die Luft, der Regen und aehnliches. Ja, das bestaetigte doch sehr meinen ueberaus geldorientieren Eindruck bei Buckleys mit dem duennen Essen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich an Silvester nicht arbeite, bin ich von Carolynne ins Restaurant eingeladen. Hab ichs gut! Nach langer Zeit geh ich heute mal wieder laufen, vermutlich werde ich nach zehn Minuten in eine Wiese fallen und einen Lorikeet dabei erschlagen....&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-6696943974498792232?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/6696943974498792232/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/12/planen-buchen-organisieren.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/6696943974498792232'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/6696943974498792232'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/12/planen-buchen-organisieren.html' title='Planen, buchen, organisieren'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-5908662053160548982</id><published>2009-12-26T15:01:00.000-08:00</published><updated>2009-12-26T16:23:42.336-08:00</updated><title type='text'>Nasse Spuelerweihnacht</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SzaXA8EUlwI/AAAAAAAAAuU/FuaNIrJHcwI/s1600-h/IMG_0304.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SzaXA8EUlwI/AAAAAAAAAuU/FuaNIrJHcwI/s200/IMG_0304.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5419685243967018754" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SzaXAo6eW8I/AAAAAAAAAuM/a3TNUG5FN4A/s1600-h/IMG_0306.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SzaXAo6eW8I/AAAAAAAAAuM/a3TNUG5FN4A/s200/IMG_0306.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5419685238825442242" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SzaXAG-DD8I/AAAAAAAAAuE/YS_zm0E4k4k/s1600-h/IMG_0313.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SzaXAG-DD8I/AAAAAAAAAuE/YS_zm0E4k4k/s200/IMG_0313.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5419685229713625026" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SzaW_nRVxWI/AAAAAAAAAt8/5cbeo4Fz_SQ/s1600-h/IMG_0322.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SzaW_nRVxWI/AAAAAAAAAt8/5cbeo4Fz_SQ/s200/IMG_0322.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5419685221204608354" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SzaW_Mj0-SI/AAAAAAAAAt0/eIa_O5_XW4s/s1600-h/IMG_0328.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SzaW_Mj0-SI/AAAAAAAAAt0/eIa_O5_XW4s/s200/IMG_0328.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5419685214034393378" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Weihnachten - eine recht unspektakulaere Sache dieses Jahr. Ich hab mich beim Spuelen mit mehreren Dingen getroestet: ich feiere ein ganzes Jahr, da kann ich an diesem einen Tag wirklich anderen Menschen beim Feiern helfen, indem ich abspuelen Es hiess, ich werde zweieinhalb mal so gut verdienen. Und in der Kueche war die Stimmung wie immer gut, Chef Herman beschloss sogar er muesse auf mein Weihnachtsspuelphoto. Er ist ein recht verschmitzter Kerl und behauptet beharrlich, Daniel sei schwul, waehrend Daniel wiederum immer von seiner Freundin erzaehlt. Ich bin verwirrt und am Raetseln. Die ganzen Weihnachtstage hats geschuettet, wie ich noch nie Regen gesehen habe. Es kommt ja schon mal vor in Deutschland, dass es schuettet. Aber hier schuettet es unablaessig mit einer beeindruckenden Heftigkeit, die sogar dazu fuehrte, dass die hiesige Tankstelle unter Wasser stand und bis auf weiteres geschlossen ist, waehrend man den Tankwart nur noch mit dem Mop sieht. Kein Feierwetter also. Zudem gabs sogar mehr Geschenke als im letzten Jahr. Chefin Kerrie wartete mit  Lindt Pralinen und pink champagne auf und ich bekam den ersten Christmas Cracker meines Lebens mit einem netten kleinen Jojo als Inhalt und einem Weihnachtswitz und Elizabeth und Vaughn ueberreichten mir Ferrero Rocher und eine fein riechende Bodylotion - die dritte Bodylotion, die ich auf dieser Reise bekomme. Scheint DAS Geschenk zu sein... Und eigentlich war ich ans Meer zu einer Weihnachtsfeier von Hausmeister Gary eingeladen und alle Bekannten versicherten sich, dass es mir auch gut ginge. Elizabeth fuehlte sich besser bei dem Gedanken, dass ich die Meerschweinchen, Katzen, Huehner und Fische huete, waehrend sie weg sind, so bin ich nun fuer ein paar Tage hierher gezogen und geniesse die Wonnen eines Wasserbetts. Sehr kuschelig, das. Bedauerlich ist allerdings, dass ich trotz gutem Zureden und vor allem Fuettern schon das zweite tote Kueken am genau gleichen Ort fand. Mann, was kann das nur sein? Ein vernuenftiger Jaeger killt doch nicht nur, sondern verspeist die Beute in der Folge... Selbstmord? Mir tuts jedenfalls sehr Leid. Zu meinem Wasserbettluxus hat man mir den Truck zur Verfuegung gestellt. Ein grosses Auto mit beachtlicher Ladeflaeche und Automatikschaltung, leider aber ohne Vierradantrieb. Das klingt albern, bei diesen Verhaeltnissen hier, bergig und teils unbefestigt, ist das keine dumme Investition und Vaughn ist wohl auch schon des oefteren stecken geblieben. Natuerlich liess ich das Licht brennen, als ich gestern im  Supermarkt einkaufen war und natuerlich war dann meine Batterie leer. Zum Glueck war ein netter Koch nebenan, der mit mir anschob und dann fremdstartete. Nun habe ich drei Tage frei und freue mich maechtig darueber. &lt;br /&gt;Kleine lustige Begebenheit: mein polnischer Kollege Pjotr und ich hatten Tische umzustellen und unterhielten uns nebenher ueber Filme. Ich: Ich hab mir gerade "Two Weeks Notice" angeschaut, mag aber auch Action und anderes. Die Bournefilme fand ich gut. Er, ganz ernst, nickend: Ahja, "porn", aeh...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-5908662053160548982?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/5908662053160548982/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/12/nasse-spuelerweihnacht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/5908662053160548982'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/5908662053160548982'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/12/nasse-spuelerweihnacht.html' title='Nasse Spuelerweihnacht'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SzaXA8EUlwI/AAAAAAAAAuU/FuaNIrJHcwI/s72-c/IMG_0304.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-999026846095815777</id><published>2009-12-19T12:43:00.000-08:00</published><updated>2009-12-19T13:39:14.546-08:00</updated><title type='text'>Hoechst eigenes Porzellanglueck</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sy1HWZOOywI/AAAAAAAAAto/40lRfn2pilc/s1600-h/IMG_0279.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sy1HWZOOywI/AAAAAAAAAto/40lRfn2pilc/s200/IMG_0279.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5417064376849844994" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sy1HV9icrmI/AAAAAAAAAtg/kMUfMjk6hhI/s1600-h/IMG_0287.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sy1HV9icrmI/AAAAAAAAAtg/kMUfMjk6hhI/s200/IMG_0287.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5417064369418448482" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sy1HVdS_sII/AAAAAAAAAtY/uxbLyy74QGA/s1600-h/IMG_0288.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sy1HVdS_sII/AAAAAAAAAtY/uxbLyy74QGA/s200/IMG_0288.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5417064360763699330" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sy1HU7zKj7I/AAAAAAAAAtQ/Fv6fa5eHV60/s1600-h/IMG_0302.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sy1HU7zKj7I/AAAAAAAAAtQ/Fv6fa5eHV60/s200/IMG_0302.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5417064351771824050" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sy1HUf6ihuI/AAAAAAAAAtI/_GgCxu49Qig/s1600-h/IMG_0298.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sy1HUf6ihuI/AAAAAAAAAtI/_GgCxu49Qig/s200/IMG_0298.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5417064344286562018" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ha, mein Flug ist gebucht! Am sechzehnten Januar fliege ich nach Launceston in Tasmanien. Das war weit billiger als mit dem Zug und Schiff, was auch noch Tage gekostet hat. Ein bisschen ein schlechtes Gewissen hab ich zugegeben dabei und das kann auch mein ein Dollar Carbonbeitrag nicht so richtig wett machen. Aber es sind immerhin drei Stunden Flug von Brisbane nach Launceston. Das Land ist ein Grosses. Das haben auch Leo und ich festgestellt, der sechs Zugstunden von Perth entfernt arbeitet und den ich wohl so bald nicht wieder sehe. &lt;br /&gt;Heute, am Sonntag, habe ich ausgeschlafen. Bis halb sieben im Bett herumgeluemmelt, ein nachgerade ungewohntes Gefuehl. Man macht mich wirklich hart arbeiten, meist von sechs bis um vier. Gestern grub ich mit Pickel und Spaten, jaetete riesige Flaechen Unkraut und schrubbte dann stundenlang sauberes Porzellan auf Weihnachtshochglanz, so dass mir heute noch die Hand weh tut. In alledem haette ich verzweifeln koennen. Doch nein, irgendwann ueberkam mich das grosse Grinsen und ich hatte genau das gleiche Gefuehl wie im letzten Jahr am Strand in Raglan. Was auch immer ich mache, ich bin frei, mich dazu zu verhalten. Und ich kann gehen wohin ich will und ich kann tausend Dinge tun und vor allem kann ich gluecklich sein soviel ich will. Eigentlich keine neue Erkenntnis, aber als Gefuehl ueberwaeltigend. &lt;br /&gt;Zudem bin ich weiter schwer beeindruckt von den netten Menschen hier. Herman, mein hollaendischer Quasichef, hat mir gestern fuer eine dreiviertelstunde das Fahrrad repariert. Es handelt sich um eines dieser Marketingmountainbikes. Zwar sind sie mit Federungsschnickschnack ausgeruestet, dafuer aber fast so schwer wie ein Auto und natuerlich ist alles locker und die Schaltung hat mehr Eigensinn als ich. Herman hat mit mir Schaltung repariert, Rad befestigt, Lenker geschraubt. Einfach so.&lt;br /&gt;Meine Chefin Kerrie meinte, ich solle doch nicht zugeben, dass ich hier als Kuechenhilfe und Gaertner arbeite, wenn ich Sean saehe. Der kanadische Backpacker hatte vor mir den Job und war wohl ziemlich untauglich. Er sei aber so "sweet" und man wolle ihm nicht das Herz brechen. Daher bitte sagen, ich sei auf Besuch. Man suche fuer ihn gerade eine Wwoofinggelegenheit. Ja, wer kuemmert sich denn so um unfaehige Exangestellte? Bin fassungslos.&lt;br /&gt;Und auf meinem Heimweg komme ich bei Elizabeth und Vaughn (der ueber Bodybuilding und Kunstdefinitionen promoviert hat) vorbei, wo ich vor einiger Zeit einen Abend lang babygesittet habe. Die beiden sind eigentlich immer daheim, was sie sich dank geschickter Anlagen in Haeuser auch gut leisten koennen. Ohne jemals viel Geld gehabt zu haben, sind sie in diese Investitionen eingestiegen und haben nun einige Haeuser, die sie vermieten und die Mieter bezahlen die Raten an die Bank. Klingt phantastisch und scheint fuer sie herrlich zu funktionieren, sie sagen, sie haben nie einen nine to five Job und wenn jemand aus der Familie morgen eine teure Operation braeuchte, koennten sie ein Haus verkaufen und das Geld zur Verfuegung stellen. Ich bin schwer beeindruckt. Sie winken mich auf dem steilen Heimweg auf ein kuehles Getraenk rein und haben mir ein Handy gegeben, nachdem mein altes krankte. Das Handy hatte keinen Akku und kein Ladegeraet. Da passten aber meine, so dass ich nun ein halbes altes und ein halbes neues Handy habe. Leider hab ich aber auch alle meine Nummern verloren. Ich wuerde mich freuen, eine SMS oder Mail von Euch lieben Menschen zu bekommen, die Ihr wieder in meinem Telefonbuch fest verankert sein wollt. &lt;br /&gt;Vaughn und Elizabeth bauen ein kleines Haeuschen an das ihre, ein sogenanntes granny flat, und moechten gern, dass ich dort einziehe. Als Wwoofer und ueberhaupt. Nun sind sie bald fuer ein paar Tage ueber Weihnachten weg, da ueberlassen sie mir gern ihren Hausschluessel und ihr Auto, wenn ich die Weihnachtstage anders geniessen wollen sollte. Und ueberhaupt duerfe ich zwar nach Tasmanien, letztlich aber auf keinen Fall von hier wegziehen, das waere zu schade. Zu ihnen kommt taeglich Dave, ein Freund, den sie auf der Strasse kennengelernt haben. Er ist gut im Reparieren und ist auch in The Escarpment als Gelegenheitshandwerker angestellt. Auch er sprang gleich gen mein Fahrrad und zog hier was fest und dort was an. Und dann gibt es noch Shane, der fuer zehn Jahre mit seiner Frau durch die Welt gereist ist und nun einen Bioladen am Berg hat. Er wollte mich auch gleich als Wwoofer und warb mit seinem Swimming pool. Ich bin schwer fasziniert, dass mich alle wollen und mir helfen. &lt;br /&gt;Carolynne, die Managerin von The Escarpment mit acht Kindern, lieh mir ihr Handy, als das meine aufgab und fuhr neulich mit dem Auto zu meinem Arbeitsplatz, um zu sehen, ob ich fertig bin und sie mich heimkutschieren kann. Sie kuemmert sich staendig um mein Wohlergehen. Eine unglaubliche kleine Gemeinde mit lauter grosszuegigen und hilfsbereiten Originalen. Ich kann mir schon vorstellen, dass es grossartig ist, hier zu leben. &lt;br /&gt;Sollte ich bei all der netten Gesellschaft aber trotzdem einsam sein, steht mir nun Seltendummerhase bei. Sein weiser Blick wies ihm den Namen als er aus einem Op Shop mit mir kam. &lt;br /&gt;Ich will buddhistischen Moenchen Englisch unterrichten, vermutlich in Nepal. Gebucht ist das noch nicht, aber recherchiert. Ich glaube, das wird gut!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-999026846095815777?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/999026846095815777/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/12/hoechst-eigenes-porzellanglueck.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/999026846095815777'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/999026846095815777'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/12/hoechst-eigenes-porzellanglueck.html' title='Hoechst eigenes Porzellanglueck'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sy1HWZOOywI/AAAAAAAAAto/40lRfn2pilc/s72-c/IMG_0279.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-8576492286543945246</id><published>2009-12-15T23:15:00.001-08:00</published><updated>2009-12-15T23:45:38.605-08:00</updated><title type='text'>Ausdauertraining der anderen Art</title><content type='html'>Na also- nun hab ich das Haus fuer mich allein. Meine Familie Gary, Tuty und die Kinder Yasmin, Gracie und Daniel sind nach South Australia geflogen und werden dort fuer zehn Tage bleiben. Zwar hatte ich gestern und vorgestern von meinem Job in Bunganyah frei, das bedeutete aber lange kein leichtes Leben. Vormittags half ich Carolynne, die "The Escarpment" managet, putzte Fenster (und davon gibt es viele), wusch Geschirr und putzte die Kueche. Danach kam ich ins Haus und war am Babysitten, Windeln wechseln und Kochen und wieder Spuelen. Und dazwischen backte ich einen Desasterschokogeburtstagskuchen fuer Tuty. Der Kuchen verlief halb im Ofen, war oben verbrannt und unten nicht durch, der Schokoladenguss liess sich nicht verstreichen und der Puderzucker sank unbesehen ein. Im Grunde fuehre ich momentan das Leben einer Mutter mit drei Kindern. Das hat durchaus seine Herausforderungen... Zumal meine Familie offenbar meint, all das sei doch gar keine Arbeit, ich sei eben Teil und damit immer verfuegbar. Das denkt Gary auch von der ueberarbeiteten Carolynne, die rund um die Uhr an der Rezeption verfuegbar sein soll. Sie meinte, das entspreche einem Stundenlohn von drei Dollar. Aber sie macht das. Sie hat ja auch acht! Kinder gross gezogen und ist nebenher noch eine haeusliche Perfektionistin, wie sie zugibt.&lt;br /&gt;Gary meint zwar, er helfe, aber im Grunde ist er nur im Weg und in seinen langen Anweisungen was zu tun ist, faellt oft das Wort System, in seinen Handlungen, die man kaum sieht, erkennt man das aber wiederum nicht. Er meint, er hat alles im Griff, im Grunde schmeisst aber Carolynne den Laden und es ist wieder einmal interessant, wie kleine und grosse Unternehmen laufen. Nebenher laesst er bei jedem, der es nicht wissen will, fallen, dass er 50 Dollar in der Stunde koste, seine Zeit also sehr wertvoll sei. Aaaaaahaaa! &lt;br /&gt;Aber man will ja nicht jaulen, ist die Familie doch wirklich nett und so bleiben mir von letzter Woche 412 Dollar Verdienst, wenn auch von meinen 18,50 Dollar Stundenlohn gleich immer locker 4,50 Dollar Steuern abgehen. Vier Wochen dieses Leben und ich bin fast reich! Momentan bin ich allerdings nur muede und mit ein wenig Magengrummeln von was auch immer am Filmgucken. Im Job war ich ganz geruehrt von unserem Chefkoch, zu dem ich sagte, dass ich es sehr schaetze, dass er mich so gut mit bestem Essen versorgt. Er meinte, ich mache meinen Job so gut, er wolle auf keinen Fall, dass ich gehe. Und auch meine andere Kollegin, mit der ich nachmittags die Zimmer machte, (von denen eines horrend stank nach einer durchsoffenen Nacht und deren sicht- und riechbaren Folgen auf den Laken) bedankte sich dafuer, dass es Spass mache, mit mir zusammenzuarbeiten. Das ist natuerlich fein. Natuerlich geht es "nur" um putzen und spuelen, aber ich gebe doch mein Bestes und glaube auch, dass man das tun sollte. Wenn schon arbeiten, dann richtig, so machts auch mehr Spass und die Zeit vergeht schneller. Ausserdem sind die Erinnerungen an die Zeit besser. All das ist ein wahres Durchhaltetraining. Aber ich kanns gut brauchen, wenn ich sieben Tage in Tasmanien den sogenannten Overlandtrack wandern will. Ich hoffe, dort ist es wirklich ein bisschen wie in Neuseeland, wie so viele Leute sagen. Ich ertappe mich doch sehr oft dabei, "Heimweh" nach Neuseeland zu haben. Ich sehe hier auch viel und lerne nette Menschen kennen, aber Australien ist mir bei weitem nicht so ans Herz gewachsen wie Neuseeland. Nun ja, ein weiteres Chaka! und eine Runde Vanillekipferl gebacken fuer meine lieben Kollegen auf eine weitere Woche werkeln.&lt;br /&gt;Mein Handy hat heute seine treuen Dienste eingestellt. Nach vier Jahren, sowas! Ich weiss nicht, ob der Akku schuld ist, die Soft- oder Hardware, jedenfalls bin ich telefonisch bis auf weiteres nicht zu erreichen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-8576492286543945246?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/8576492286543945246/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/12/ausdauertraining-der-anderen-art.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/8576492286543945246'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/8576492286543945246'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/12/ausdauertraining-der-anderen-art.html' title='Ausdauertraining der anderen Art'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-5916454033946633276</id><published>2009-12-09T18:53:00.000-08:00</published><updated>2009-12-09T19:02:59.638-08:00</updated><title type='text'>Vom Tellerwaescher, aber wohin?</title><content type='html'>Eiverpuepsche, meine Herren! Zwei Jobs sind mehr als eine Aufgabe. Nachdem ich gestern von halb neun bis halb drei am Babysitten war und nebenher mal eben das komplette Haus inklusive Schraenke putzte, durfte ich um fuenf aufs Radel steigen und eine halbe Stunde den Berg hinauf. Heiss isses, das Fahrrad ist billig und ich bin einfach nicht mehr ganz in der besten Fahrradkondition, zudem macht meine Achillessehne Probleme, denen ich mit Magnesium und Dehnuebungen beizukommen suche. Mein Resort am Berg ist dem absoluten Weihnachtswahn verfallen, ich glaub, ich hab bis dato nur annaehernd soviel Dekoration in spezifischen Weihnachtslaeden gesehen. Ein gigantisches Werk. Dort wurde ich nett empfangen, herumgefuehrt und auch beim Spuelen unterstuetzt. Das hat aber nichts an der Tatsache geaendert, dass ich Geschirr von 60 Leuten zu spuelen hatte, samt all der benoetigten Kuecheninstrumente. Da war ich ueber fuenf Stunden am Wienern in einem sehr tiefen Waschbecken, das fuer einen Gnom designt zu sein scheint. Nach  Einweichen und Schrubben ging alles in die Maschine, die noch mal nachwusch und danach wird mit Hand jedes Teil getrocknet. Ich weiss nicht, wie man das alleine schafft. Dabei bekam ich einiges Lob, dass ich gut arbeitete. Kueche putzen, alles ausschalten, zusperren und dann ins tolle Bett in einem wirklich schicken Apartment im Haus fallen, das man mir einfach ueberlaesst, wenn ich bis in die Nacht arbeite. Als ich fertig war, wars zwoelf. Neben dem guten Bett, Dusche und Handtuch bekam ich ein erstklassiges Abendessen. Die Koeche machen einen hervorragenden Job mit nicht verkochten Gemuesen, vielen Sossen und Salaten und vor allem herrlichen Nachspeisen. Dazu sind sie alle wirklich sehr nett und ich war ganz ueberrascht, dass kein rauher Ton in der Kueche herrschte. Hart, aber gerecht, will mir scheinen. Ich sehe dort das Hotelbusiness in vielen Facetten, vermute ich. Vielleicht kann ich dorthin ziehen, ich versuche das gerade einzufaedeln. Vom Tellerwaescher zum Millionaer, das schafft wohl nur, wer nicht von der zimperlichen Sorte ist!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-5916454033946633276?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/5916454033946633276/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/12/vom-tellerwaescher-aber-wohin.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/5916454033946633276'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/5916454033946633276'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/12/vom-tellerwaescher-aber-wohin.html' title='Vom Tellerwaescher, aber wohin?'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-1397385012576189232</id><published>2009-12-08T20:07:00.000-08:00</published><updated>2009-12-08T20:10:46.917-08:00</updated><title type='text'>Ideen zur Freiwilligenarbeit?</title><content type='html'>Ich bin extrem dankbar fuer Anregungen bezueglich meiner Freiwilligenarbeit. Meine noch ungehobelten Vorstellungen sind: lehren, am besten Kinder, Englisch oder andere Faecher, vielleicht mit Anschluss an ein Waisenhaus, Land nicht so entscheidend, kann Asien sein aber auch Afrika oder Suedamerika, sollte aber wo sein, wo ich nochmal eine andere Kultur erlebe und tja, am besten wenig Kosten... Vielleicht koennte ich zur Not noch etwas fundraising betreiben, mal sehen. Vielen Dank fuers Nachdenken!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-1397385012576189232?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/1397385012576189232/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/12/ideen-zur-freiwilligenarbeit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/1397385012576189232'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/1397385012576189232'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/12/ideen-zur-freiwilligenarbeit.html' title='Ideen zur Freiwilligenarbeit?'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-8684791606745990760</id><published>2009-12-08T14:11:00.000-08:00</published><updated>2009-12-08T17:57:48.317-08:00</updated><title type='text'>Bezahlter Hansdampf in allen Gassen (besser: Renaissancemann - Frauen durften damals ja nix)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sx7_bO-2dmI/AAAAAAAAAtA/bK7FCLa-FYI/s1600-h/IMG_0181.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sx7_bO-2dmI/AAAAAAAAAtA/bK7FCLa-FYI/s200/IMG_0181.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5413044645489178210" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sx7_aqYS5OI/AAAAAAAAAs4/klatnuV14_c/s1600-h/IMG_0180.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sx7_aqYS5OI/AAAAAAAAAs4/klatnuV14_c/s200/IMG_0180.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5413044635663787234" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sx7_aEoQltI/AAAAAAAAAsw/iKzIlpM5x_Y/s1600-h/IMG_0177.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; 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margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sx7RzJFCEPI/AAAAAAAAAsY/lNh3-4pmIPI/s200/IMG_0265.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5412994478686474482" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sx7RytVgq2I/AAAAAAAAAsQ/z-Xkb6zcmOI/s1600-h/IMG_0253.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sx7RytVgq2I/AAAAAAAAAsQ/z-Xkb6zcmOI/s200/IMG_0253.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5412994471239396194" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Leo hat sich am Sonntag an die Strasse gestellt und ist per Anhalter innerhalb Minuten nach Nerang zum Zug mitgenommen worden. Nicht schlecht, ist das doch eine halbe Stunde entfernt von hier. Leider hat er sich nicht mal verabschiedet von unseren Gastgebern, sondern ist einfach abgedampft, was ich weniger gut fand. Ich befürchtete, sie würden mir gegenüber sehr ungemütlich, auch wenn es nicht mein Vergehen war. Damit lag ich in gewisser Weise falsch: man brauchte Leo nicht als Anlass zu einigen Ungemütlichkeiten. &lt;br /&gt;Mit potzlerscher Begeisterung hatte ich ihnen erzählt, dass ein Vorstellungsgespräch auf dem Plan stand. Um vier am Sonntag. Obwohl Leo und ich ihnen an unserem freien Tag noch mit Verladen in der Früh um sechs geholfen hatten, war es ihnen aber leider nicht möglich, mich dorthin zu fahren. Man sei schliesslich erschöpft nach dem Markt und könne keine 8 km fahren. So startete ich um zwei, um gegegebenenfalls laufen zu können, was allerdings nicht nötig war. Einen Kilometer weiter wurde ich von einem netten jungen Paar mitgenommen, die mich sogar direkt dorthin fuhren aus reiner Nettigkeit. Luxusautos vor der Tür und ein Schickimickiambiente mit einem schicken Manager, der mir eiskalt vorkam und das Versprechen, mich anzurufen, was dann bis jetzt nicht geschah. Man sagte mir, die hätten dort in den letzten zwei Monaten 32! Leute gefeuert...&lt;br /&gt;Bev hatte Lea und Chris, den beiden jungen deutschen Mitwwoofern vorgeschlagen, dass sie sie mitnehmen könnten zu einem kleinen Örtchen namens Brunswick Heads nahe der Küste. Sie selbst fuhren gen Byron Bay, um dort mit ihren vier besten Freunden zu essen, wie Geoff stolz verkündete. Ich fragte, ob ich mitkönne und erwiderte scharf: nein! Ich fragte, warum nicht, er meinte, da sei nun wirklich keine Zeit. Und ich entgegnete, dass doch die anderen beiden mitdürften und warum ich nicht. Da schoss Bev aus dem Hintergrund und meinte, nein, sie habe die Wwoofer eingeladen, mitzukommen und ich könne natürlich auch mit. Zweimal protestierte er dann noch, dass das ganze unmöglich sei, man könne uns nicht rumkutschieren und habe nun wirklich keine Zeit für sowas. Bev gab nicht nach und wir kamen mit. &lt;br /&gt;Brunswick Heads ist ein nettes kleines Örtchen, mit einem feinen Op-Shop, in dem ich mich für drei Dollar mit schwarzen Schuhen und zwei T-Shirts eindeckte. Ein Salzwasserfluss zum Reinspringen und ein Sandstrand daneben. Immerhin ein kleiner Ausflug, für den ich mich auch mehrmals bedankte. &lt;br /&gt;Und ich wurde zu einem weiteren Vorstellungsgespräch eingeladen ins Bungunyah Resort. Zuvor luden mich aber noch meine Babysittereltern als Wwoofer ein, um Carolyn, die Rezeptionistin ihres Resorts The Escarpment zu unterstützen, wenn sie über Weihnachten wegfahren. Und natürlich auch, um babyzusitten und den Garten zu pflegen und zu streichen. Man könne mir ein Fahrrad leihen und ich könnte auch jobben, um Geld zu verdienen. Sie sind zudem sehr nett und ich stimmte recht begeistert zu. &lt;br /&gt;Vorher musste ich freilich noch Bev und Geoff klarmachen, dass ich am nächsten Tag abreise. Man nahm das gelassen auf, was gut war und als ich erzählte, dass ich noch ein Vorstellungsgespräch hätte. Wie immer kein Kommentar, Mitgefühl oder Interesse. Ich sollte das Zimmer am nächsten Tag säubern und neu beziehen. Als ich das gerade in Angriff nahm, kam Bev einfach ungefragt in der Früh in mein Zimmer und schaute entsetzt: „What the hell is going on here?“ Sie bezog sich auf eine Matratze, die ich von einem Bett aufs andere gelegt hatte, weil die meine mich in eine Kuhle sinken liess, aus der ein Aufstehen unmöglich schien. Ich verteidigte mein bisschen Privatsphäre, das sei ja nun nicht ihre Sache. Sie dampfte ab. Ein bisschen später verabschiedete ich mich in der Küche, wo sie mir den Kommentar mitgab, es sei ja nun hochgradig unwahrscheinlich, dass ich einen Job fände und die mich nähmen. Danke auch! Ich sagte nichts, habe ich doch hier das Klappehalten ein wenig mehr gelernt.&lt;br /&gt;Die Fahrradfahrt auf dem Berg stellte sich nicht nur wegen der Hügel, sondern vor allem wegen der Hitze als schweisstreibend heraus. Ausserdem bin ich nicht mehr in meiner alten Radelkondition. Aber, soviel vorweg: die baue ich nun sicher wieder auf. Ich wurde nämlich trotz oder wegen oder vermutlich doch sehr unabhängig von Bevs Weissagungen genommen und fange heute als Küchenhilfe an. Das Vorstellungsgespräch mit Chefin Kerrie und Koch Herman war nett und auch nicht zu lange. Ich werde helfen, den sogenannten community garden mit aufzubauen, an dem auch Bev und Geoff beteiligt sind. Ich werde abspülen, Vögel füttern und mit einem kleinen Traktor den Rasen mähen, bedienen und Betten machen, ganz nach Bedarf. Lustig ist, dass der Job mit Handyman, uebersetzt Heimwerker oder Handlanger, umschrieben war. Zu dem Job hat mir mein Training dieses Jahr verholfen: Noccundra für Küche und Bedienung, das Wwoofen für die Gartenarbeit. Und die Tatsache, dass ich studiert habe, nahm man freudig, vermutlich, weil es impliziert, dass ich auch ordentlich mit den etwas betuchteren Gästen reden kann. Und nach einer kurzen Hausbesichtigung ging es: Kerrie: What do you think, Herman? Herman: I think, we should grab Andrea straight away, Kerrie! Ich hab mich gefreut wie ein Schnitzel, 18,50 Dollar in der Stunde bei zirka 25 Stunden in der Woche mit 2 Tagen frei- wenn ich da einen Monat arbeite, kann ich mir meine Pläne finanzieren! Ein bisschen länger und ich komme nicht mal abgebrannt heim. Meine Interviewer wirken kernig und nett, auch wenn zu befürchten ist, dass das im Stress etwas untergeht. Wenn ich aber vor allem mit Herman im Garten arbeite, steht Gutes zu hoffe. Meine Schichten sind quer verteilt, manchmal recht früh (6 Uhr erster Spatenschwung) und dann am Abend nochmal, was sich geteilte Schicht nennt. Ich glaube, ich packe diese Herausforderung gut für eine Weile! Zumal ich mich sogar in deren Pool abfrischen darf und vermutlich auch in irgendeinem Eck uebernachten kann, wenn ich erst Spaetschicht bis zwoelf und dann wieder Fruehschicht um 6 im Garten habe.&lt;br /&gt;Ich hoffe, dieser Job lässt sich mit meinen Wwoofingaufgaben kombinieren, werde ich doch gerade am Wochenende oft dort in der Früh sein müssen, das wäre aber die Zeit, in der man mich auch zum Frühstückhelfen für die Gäste in The Escarpment an meinem Wwoofingplatz bräuchte. Verhandlung, Diplomatie sind gefragt. Aber ich bin begeistert, wie sich alles in so kurzer Zeit gefügt. Auch wenn die viele Zeit nun nicht mehr da ist, zu zeichnen, malen und lesen. Dafuer bin ich nun babysittender Handlanger mit Bedienungs- und Kuechenpflichten. Klingt nicht nach Langeweile...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-8684791606745990760?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/8684791606745990760/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/12/bezahlter-hansdampf-in-allen-gassen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/8684791606745990760'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/8684791606745990760'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/12/bezahlter-hansdampf-in-allen-gassen.html' title='Bezahlter Hansdampf in allen Gassen (besser: Renaissancemann - Frauen durften damals ja nix)'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sx7_bO-2dmI/AAAAAAAAAtA/bK7FCLa-FYI/s72-c/IMG_0181.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-2567086734605650076</id><published>2009-12-05T17:41:00.000-08:00</published><updated>2009-12-05T17:47:40.233-08:00</updated><title type='text'>Wirtschaft hu, menschlich najapu</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SxsNFqVzGYI/AAAAAAAAAsI/S0kFWiUIM5A/s1600-h/IMG_0252.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SxsNFqVzGYI/AAAAAAAAAsI/S0kFWiUIM5A/s200/IMG_0252.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5411933768132008322" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SxsNFMYg9WI/AAAAAAAAAsA/Fowleb8enyk/s1600-h/IMG_0226.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SxsNFMYg9WI/AAAAAAAAAsA/Fowleb8enyk/s200/IMG_0226.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5411933760090338658" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SxsNElQWyUI/AAAAAAAAAr4/Nln6vmkoEKQ/s1600-h/IMG_0210.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SxsNElQWyUI/AAAAAAAAAr4/Nln6vmkoEKQ/s200/IMG_0210.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5411933749587134786" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SxsND9B3JTI/AAAAAAAAArw/jgsF7F_vpHY/s1600-h/IMG_0185.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SxsND9B3JTI/AAAAAAAAArw/jgsF7F_vpHY/s200/IMG_0185.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5411933738788922674" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SxsNDQYJg1I/AAAAAAAAAro/MafUxjm2Lco/s1600-h/IMG_0183.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SxsNDQYJg1I/AAAAAAAAAro/MafUxjm2Lco/s200/IMG_0183.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5411933726802805586" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und wieder einmal habe ich Leo verabschiedet. Er fuhr per Anhalter in den nächsten Ort, um von dort nach Brisbane zu kommen. Dort soll er medizinisch untersucht werden und sofern für gut befunden in den Norden verfrachtet, wo er unfassbar viel Geld als Koch in einem Goldminencamp machen wird können. Wir brauchen beide Geld, er muss sich da um sich kümmern und ich verstehe ihn gut, wenn ich natürlich auch traurig bin. &lt;br /&gt;Zu Weihnachten wurden wir zu Rolf und Robyn nach Bundaberg eingeladen mit dem Kommentar, das sei ganz selbstverständlich, man gehöre schliesslich zur Familie. Wenn alle Stricke reissen, haben wir ein Plätzchen für die Feiertage und auch eines, an dem wir uns wohlfühlen. &lt;br /&gt;Sue, David und Fergus Gough verliessen wir am letzten Samstag. Sue meinte, wir seien wirklich sehr gute Wwoofer und so nahm sie uns letztlich und alles in allem unseren gesunden Appetit, der sich gern mal an ihrem geliebten Joghurt und Müsli ausliess nicht allzu übel. Ich wusste schon beim Abfahren, dass ich den Pool vermissen würde und noch mehr Fergus, der in Leos Bett schlief und der mich regelmässig bellend und knurrend in und um den Pool jagte. Ich habe ein Leben am Stadtrand angetroffen, leider mit viel zu viel Gift im eigenen Garten, aber zwei Leuten, die es zu ein bisschen Wohlstand gebracht haben mit Dingen, für die sie eine Leidenschaft haben. Das lässt doch hoffen. &lt;br /&gt;Beim ersten Anruf wurden wir in Mt Tamborine, 70 km südwestlich von Brisbane aufgenommen. Es war da die Rede von 5-Sterne Unterkunft und Essen und dazu werden Vorträge über die Beziehung zwischen gutem Essen und Gesundheit gehalten. Von all dem haben wir leider nicht viel gesehen und regelmässig standen wir hungrig vom Tisch auf, wo wir kleine, Portionen Gemüse zu essen bekamen, das man eigentlich dem Kompost überlassen hätte sollen. Dennoch ist es recht interessant hier. Ein striktes Regime, Arbeitsbeginn um halb sieben in der Früh, Unkrautjäten, wobei man grosse Gewächse mit viel Kraft aus dem Boden zieht, Bohnen pflücken, Karottenziehen, Kohl und Zucchini ernten und waschen, packen und verladen. &lt;br /&gt;Geoff hat Informatik studiert, sich dann aber recht schnell ins Management verkrümmelt und in England gearbeitet, wo er die Australierin Bev traf und sie gemeinsam nach Sydney zogen. Bev war Lehrerin für Wirtschaft und Erdkunde. Sie kauften gemeinsam mit fünf anderen Familien einen Hof ausserhalb Sydney, der auch gemeinsam bewirtschaftet werden sollte. Das klappte allerdings nicht so recht und nachdem die zwei Söhne der beiden den Hof für eine Weile in Vollzeit bewirtschafteten, beschlossen sie, dann doch lieber selbst aufs Land zu ziehen und eine eigene kleine Farm zu haben. So wars denn Mt Tamborine, wo alles wunderbar wachsen soll, da es viel regnet, aber auch sonnig ist. Ihr Hof überblickt den Berg mit den vielen Bäumen und Regenwald aussenher. Hier lässt sich herrlich wandern und die Touristen kommen in Scharen in das 7000 Einwohner Dorf. Sie haben hier viel in Angriff genommen für Mt Tamborine, weitgehend aber, wie ich fürchte, für den eigenen Ruhm und Geldbeutel. Da gibt es den Bauernmarkt, zu dem jeder sein Obst und Gemüse aus eigenem Anbau bringen und verkaufen kann. Der Markt hat keinen Chef, wer dort an der Kasse steht, verdiente erst nichts, dann fünf und nun zehn Dollar. Für viele ist der Verkauf ein gutes Geschäft, verdienen sie doch im Schnitt drei bis vierhundert Dollar in der Woche.  Geoff und Bev verdienen vermutlich weit mehr. Geoff ist eher der vergeistigte Typ mit einer Leidenschaft für Schach, der stets polierte schwarze Lederschuhe trägt. Diese wiederum scheinen ihn aber von ernsthafter körperlicher Arbeit abzuhalten, die eher Bev unternimmt. Jeden Dienstag fährt er zu foodconnect, einem Grossverteiler für Bioprodukte. Ich durfte diese Woche mitfahren und traf auf Rob, den Chef des Unternehmens. Er war Bauer bis die Riesenbetriebe ihm das Leben unmöglich gemacht haben. Dann hatte er die Idee dieses Bioverteilers, schlief zu Beginn in seinem Lagerhaus auf dem Boden, bezahlte sich selbst keinerlei Lohn und zog ein neues Unternehmen auf, das nun in vielen Bereichen Australiens kopiert wird. Auf Absprache liefern Privatleute und Kleinfarmen wöchentlich ihre Produkte ab. Dort werden sie neu verpackt und weiterverkauft. Nebenher konstruiert Rob Fahrräder, vor allem zum Gemüsetransport und mittlerweile auch mit Motor. Er scheint auch damit Erfolg zu haben. Bei foodconnect hängen Plakate mit neuen Ideen für die Firma an der Wand, man hört Musik und alle wirken recht glücklich. Im Büro sitzen ein paar Angestellte unter Bildern, die z.B. sagen: „Wear the old coat, buy the new book“. Rob will sich wiederholen, was man ihm weggenommen hat, meinte Geoff. Die Idee ist, dass die Kleinen etwas gegen die Grossen ausrichten. Daran glaubt auch Geoff, der meint, dass wir in kurzer Zeit durch das Erdbevölkerungswachstum nicht genug zu essen haben werden. Die Lösung sind nicht die Grossen, die auf viel Fläche proportional wenig anbauen können, sondern jeder einzelne kleine Garten mit eigenem Anbau. Je kleiner, desto mehr Nahrung pro Quadratmeter. Ausserdem gehen uns Erdgas und  - öl aus, so dass sich Dünger und Gifte nicht mehr auf der herkömmlichen Basis herstellen lassen. Neben der Tatsache, dass sie schädlich für uns sind, seien sie ausserdem nicht besonders effektiv, da man ständig mehr spritzen muss und die Pflanzen anfälliger würden. Biopflanzen seien vitaminreicher, robuster und gesünder und die Schädlinge befielen letztlich nur die Schwachen. Gift haben wir hier auch wirklich noch nicht angetroffen, dafür aber eine hart arbeitende Angestellte und Chris und Lea, zwei weitere deutsche Wwoofer. Geoff gesteht frei, dass sie ohne die Wwoofer nicht machen könnten, was sie hier machen. Nämlich anbauen und wohl auch gut verdienen. Ich hatte die Hoffnung, dass hier das Geldverdienen mit dem Netten zusammengeht. Aber da wurde ich ein bisschen enttäuscht. Wir werden hier klar als billige Arbeiter angesehen, die das über gebliebene oder billige Essen bekommen und nicht so richtig Teil der Familie werden. Leider gibt es keinen öffentlichen Verkehr und wir werden zwar mitgenommen, wenn Geoff und Bev unterwegs sind, aber man fährt uns nirgends hin. &lt;br /&gt;Da Leo nun diesen Job für sich ergattert hat, haben sich die Pläne zerschlagen, in die Nähe Melbournes zu reisen, wo er in einem Restaurant in den Bergen hätte arbeiten können. Ich wäre mitgekommen und hätte mich dort um Arbeit bemühen können, wobei die Unterkunft frei wäre und er mir sogar anbot, mir etwas von seinem Lohn abzugeben, da er nicht ohne mich dorthin wollte. Nun war klar, dass er alleine aufbricht, da im Camp kein Job für mich war. Zu schade, wäre zwar abgelegen, aber sicher interessant und vor allem sehr gut bezahlt mit Schichtarbeit für zwei Wochen und einer Woche frei. So bin ich wieder einmal auf mich allein gestellt. Ich habe mich für alles beworben, was nur im Ansatz in Frage kam. Als Nanny, als eine Art Pflegerin oder Aufpasserin für einen Mann mit Parkinson, dessen Frau Alzheimer und einen eigenen Pfleger hat, aber auch als Putzfrau, Werker für alles, Küchenhilfe und Bedienung in Mt Tamborine. Ich rief sogar bei Babysittereltern an, die mich noch am gleichen Tag zurückriefen, da ihr Babysitter abgesprungen war. Da hatte ich richtig Glück. Schon am Vortag hatten Geoff und Bev ein Essen in der Kommune und ich einen Babysitterjob bei Bodybuilder Vaughn und der filmstarschönen Elizabeth. Die beiden haben zwei nette Söhne, Xavier und Zane. Ich wurde vorgewarnt, dass alles furchtbar schwierig sein könnte mit Essen, Fernsehen, Schlafen und Baden. Die beiden waren phantastisch, sehr nett, sehr ruhig und um halb acht schliefen sie auf der Couch ein. Leicht verdiente fünfzig Dollar. Als Vaughn nach Hause kam, plauderte man noch ein wenig und ich fand heraus, dass er in Philosophie promoviert hatte, was mich freilich fast umgehauen hat. Er gab mir seine Arbeit mit, auf zweihundert Seiten redet er über Kunstdefinitionen und welche Stellung Bodybuilding als Kunstform einnimmt. Das ist immerhin interessant...&lt;br /&gt;Gestern ein ähnliches Szenario: grosse Warnung, ruhiges Kind, daher kaum Arbeit, ausreichend Internetzeit und sogar ein besseres sättigenderes Essen als bei meinen Wwoofers. Ich wurde angerufen und für heute zum Vorstellungsgespräch um vier geladen. Job: Putzfrau und Bedienung. Die gestrigen Babysittereltern meinten, sollte ich den Job kriegen, könnte ich bei ihnen wohnen und ein wenig wwoofen, was freilich ideal wäre. &lt;br /&gt;Leo meinte kürzlich, er habe noch nie jemanden getroffen, der so wenig Geld ausgibt. Das finde ich amüsant, war doch nicht nur meine Eigenwahrnehmung bis dato eine ganz andere. Ich bin jedenfalls bereit, für meine Pläne zu arbeiten, da ist der Job nebensächlich, solange er etwas mehr Geld bedeutet. Ich möchte meine Reise mit vier Wochen Freiwilligenarbeit in einem Waisenhaus abschliessen. Da denke ich an Thailand oder Afrika, wobei das Land weniger entscheidend als die Tätigkeit ist. Leider ist Freiwilligenarbeit meist recht teuer. Man arbeitet und zahlt...&lt;br /&gt;Nach Tasmanien sind wir eingeladen und ich würde zu gerne nach Melbourne fahren und sehen, wie der Süden der Ostküste ist. Ich sehe, wie ich alles unter einen Hut kriege, bevor ich Anfang 2010 wieder nach Regensburg komme.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-2567086734605650076?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/2567086734605650076/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/12/wirtschaft-hu-menschlich-najapu.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/2567086734605650076'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/2567086734605650076'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/12/wirtschaft-hu-menschlich-najapu.html' title='Wirtschaft hu, menschlich najapu'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SxsNFqVzGYI/AAAAAAAAAsI/S0kFWiUIM5A/s72-c/IMG_0252.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-4310505261771159093</id><published>2009-11-22T21:31:00.000-08:00</published><updated>2009-11-25T12:32:44.434-08:00</updated><title type='text'>Histolisches Update fuel alle</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sw2T_F7mrsI/AAAAAAAAArg/LHnd5AUfUzw/s1600/IMG_0174.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sw2T_F7mrsI/AAAAAAAAArg/LHnd5AUfUzw/s200/IMG_0174.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5408141439675051714" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sw2T-oxcxfI/AAAAAAAAArY/H4EszhZSSMY/s1600/IMG_0169.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sw2T-oxcxfI/AAAAAAAAArY/H4EszhZSSMY/s200/IMG_0169.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5408141431847831026" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sw2T-Cg4PhI/AAAAAAAAArQ/1DgEqrJVTyY/s1600/IMG_0168.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sw2T-Cg4PhI/AAAAAAAAArQ/1DgEqrJVTyY/s200/IMG_0168.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5408141421577780754" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sw2T9pU72lI/AAAAAAAAArI/ZIehIGOwgAE/s1600/IMG_0160.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sw2T9pU72lI/AAAAAAAAArI/ZIehIGOwgAE/s200/IMG_0160.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5408141414816799314" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sw2T9KZzd6I/AAAAAAAAArA/zr1IBAoRX54/s1600/IMG_0141.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sw2T9KZzd6I/AAAAAAAAArA/zr1IBAoRX54/s200/IMG_0141.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5408141406515722146" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Es ist heiss. Wirklich, ehrlich. Da gibts vor allem den Pool, der erheitert und erfrischt, zumal wenn Sohn und Enkel von Sue und David zu Besuch kommen und sich sogar Jack Russell Fergus zu einem Leuteinswasserjagenundgegebenenfallsselbstnasswerden ueberreden laesst. Den Vogel abgeschossen hat allerdings Sally, eine chinesische "commerce"-Studentin, die wiederum eigentlich Meijue heisst und deren Englisch fast so heiter wie ihre Schwierigkeit mit der offensichtlich so ganz anderen Gesellschaft ist. David hatte sie als weniger brilliante, dafuer aber sehr nette Schuelerin im Unterricht und lud sie kurzerhand zum Sonntagsbrunch ein. Da war sie dann wohl froh, in mir eine weitere Auslaenderin zu treffen und als wir gemuetlich an unseren Eier nibbelten, warf sie flockig zur vollen Runde an mich gewandt ein: "Sele was wal in Gelmany. I do not know any of si histoly of sis. Can you tell me about si wal?". Nicht dass ich besondere Empfindlichkeiten zum Thema Deutschland und Nazis haette, was mir das Dotter im Halse stecken liess war vielmehr diese kuriose Idee, dass der zweite Weltkrieg das ideale smalltalk Einstiegsthema ist. Ich war fasziniert und konterte mit meinem brillianten Geschichtswissen: boeser Mann Hitler will die Welt regieren, das finden nicht alle andere Laender so wahnsinnig gut und bremsen ihn und die der Raserei verfallenen Deutschen ein wenig. Seither ist man bescheidener in Deutschland. Ob sie nun besser Bescheid weiss ueber si war? Nett war auch, wie sie in heller Verzweiflung ihren von uns Gesundheitsaposteln kredenzenten Karotten, Sellerie, Ingwer, Rote Beete Saft von einem Moebelstueck zum anderen manoevrierte. Trinken wollte sie das Gebraeu nicht, wie ich gleich ihrem entsetzten Gesicht entnehmen konnte. Die Arme, leicht hat sies nicht, in dieser wilden, fremden Kultur. &lt;br /&gt;Ich hingegen kann nur wahre Lieder auf diesen Saft trinken. Er spendet Kraft und Freude und wir gehen hier durch Kilos an Moehrchen. Sehr, sehr gesund. So gut, dass mans gleich spuert.&lt;br /&gt;Ich putze hier Silber, das dann leider nicht hinreichend glaenzt und fuehle mich ganz in deutschen Standards. Das ist immerhin gewohnt. Und gute Arbeit wird gelobt, ausserdem arbeiten wir hoechstens vier Stunden taeglich und haben dazu interessante Gesellschaft. Gestern fuhr ich im Boetchen nach Brisbane in die Kunstgalerie, was ich wunderbar entspannend fand. Ausserdem schaue ich ein klein wenig anders auf die Bilder und in die Welt seit ich selbst so gerne zeichne. Ein grosser Buchladen, billige Buntstifte und mein Herz lacht. &lt;br /&gt;Da gibt es weiterhin diesen Job, lockere 26 Busstunden noerdlich von hier. Hier ist es, sorry, schweineheiss und ich will bloss noch in den Pool. Dabei sind wir noch nicht mal bei 40 Grad. Dort ist es nass, mit vielen Fliegen und um die fuenfzig Grad. Ich glaube, ich will diesen phantastischen Putz-Bar-Kuechenhilfsjob mit nahezu ausschliesslich dauerbesoffenem Publikum nicht. Noccundra hat gereicht. Einmal reicht fuer die Erfahrung. Ich muss mir auch nicht mehr beweisen, dass ich durchhalten kann in Bedingungen, die mir so gar nicht gefallen. Tiefer als zu den Tomaten muss ich nicht greifen. Mein selbstgemaltes Job Wanted! T- Shirt hat erste kleine Fruechte getragen. Auf dem Markt am Samstag wurde ich angesprochen, ob ich nicht einen Marktstand fuer einen Tag betreuen wollte. Schade, dass ich von dort nur mit einem Auto heimgekommen waere und das Angebot nicht annehmen konnte. Ich mag jedenfalls meine offensive Suche. Bin gespannt, was weiter passiert. &lt;br /&gt;Und ha: meine Sklaventreiber haben gezahlt. 68,20 Dollar waren auf meinem Konto und ich triumphierte! Damit lebe ich als Wwoofer eine Woche. Mehr als ums Geld ging es mir aber darum, dass ich so fest der Ueberzeugung war, dass das laute Paar zwar nicht gerade zuckersuess, aber doch irgendwie fair ist und eben die Arbeiter bezahlt. Ich habe meine Formulare ausgefuellt und es wurde genau notiert, was wer pflueckte. Damit ist mein Vertrauen in mein Einschaetzungsvermoegen wieder hergestellt. Das ist wichtiger als die paar Kroeten.&lt;br /&gt;Und da ist noch ein Gedanke. David arbeitet als TESOL Lehrer, das ist ein Lehrer fuer Englisch fuer Nichtenglischsprachler. Um das machen zu koennen, gilt es ein Zertifikat zu erwerben. Er hat dafuer einen vierwoechigen Kurs absolviert und 3000 Dollar bezahlt. Nun ist er als Springer an der Uni beschaeftigt, er koennte aber auch nach China oder Japan reisen, nach Thailand oder in die Emirate. Mittlerweile kann man dieses Zertifikat ab 150 Dollar mit einem 50 Stundenkurs online erwerben. Ob das wohl was fuer mich waere? Ich grueble. Lehrer im reichen Ausland wuerde bedeuten, ich wuerde das Geldspiel spielen. Bis dato nicht mein Ding. Ob mir das Spass machen wuerde? Ich denke noch ein Weilchen, ob das eine ernsthaft zu erwaegende Idee ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-4310505261771159093?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/4310505261771159093/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/11/histolisches-update-fuel-alle.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/4310505261771159093'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/4310505261771159093'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/11/histolisches-update-fuel-alle.html' title='Histolisches Update fuel alle'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/Sw2T_F7mrsI/AAAAAAAAArg/LHnd5AUfUzw/s72-c/IMG_0174.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-2613580839999250753</id><published>2009-11-19T03:05:00.000-08:00</published><updated>2009-11-19T03:48:47.478-08:00</updated><title type='text'>Und nun mal schick</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SwUoQoKLFXI/AAAAAAAAAqE/CqapLDYwfeA/s1600/IMG_0123.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SwUoQoKLFXI/AAAAAAAAAqE/CqapLDYwfeA/s200/IMG_0123.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5405771193851254130" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SwUoQH80PDI/AAAAAAAAAp8/e4JsVEOdIYk/s1600/IMG_0122.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SwUoQH80PDI/AAAAAAAAAp8/e4JsVEOdIYk/s200/IMG_0122.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5405771185205296178" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nein, hier werden wir nicht immer mit „Dal“ (für Darling) gerufen, wie es Janine so charmant getan hat. Hier bläst sozusagen ein anderer Wind. Bei Sue und David Gough hat alles seinen Platz, nicht aber Schmutz und Staub und Chaos. Ein ziemlich schickes Haus, ein ausgesprochen sortierter Garten, nicht allzu viel Platz fürs Gemüse, aber doch einige Kräuter. Wir wurden vom verschmitzten,vollbärtigen David in Indooroopilly, einem Vorort von Brisbane abgeholt und hierher chauffiert. Sue hatte eines ihrer recht schicken Dinner in ihrer schicken Küche gekocht und wir plauderten launig. Arbeit ist ebenfalls recht klar, überanstrengen müssen wir uns aber sicher nicht. Mein Zimmer ist sozusagen romantisch, mit einer Blumentapete, ein paar Büchern und ein paar kleinen Gemälden. Beide mögen sie Kunst, kennen Künstler und Autoren. Fasziniert und vollständig glücklich bin ich in der Bibliothek, einem Durchgangszimmer mit Regalen, in denen aber weder mehr Bücher noch breitere Interessen Platz gefunden haben. Aber das ist doch eine gewissen Offenheit für verschiedene Ideen erkennbar. Schwarzer Humor, Buecher, die auch mal quergehen und sowas wie kritische Distanz. Ihr Leben ist nicht ganz im bürgerlichen Rahmen, auch wenn ich anfangs den Eindruck hatte, dass es doch sehr dicht daran schrammt. Sue unterrichtet kreatives Schreiben, hält aber mir gegenueber noch hübsch geheim, was sie da genau unterrichtet. David unterrichtet Englisch und hat jahrelang in der Forstwirtschaft, da aber wohl eher in der Planung und am Schreibtisch gearbeitet. Er hat im Garten einen Baum, den man bis vor fünf Jahren nur aus Fossilien kannte. Ein paar mutige Wanderer aber stiegen in einen Bach und entdeckten ihn dort und mit ihm noch 36 weitere. Nun werden sie freilich eifrig gezüchtet, diese schräge Pinienart. Verschroben und doch sehr sympathisch. Wie übrigens auch die zehn verschiedenen Bambusse, die er hier anbaut und die teils weit höher als das Haus wuchsen. Die Dinger sind offiziell Gräser und machen im Wind mehr als seltsame Schabegeräusche. Sue fällt nahezu in Ohnmacht, wenn sie sieht, wie ich durch den Garten pflüge. Was ich in drei Stunden ab sechs Uhr früh geschafft habe, hätte einem koreanischen Wwoofer über eine Woche gekostet. Und da war noch nicht mal was umgegraben. Man ist entzückt. Vor allem von der deutschen Reinlichkeit- nur deutsche Wwoofer dürfen die Bücherregale abstauben. Ganz anders also wieder als bei Janine, wo es nun wirklich nicht um übertriebene Exaktheiten ging. Die hat hier gleich angerufen und gesagt, dass sie, Perrine und Pipo ganz viel an uns denken und uns alles erdenklich Gute wünschen. Rolf und Robyn riefen an und wollten natürlich auch Details. Wie lieb wir umsorgt werden. Dabei waren die Erfahrungen so unterschiedlich und doch haben wir uns sehr gut eingefunden. Das ist ein grosser Bonus von Leo: er passt sich gut an.&lt;br /&gt;Wir haben in der Zeitung einen Kochjob im Outback in der Nähe von Mt Isa gefunden, das ist lässige 26 Stunden Busfahrt nordwestlich von hier. Dort hat es fünfzig Grad und grässliche Stechfliegen, die Gegend ist als Saufgegend bekannt. Ich will da nicht hin. Meine Outbackerfahrung reicht mir. Ich habe mich für Putzjobs beworben, auf einer Insel mit Unterkunft, bei einer Familie mit Kinderbetreuung, am Flughafen und für ein Hotel mit Küche. Putzen eher nachts bei ca. 20 Dollar Stundenlohn. Das wäre nicht übel und für einen Monat durchaus auszuhalten. &lt;br /&gt;Ich habe weiter sehr gut gewirtschaftet und in vierzig Tagen 400 Dollar verbraucht. Dabei fühle ich mich durchaus reich. Ich lebe mit viel Platz in einem Haus mit vielen Büchern, Internet und Pool, ich habe herrliches, gesundes Essen und auf meine Initiative hin gar weiter frisch gepresste Gemüsesäfte. Ich darf mit Sue zum Yoga und dieser Tage geht’s nach Brisbane in die Kunstgalerie und die Bibliothek, die sie mit aufgebaut hat und am Samstag zu einem wohl recht bekannten Markt. Das für ein bisschen pflanzen, kochen, abspülen und Rasen mähen. Wen kümmerts, dass die Dinge nicht mir gehören, wenn ich sie doch nutzen kann? Besitz und Geld stehen in einem anderen Licht für mich. Trotzdem suche ich freilich einen Job. &lt;br /&gt;Sue arbeitet als freischaffende Journalistin und geht zu Theateraufführungen. Sie hat als Eheberater gearbeitet und gibt ihren Schreibunterricht. Da sehe ich sehr viele Parallelen zu mir. Angefangen hat sie bei einer Zeitung als Sekretärin und ist ohne Studium in all das hineingerutscht. Kreatives Schreiben hat sie erst 2008 mit einem Master abgeschlossen. Und auch wenn sie ihren ersten und soweit ich weiss einzigen Roman für Erwachsene 2001 veröffentlicht hat, so sieht sie sich doch klar als Schriftstellerin. Wie viel hängt davon ab, wie man sich selbst sieht. Erfolg und Kraft schweben aber doch über diesem Haus. Klarheit, Aufgeräumtheit. Wie überall gibt es hier eine schwierige Familie mit Selbstmord, Depression, Einsamkeit und Zurückgewiesenwerden. An irgendwas laborieren wir eben alle. Sie sagt, sie habe eine Gefühl, dass ich nochmal ein Buch veröffentlichen würde. Das würde sehr gut passen. Sie fragt mich, wie ich ich geworden bin mit meinen wilden literarischen Interessen und meiner nahezu Gier nach Wissen. Ich weiss es nicht. Neugier und das Vermeiden von Langeweile ist mein Motor. &lt;br /&gt;Ich bin wie immer beeindruckt, wie sehr ich Einblick in andere Leben, Schlafzimmer, Vergangenheiten und Interessen kriege. Mir werden ständig ganze Leben präsentiert und das Vertrauen geschenkt, dass ich niemanden ausraube, was beim Wwoofen nur zu einfach wäre. Die Menschen haben Vertrauen und wollen das Gute. Wwoofen ist netter Austausch und im Grunde wird man umsorgt und durchgefüttert. Ich merke, ich werde leichter. Ich habe ein bisschen Gewicht verloren und ich gewinne Zutrauen. Ich habe die Panik nicht, dass mir das Geld ausgeht, ich keinen Job habe, nicht mehr weiterkomme. Wenn ich meine Energien gut einsetze, kommen die guten Dinge konsequent meines Wegs, so scheint es. Muss mich schon bemühen und organisieren und für mich und uns einstehen, aber dann wird doch wieder alles. &lt;br /&gt;Ich habe auch einen weiteren Wwoofingplatz für uns gefunden, weiter südlich in Mt Tamborine, einer Nationalparkgegend, die alle als wunderschön bezeichnen. Dort werden Gemüse gepackt und zu Märkten gekarrt, eingeweckt und Vorträge über gutes Essen und ein gutes Leben gehalten. Klingt sinnvoll und gut und die wollen uns auch in zirka einer Woche. Solange wollen uns aber David und Sue noch behalten.&lt;br /&gt;Gute Dinge: nach ein bisschen  Zinnober via Anrufen und einer SMS haben meine türkischen Sklaventreiber mir meine sauerst verdienten 68,20 Dollar überwiesen. Das klingt nicht so mächtig, bei zehn Dollar Ausgaben pro Tag bringt es mich aber eine Woche durch. Viel wichtiger ist aber, dass ich meinen Glauben behalten habe. Ich war überzeugt, dass sie hart sind und schlecht zahlen, aber dass sie eben am Ende zahlen. Das hat gedauert, ist nun aber passiert und ich bin glücklich. Und das natürlich umso mehr, weil wir heute laufen und im Pool schwimmen waren, ich gezeichnet und geschrieben habe und mich für Jobs beworben. Ein ausgewogener Tag. &lt;br /&gt;Auf dem Bett liegt ein neuer Hund, der Jack Russell Fergus, der immer Gesellschaft mag, liebend gern mit seinen kleinen Zähnchen rauft und so gerne mit uns zusammen ist, dass er gar mit uns laufen ging, auch wenn ihn das an seine konditionellen Grenzen brachte. &lt;br /&gt;Alles machbar -schreiben, lehren, unabhaengig sein- wenn man nur weiss, was man will. Ich hoffe, dem komme ich nah und naeher. Ich fühle mich jedenfalls rundum sehr wohl, sehr ausgeglichen, körperlich und geistig. Ist schon ziemlich viel. Ich sehe, aus welchen Bausteinchen andere Leute ein Leben bauen. Keine Hexerei und dem meinen in so vielem aehnlich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-2613580839999250753?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/2613580839999250753/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/11/und-nun-mal-schick.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/2613580839999250753'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/2613580839999250753'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/11/und-nun-mal-schick.html' title='Und nun mal schick'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SwUoQoKLFXI/AAAAAAAAAqE/CqapLDYwfeA/s72-c/IMG_0123.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-118937221513493736</id><published>2009-11-18T01:39:00.001-08:00</published><updated>2009-11-18T01:57:24.272-08:00</updated><title type='text'>Anpassen und nicht verbiegen</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SwPE6nqj8hI/AAAAAAAAAp0/85n_YWopsL0/s1600/IMG_0036.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SwPE6nqj8hI/AAAAAAAAAp0/85n_YWopsL0/s200/IMG_0036.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5405380489133683218" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SwPE6KelIII/AAAAAAAAAps/RXtSWVx_WP8/s1600/IMG_0085.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SwPE6KelIII/AAAAAAAAAps/RXtSWVx_WP8/s200/IMG_0085.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5405380481298800770" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SwPE5vpXu1I/AAAAAAAAApk/BPOVXQ6yKeU/s1600/IMG_0114.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SwPE5vpXu1I/AAAAAAAAApk/BPOVXQ6yKeU/s200/IMG_0114.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5405380474096302930" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SwPE5AbImyI/AAAAAAAAApc/rsazxZ8NVPI/s1600/IMG_0120.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SwPE5AbImyI/AAAAAAAAApc/rsazxZ8NVPI/s200/IMG_0120.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5405380461420124962" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SwPE4wfSMkI/AAAAAAAAApU/uOFqGBZ4cwo/s1600/IMG_0110.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SwPE4wfSMkI/AAAAAAAAApU/uOFqGBZ4cwo/s200/IMG_0110.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5405380457142563394" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die verwunschene Kamera funktioniert wieder! In Bundaberg kam ich in eine kleine Plauderei mit einem älteren Ehepaar. John und Patricia sind im Ruhestand und erholen sich von ihren Zitrusfrüchten, die sie anbauten. Sie luden mich prompt zu sich auf einen Tee mit Scones, den kleinen englischen semmelartigen Süssdingern ein, ich durfte ihren wilden Dackel beim Fussballspielen bewundern und wir checkten die Kameralage im Netz. Ein paar wilde Warnungen über die vermeintliche Unreparierbarkeit später und die Ankündigung, dass eine Reparatur teurer als die ganze Kamera ist, sassen wir da mit Uhrmacherschraubenziehern und einem Fön zum Herausblasen des das Getriebe hemmenden Sandes. Ein bisschen rohe Gewalt, das Objektiv in die Kamera gedrückt, ein paar mal ordentlich geschüttelt und schon geht wieder alles. War ein netter kleiner Ausflug zu den beiden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach wilden Zuneigungsbeteuerungen von Rolf und Robyn und dem Versprechen, von sich hören zu lassen, gings auf zu Anne, der Frau, zu der ich in der Noosagegend gehen wollte. Das war wieder mal... anders. Aber von vorn. Erst kam Robyns Familie mit vier Kindern zwischen zwei und zehn angerückt und ich war zum Kinderherumwerfer und Spassvogel umfunktioniert, was auch mal wieder lustig war. Am Bahnhof tauchte Leo einigermassen abgerissen auf und wollte am Freitag mit mir nach Cooroy fahren, wo mich Anne abholen sollte. Er war dort freilich nicht angemeldet und ich daher, unter anderem, etwas zögerlich. Dennoch fuhr er mit, dennoch wurden wir abgeholt, wenn Anne Leo auch nicht als Wwoofer annahm, ihn  in der Waschküche einquartierte und er für sein Essen zahlen sollte. Das war in Ordnung. Etwas schräg war dann aber, dass ich meinen Rucksack in der Garage lassen sollte, anstatt ihn in meinem recht grossen Raum zu deponieren.  Dann sassen wir auf der Veranda, blickten auf ihre Pferde und ihren Poolreiniger und hörten uns ein Lamento über die Knappheit ihrer Finanzen an und dass wir daher nur Scheibletten und billigen Toast essen könnten. Aber sie fuhr mit ihrem schicken  Jeep zu ihrem zirka 200 m entfernten Briefkasten. Als ich Leo, der wirklich fix und fertig war, ein Sandwich in die Waschküche bringen wollte, rannte sie mir nach, das käme ja nun gar nicht in die Tüte, gegessen werde am Tisch. Am Abend gings zu ihrem Bruder, ein netter Klavierrestaurateur und -stimmer Ende siebzig. Ich hatte mein Skizzenbuch verlegt und war etwas in Sorge, was sie dazu brachte mich anzufahren, dass sie eine Verabredung einzuhalten habe und was mir denn einfiele, jetzt noch auf der Veranda nach meinem Buch zu schauen. Mir derartige Töne anzuhören, bin ich wohl ein bisschen zu alt und passe ein bisschen zu  gut auf mein Wohlbefinden auf. Als ich am nächsten Morgen für Leo nach einem  neuen Wwoofingplatz schaute, organisierte ich für uns beide. Ich rief Janine an, deren Eintrag im  Wwoofingbuch wirklich sehr nett klang. &lt;br /&gt;Ein Anruf zeigte, dass sie zwar schon zwei Wwoofer hatte, ein französisches Paar, aber wir waren dann doch gleich herzlich willkommen und sie holte uns direkt bei Anne ab. Die war ordentlich verstimmt, meinte, sie hätte im Gegenzug für ihre Gastfreundschaft gar nichts erhalten, so dass wir ihr fünf Dollar hinterliessen. Es fällt mir nicht ganz leicht, zu gehen und sozusagen meinen Mann zu stehen, wenn es mir nicht passt. Aber mir war klar, dass es dort einiges an Ärger geben würde. Anne war frustriert, hatte sie ihr Mann doch für eine Jüngere verlassen. Ich glaube, sie trank und es könnten auch noch andere Dinge im Spiel sein. Sie wollte jemanden, dem sie sagen kann, wo es lang geht und hören, wie schlecht die Welt ist. Beides funktioniert aber nun leider mit mir nicht so gut. &lt;br /&gt;Bei Janine war es wieder ganz anders. Sie wohnt an einem Hang in einem sehr hübschen Haus mit viel Holz. Unter ihrem Haus grasen die Llamas, das Pferd und die Kuh, rennen die Hühner, Gänse und Enten herum. In ihrem Haus wuseln die sechs Hunde und abends taucht eine Katze auf. Es gibt frische Milch, die nach den glücklichen Zeiten mit meiner Oma auf dem Bauernhof schmeckt. Sie hat momentan Finanzsorgen, das heisst aber nicht, dass die Wwoofer hungern. Arbeit ist nicht recht geregelt wie bei Rolf und Robyn, wo wir eine tägliche Schicht von acht bis zwölf hatten.  Hier wird ein bisschen nach gusto gewurschtelt. Ich bin mit einem festen Plan motivierter, ist mir doch eher klar, wann ich frei habe. Janine hat eine dunkle Kindheit hinter sich und knabbert noch daran. Sie ist eine spannende Person, die die Welt für einige Jahre bereist, als Lehrerin gearbeitet, Astrologie und Gestalttherapie studiert hat, wenn sie auch nicht an ersteres glaubt. Ausserdem zeichnet sie wunderbar und hat eine beachtliche Sammlung ihrer Werke. Sie hat mich auf grössere Formate und viel Spass mit Kugelschreibern gebracht. Unsere Arbeit war im Haushalt, aber wir waren auch mit kleinen Baujobs beschäftigt, befestigten Latten und reparierten den Hühnerstall, räumten auf, melkten Jetty, die Kuh und wässerten mit Eimerchen die vertrocknenden Bäumchen. Es ist wirklich sehr trocken hier, wir spülen das Klo mit Wasser aus einem künstlich angelegten Teich und duschen ist eher ein Abwaschen in ebendiesem Teich oder aber am Strand unter einer richtigen, kalten Dusche, die das Gefühl von wahrem Luxus vermittelt. Janine ist interessante, aber auch fordernde Gesellschaft. Momentan fühlt sie sich nicht im Stande zu arbeiten, vieles aus ihrer Vergangenheit überwältigt sie. Zudem hat sie das von Moskitos übertragene Rossfieber, das sie manchmal sehr müde werden und ihre Gelenke anschwellen lässt. Als wir einen ganzen Vormittag zusammensassen, um über Möglichkeiten an Geld zu kommen, zu sprechen, endete das in einer grossen Therapiesitzung. Perrine, die nette französische Wwooferin sass dabei und erzählte ebenfalls lang von ihrer verkorksten Kindheit. Puh, da frag ich mich, ob ich wirklich gern Therapeut wäre. Ich war nach drei Stunden vollständig durch den Wind und sehnte mich nach körperlicher Ertüchtigung. Das Kuhmelken bietet das ausreichend, bin ich doch mit meinem Metalleimerchen emsig beschäftigt, Jetty mit ruhigem Zureden und Streicheln, Heu und Futter bei Laune zu halten. Wenn es ihr passt, spaziert sie weiter und das mit Vorliebe in meinen Eimer, den ich dann schnell unter ihr wegziehen muss. Ausserdem drohen Krämpfe in Beinen beim Niederhocken und in den Händen vom Melken. Macht trotzdem Spass. Dann  noch ein paar Zecken aus ihrem Fell gezogen und alles ist gut. Die Llamas und das Pferd kriegen ihr Heu, die Hühner ihr Futter und Wasser und die Tiersitzung ist beendet. Vollständig hingerissen bin ich von den drei kleinen graubraunen Windhunden Dios, Bosa und Aria. Sie haben gleich Katzen ihren eigenen Kopf, sind keine winzigen Schosshündchen, aber sicher nicht monströs und einfach herzig und sehr streichelbedürftig. So einen hätte ich wirklich zu gerne. &lt;br /&gt;Rolf und Robyn kamen zu Besuch, da sie auf dem  Weg gen Süden waren und brachten Bananen vorbei. Rolf benahm sich ziemlich daneben, trat in Janines Haus ein und tat gleich lautstark kund, dass ihm ihre Zeichnungen nicht gefallen. Dann sagte er auch gleich, dass ihm die Aubergine auf seinem Sandwich nicht passt und Janine reagierte einigermassen gereizt. Ich fühlte mich zwischen den Stühlen. Einerseits kann ich nichts dafür, wie er sich verhält, andererseits habe ich ihn sozusagen eingeladen. Und da nun Janine momentan nicht ganz auf der Höhe ist, nahm sie das für den kompletten nächsten Tag so mit, dass wir, wenn wir sie überhaupt sahen, sie sehr, sehr schlechter Dinge war. Da stelle ich wieder mal fest, wieviel Sensiblität es doch braucht, wenn man durchs Wwoofen für eine Weile ins Leben anderer Leute einsteigt. Die Anpassung, die bei Rolf und Robyn gut klappte, ist hier eine ganz andere. Kein wildes Christentum, kein geregelter Tag, Hunde im Bett und ein ganz anderer Umgang. Sie kennt und mag Kunst und klassische Musik und die Gespräche gehen eher darüber und nicht über den Glauben oder gesunde Ernährung.  Janine mag bunte Farben und flucht schon mal. Wir waren in einem alternativen indischen Cafe und hörten Klarinette und Trommel, was auch mal eine nette Abwechslung war. Janine fühlte sich inspiriert durch unsere abendlichen Zweierunterhaltungen und meinte, ich könnte sie wohl wieder auf den Pfad bringen, so dass sie ihr Leben wieder richtig im Griff hätte. Ich hätte es sogar geschafft, sie zum Brettspielen zu motivieren, das sei ihr vorher nie passiert, das sei eine wahre Gabe. Ich schmunzelte und freute mich. Sie ist gelangweilt- keine Kunst, keine allzu spannenden Leute in der Umgebung. Nur die Wwoofer und die sind so bald wieder fort. &lt;br /&gt;Ich war begeistert davon, selbst Joghurt und Butter mit der frischen Kuhmilch zu machen. Beides schmeckte wunderbar, viel besser als aus dem Laden, wo man fuer 500g Joghurt schon mal fuenf Dollar hinblaettert. Ueberhaupt hat dieses Bioleben nachhaltige Auswirkungen auf mich. Wie lecker ist das Essen und wie schoen ist es, eigene Dinge anzubauen und zu ernten. Ich habe wirklich einen ganz anderen Bezug zu meiner Nahrung. Da denke ich auch wieder daran, wie gut doch das Wwoofen ist: ich fuehle mich richtig reich. Ich lebe in spannenden Umgebungen mit allerlei interessanten Leuten, esse bestes Essen und zahle mit ein paar Stuendchen Garten- oder Hausarbeit. Ne, da kann ich nicht meckern. Man darf halt nicht zu heikel und etepetete sein, sonst ist es schwierig, zwischen die Kakerlaken zu kriechen, Schlangen in der Garage zu treffen und auch mal ein nicht ganz so wunderbares Mittagessen zu verschmausen- wenn das auch extrem selten ist. Im Gegenteil nehme ich haufenweise Inspiration fuer neues Essen mit. Seit der Zeit in Bundaberg bin ich vollstaendig ueberzeugt, dass rohe Mahlzeiten ausgezeichnet sind. Lecker, gesund und gut zuzubereiten. Mit den richtigen Sossen und Kombinationen und vor allem mit Gemuesesaeften huepfe ich durch den Tag vor Energie. Und nebenher koennte ich gar noch ein bisschen leichter werden, was ja nun auch kein Schaden waere. Mehr davon! Ich will auch eine Kuh und Huehner und Windhunde!&lt;br /&gt;Am 12., Leos Geburtstag, wurden wir ins schicke Noosa chauffiert, wo sie händeringend Köche suchen. In einem sehr versnobbten italienischen Restaurant gingen wir zu einem eisekalten Jobinterview. Leo reizte der Job, doch redete ich ihm zu, sich nicht wieder in eine solche Hölle zu begeben, mit der er wirklich nicht gut umgehen kann und Geld und Gesundheit riskiert. Der Strand in Noosa ist wunderbar, das Meer klar und die Wellen ein echtes Vergnügen, wenn auch leider zu klein zum ordentlichen Surfen an diesem Tag.&lt;br /&gt;Meine türkischen Tomatensklaventreiber haben nicht gezahlt, was mich richtig ärgert. Nie habe ich ein paar Kröten härter verdient und nun werden sie mir nicht mal überwiesen. Abhilfestrategien bis dato: ein Anruf und eine SMS mit der Drohung mit Rechten, aber vor allem den Freunden, die sie besuchen kämen und meiner Rückkehr. So richtig viel lässt sich wohl nicht machen. &lt;br /&gt;Beim Blättern durch Selbsthilfebücher und Astroweisheiten kam mir die Idee zu einem Selbsthilfebuch der humorigen und unesoterischen Sorte. Ein wachsender Markt, auch wenn der Buchmarkt allgemein momentan ein wenig leidet. Ich grüble und konstruiere. Man wird sehen. &lt;br /&gt;Nach der Woche bei Janine ging es wie so oft ans Ausmisten. Oh Wunder- mein Problem ist meine Bibliothek, die momentan aus 22 Büchern besteht, Reiseführer und Wwoofingbuch eingeschlossen. Meine Klamotten halte ich im Zaum, jedes zerfallende T-Shirt- und das geht schnell, bei soviel Tragen, körperlicher Arbeit und Sonne- wird durch ein neues im Op-Shop ersetzt. Gestern liess ich mich gar zu einem Sommerkleid hinreissen, das allgemeinen Anklang fand und unglaublich luftig ist. Was für ein Vergnügen bei dieser unfassbaren Hitze von 36 Grad im Schatten. Miste ich daheim alle paar Monate aus, wird das hier zur Routine und meine Einstellung zu Dingen ändert sich sukzessive. Netter Schnickschnack muss wirklich winzig sein, um weiter mitgeschleppt zu werden. Meine echte Neuseelandpauamuschel, Blossom the Powerpuff und das wars dann. Bücher werden gelesen und weitergegeben, getauscht oder mit der warmen Jacke heimgeschickt. Die Dinge halten mich nicht zurück, so wie ich es befürchtet habe, bevor ich auf Reisen ging. Und es findet sich doch immer wieder alles Nötige und noch viel mehr in den Häusern unserer Gastgeber. &lt;br /&gt;Am Montag ging es weiter gen Brisbane zu David und Sue. Darauf freute ich mich sehr. Ich erwartete eine organisierte, tendenziell schickere Umgebung und warmherzige Leute. Und genau das habe ich auch vorgefunden. Mehr dazu in der nächsten Soapfolge!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-118937221513493736?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/118937221513493736/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/11/anpassen-und-nicht-verbiegen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/118937221513493736'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/118937221513493736'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/11/anpassen-und-nicht-verbiegen.html' title='Anpassen und nicht verbiegen'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SwPE6nqj8hI/AAAAAAAAAp0/85n_YWopsL0/s72-c/IMG_0036.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-5860001795439191818</id><published>2009-10-31T16:54:00.000-07:00</published><updated>2009-10-31T17:11:04.436-07:00</updated><title type='text'>Eine Woche Leben als Sklave</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SuzRzmcIFyI/AAAAAAAAApM/vs-GhFaX-VI/s1600-h/IMG_4422.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SuzRzmcIFyI/AAAAAAAAApM/vs-GhFaX-VI/s200/IMG_4422.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5398920737732433698" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SuzRzCTznAI/AAAAAAAAApE/WDEMMMC1wgs/s1600-h/IMG_4418.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SuzRzCTznAI/AAAAAAAAApE/WDEMMMC1wgs/s200/IMG_4418.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5398920728033860610" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SuzRypBaMBI/AAAAAAAAAo8/HjTCDQh0GFc/s1600-h/IMG_4474.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SuzRypBaMBI/AAAAAAAAAo8/HjTCDQh0GFc/s200/IMG_4474.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5398920721245810706" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SuzRyBEV1xI/AAAAAAAAAo0/BWuhDYWKucY/s1600-h/IMG_4481.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SuzRyBEV1xI/AAAAAAAAAo0/BWuhDYWKucY/s200/IMG_4481.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5398920710520690450" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SuzRxhCTcII/AAAAAAAAAos/UnjawW_kVJI/s1600-h/BILD0002.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SuzRxhCTcII/AAAAAAAAAos/UnjawW_kVJI/s200/BILD0002.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5398920701922209922" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nun haben sich die Dinge doch entwickelt. Zweimal sass ich in der Früh um sechs vor dem zwei Kilometer entfernten Tomatenfeld, bewunderte die Vögel (Kookuburra, Fantails und bunte Lorrikeets), las meine Russellbiographie und schrieb mein Tagebuch, aber keine Pflücker weit und breit. Am dritten Tag rückten sie dann an und ich wurde vom Türken Mehmet zum Erscheinen am Tag darauf befohlen- you come tumurra, you work. Wie später üblich schreiend, im Befehlston. Seine Frau teilt sich mit ihm den Schreiposten und man hört durch die Walkietalkies, die sie tragen ständig den jeweils anderen auf türkisch schreien, was zu gleichen Reaktionen und unwirscher Mine führt. Ich habe beschlossen, das lustig zu finden, ich glaube, die Herrschaften sind hart, aber gerecht. Hart ist der Job vor allem für den Rücken. Normalerweise geht’s um fünf in der Früh los, was mich nicht weiter stört, bin ich doch eh immer früh auf. Dann wird höchstens bis neun gepflückt. Jeder Eimer wird mit einem Dollar fünfzig nach der Steuer satt belohnt und ich komme im Schnitt auf fünfzehn Dollar am Tag. Würde ich nicht nur das Reifenprofil des geliehenen Fahrrads abfahren, wärs das Ganze freilich nicht wert. Zumal danach mein Rücken schmerzt und ich mir doch recht sicher bin, dass das der unangenehmste Job und am schlechtesten bezahlte Job ist, den ich je hatte. Da kommt kein Fliessband und keine Wäscherei ran und ganz sicher nicht die Müllhalde oder gar die Äpfel beim netten Peter in Neuseeland. Zudem gibt es auch noch Untersklaventreiber, die einem nachrennen, wenn man eine Tomate nicht pflückt oder zuviel grün oder rot im zirka zwanzig Kilo schweren Eimer hat. Den schleift man vor oder hinter sich her, die Reihen entlang, in gebückter Haltung und streift mit der anderen Hand Blätter zur Seite auf der Suche nach Tomaten. Die perfiden Dinger sind meist unter anderen grünen Tomaten und reifen nicht an der Sonne, sondern gut eingehüllt, was oft zu Pfrimeleien führt. Die Tomaten sind fast alle am Boden, so dass man sich komplett vornüber beugt. Rote Tomaten sind tabu, man pflückt nur grünes Zeug mit einem winzigen Farbansatz. Viel Gift aussenrum, die Haut juckt ein wenig durch  die Handschuhe. Einen Tag pflückten wir Zucchini, die verkratzen einen auch noch am Handgelenk und meine Chefin meinte, ich hätte keine Augen im Kopf und die Brille sei wohl nutzlos, da ich ein paar Zucchini zu Beginn übersah. Meine Mitpflücker sind fast alle Asiaten, die wenig zu einem Plausch oder einem Morgengruss aufgelegt sind. Sie mögen etwas schneller sein als ich, aber richtig Geld machen können sie auch nicht, müssen sie doch Essen und Unterkunft auf dem Zeltplatz zahlen. You can earn good money, schreien die türkischen Treiber aber trotzdem als eine Art Mantra. Wenig glücklich fand ich die Entscheidung, ihren Sohn heute mit aufs Feld zu bringen und ihm die Sklaventreibermethoden beizubringen. Sie mögen ja glauben, dass man die Asiaten derart antreiben muss, für einen zehnjährigen Buben vermittelt das aber doch einen sehr schrägen Eindruck. Ich Chef, also Du nix. So geht man nicht mit Menschen um. Sein Versuch, mir mit einer übersehenen Tomate seine Überlegenheit zu demonstrieren, scheiterte ein bisschen daran, dass ich seine „girl,girl!“ Rufe ignorierte. Meine Chefin drohte wie üblich mit dem Boss- if you do miss tomato and big boss see, you out! Mit big boss hatte ich ein munteres Schwätzchen, als ich ihn zufällig auf dem Feld traf, er fand das sehr amüsant. All dies gibt Anlass zu allerhand netten Autoritätsstudien. Gottlob bin ich auf Derartiges nicht angewiesen. Aber ich fand es sehr spannend, einmal im wahrsten Sinne ganz unten zu werkeln. Ich hoffe, meine paar Dollar werden mir überwiesen. Den Job verbuche ich in jedem Fall unter drastische Erfahrung. Wie fühlt man sich, wenn man nicht als Mensch, sondern nur als Pflücknummer behandelt wird? Das ist das Aufregende am Reisen- jeden Tag ein bisschen wie eine neue Identität, wenn ich das will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Woche Tomaten und Zucchini ist jedenfalls genug für meinen Stoff zum Nachdenken und auch für mehr als die Fahrt nach Noosa. Zudem bin ich nach dem Job sehr motiviert, mich um andere Dinge zu kümmern, wie z.B. meine journalistischen Artikel und neue wilde Ideen. Am Donnerstag reise ich ab und werde nicht von  meinem wilden Yogakommunenmann, sondern von der 68-jährigen Holländerin Anne vom Zug abgeholt. Sie hat Pferde und mag Gesellschaft. In der Nähe, erreichbar mit dem Bus, ist der Noosastrand zum Surfen und auch der berühmte, wohl riesige Markt von Eumundi. Dort gibt es auch Kunstgalerien. Am 16. November bin ich bei David und Sue. Er ist Lehrer für Englisch und wissenschaftlicher Berater (was auch immer das genau heisst finde ich raus), sie Romanautorin und Lehrer für kreatives Schreiben. Eine faszinierende Mischung, zudem scheinen sie sehr nett, geradlinig und vermutlich sehr zuverlässig. Ich freue mich sehr auf sie, habe ich doch schon als wir in Brisbane waren, versucht zu ihnen zu kommen. &lt;br /&gt;Was Leo macht, ist mir nicht ganz klar, ich vermute, er wird weiter arbeiten. Ich werde sehen. Manchmal denke ich, es war sowas wie meine Aufgabe, ihm ein wenig zu helfen, ihn zu unterstützen, ihm Kraft, Motivation und Zuversicht zu geben. Nun ist er ganz selbständig zu seiner Arbeit aufgebrochen und muss sich ein wenig allein weiter durchbeissen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da gäbs dann auch noch Colin, der auf einem Boot lebt und Häuser anstreicht. Er nimmt Wwoofer und lässt sie gar streichen, womit er sein  Geld verdient und der Wwoofer dann auch. Das wäre gar nicht dumm, allerdings ist er drei Stunden südlich von Sydney in Yass und damit sehr weit von mir entfernt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Robyn betet hier für Regen. Im Kalender haben wir gesehen, dass es volle fünf Monate nicht geregnet hat und die Mango und Zitrusbäume werfen die Früchte ab und lassen die Blätter hängen. Traurig ist das und ich hoffe sehr, dass es bald regnet. Dieses Klima hier ist doch ganz bedeutend anders als das von mir gewohnte in Regensburg. Trockenheit und Hitze- das habe ich mit Australien verbunden, es aber nur partiell angetroffen. Bis jetzt...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Finanzsituation sehe ich unter dem sportlichen Aspekt: ein bisschen was einheimsen, fast nichts ausgeben. Ich organisiere viel und bin damit auch zufrieden. Mir fehlt es an nichts. Da ist  Bildung durch die Menschen, die Natur und die Büchereibücher. Und da ist feinstes Essen beim Wwoofen und ein kuschliges Bett. Von meinen 2500 Noccundradollars sind mir noch 1200 geblieben, das ist doch schon mal was. Ich bin sicher, dass ich mittlerweile exzellent wirtschaften kann. Ich male mir ein T-Shirt mit „Job wanted“ und gucke, wie die Leute reagieren und ich werde mich in die Strasse stellen und testen, wie es sich anfühlt, Teil der „free hugs“ Leute zu sein. Kostenlose Umarmungen auf der Strasse anzubieten fordert meinen Mut. Könnte ein echtes Erlebnis werden, sicher der ungefährlichen Art, aber doch sozial exponiert und daher jenseits der Komfortzone.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rolf hätte mich sicher gern noch ein Weilchen behalten. Da Robyn als Krankenschwester meist arbeitet, ist er hier viel allein und hat sich so an meine Gesellschaft gewöhnt, dass er schon meinte, man könnte mich vielleicht als weitere Tochter aufnehmen, wie das schon mit anderen Wwoofern geschehen sei. Sehr lieb, wirklich, ich fühle mich hier recht behaglich und daheim, auch wenn wir in einigem, vor allem den Glaubensdingen, nicht ganz einer Meinung sind. Robyn ist sehr liebenswert mit ihrer speziellen Art mit Tieren. Sie fing einen Chickenhawk mit blossen Händen und scheint mir so etwas wie ein Pferdeflüsterer. Sie scheint die Tiere zu verstehen. Sie ist geradlinig, burschikos und auch spitzbübisch. Ich mag sie sehr. Und ich verlasse Barbara, meine Kunstlehrerin. Und mit ihr die Schüler Ron, der seinen Parkinson mit Malen in Griff bekam und Allan, der immer scherzt, ich sei zu gut und er frustriert ob meienr Anwesenheit. Da war ich doch bei einigen Malstunden. Das letzte Mal wollte sie mich davon abhalten, ein Rembrandtselbstporträt abzuzeichnen, da es ihr zu düster schien. Sie meinte, ich wolle doch wohl Kunstwerke produzieren, die die Menschen segnen und nichts so dunkles. Äh, nein. Ich will das volle Leben, nicht nur die netten kleinen Anne Geddes Babies, heidipu! Dann doch lieber Picasso: Paintings are not done to decorate apartments, they are weapons of war. Und so zeichne ich dunkel und wild, momentan um die Zeit des Symbolismus herum mit Wrubel, Kubin und anderen wilden mit Dämonen und nicht ganz braven Sexanspielungen. Mit Robyn ging ich gestern im Busch spazieren zu einem dunklen Wasserloch, das ich fotografierte. Sie scherzte, ich solle das bleiben lassen, das würde mich nicht segnen, das dunkle Wasserloch. Ein Foto und die Kamera mag nicht mehr, Sand im Objektiv, würde ich schätzen, fährt nicht mehr rein und die Kamera tut nix mehr. Da hilft nur Weihwasser, vermute ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Jahr bin ich nun bald unterwegs und ich schaue schon mal zurück. Viele richtige gute Erfahrungen waren da dabei. Insgesamt bin ich bestimmt die Alte, ein bisschen mehr eingefahren in  meiner no Schickimickieinstellung, ein bisschen gelassener, ein bisschen fokussierter vielleicht. Die Natur und die Tiere sind mir nun noch näher. Ich bin vielleicht auch etwas weniger an Intellektuellem orientiert. So richtig werde ich erst sehen, wie ich mich verändert habe, wenn ich wieder in Regensburg und bei Euch lieben Freunden bin. Ich freu mich schon auf eine ordentliche Party mit Euch! Die Idee nach all meiner „theoretischen Erziehung“ eine praktische draufzusetzen scheint jedenfalls voll gelungen und ich bin sehr froh über meine bunte Zeit hier. Oh, ich fürchte, da werden noch mehr Reflexionen dieser Art kommen. Auf bald!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-5860001795439191818?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/5860001795439191818/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/10/eine-woche-leben-als-sklave.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/5860001795439191818'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/5860001795439191818'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/10/eine-woche-leben-als-sklave.html' title='Eine Woche Leben als Sklave'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SuzRzmcIFyI/AAAAAAAAApM/vs-GhFaX-VI/s72-c/IMG_4422.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-9041449482523288928</id><published>2009-10-24T23:05:00.000-07:00</published><updated>2009-10-24T23:12:04.282-07:00</updated><title type='text'>Wildlife, innen und aussen</title><content type='html'>Es hat ein bisschen was Verhextes in Bundaberg. Leo und ich passten am Wochenende auf Haus und Tiere auf. Auf den Hund Pearly jedoch offenbar nicht gut genug. Sie ist noch nie abgehauen, ist nun aber schon seit einer Woche verschwunden. Robyn erzählte mir davon, der Herr habe ihr gewispert, sie solle die Hunde einsperren, wenn sie wegfahren, aber nein, sie war ungehorsam und nun ist Pearly fort, die fröhliche, liebe Teenagerhundine. Ich joggte unseren Joggingrunden ab, ging durch den Busch, plauderte mit weit entfernten Nachbar- keine Pearly. Traurig sind wir alle ein wenig, am meisten wohl Lizzy, ihre Mutter und Spielgefährtin, die in der Früh kein Begrüssungsheulen mehr anstimmt. &lt;br /&gt;Was hab ich nicht alles versucht, um in diesem als Arbeiterstädtchen bekannten Ort, Arbeit zu finden: Bekannte von Rolf antelefoniert, mit den Leuten von Jobagenturen, Arbeitshostels und sogar im Touribüro geredet, als Küchenhilfe beworben, die Bauern in der Gegend abgeradelt.  Rolfs Bekannte Luisa führte zu einem weiterem Pflückerjob. Das hiess, um halb vier aufstehen und in die Stadt fahren (20 km), von dort in der Kolonne weitere 20km in die andere Richtung. Dann ein paar Eimerchen Tomaten gepflückt- ich wieder mal gewissenhaft nur die reifen und damit 6 Eimer, Leo zwölf,zu je 1,75 Dollar, aber alles, was ihm unterkam- und dann wars das auch schon nach eineinhalb Stunden. Man solle doch am nächsten Donnerstag nach drei Tagen Pause wieder erscheinen. Wir haben die Benzinkosten für Robyns Auto verdient, aber es scheint unmöglich, meine Bankdaten zu speichern. Zum dritten Mal wurde ich danach gefragt und nun sollte ich die Herrschaften gar in der Stadt treffen. Ach, ich vermisse meine Äpfel und Peter, das war mal sinnvolles, geordnetes Arbeiten! Aber ich bin ja nun nicht die, die aufgibt. Und morgen radle ich zu einem Tomatenfeld in der Nähe. Vielleicht lassen sie mich ein paar Tage pflücken. Und wenn ich nur zwanzig Dollar täglich verdiene, so hab ich doch nix verloren und muss nicht allzu früh auf. &lt;br /&gt;Leo hat einen Job als Koch eine gute halbe Autostunde von hier angenommen und ist nun in einem winzigen Örtchen am Meer. &lt;br /&gt;Ich wollte gen Süden reisen, Richtung Noosa, wo man so wunderbar surfen können soll. Dort habe ich auch einen Wwoofinggastgeber ausfindig gemacht, der mich vollständig zulaberte, als ich ihn anrief und er erfuhr, dass ich Philosophie studiert habe. Er scheint da auf einen Quacksalber gestossen zu sein, der ein paar Philosophen zitiert hat und nun sei sein Weltbild vollständig durcheinander. Meine Aufgabe bei ihm wäre dann zu philosophieren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er nicht an analytische Philosophie dachte. Ich sollte schon dort sein, er mich vom Zug abholen, aber seltsamerweise hat er meine Ankunft nicht bestätigt und so bin ich immer noch hier. Heute war Auktionstag in der Nähe. Versteigert wird Plunder und Wertvolles aller Grössen vom Porzellanpüppchen bis zum Traktor, der Auktionator schreit sich den Hals wund und es ist insgesamt ein wahrlich heiter Treiben, wenn eine Menschentraube von Objekt zu Objekt tippelt. Robyn schlug mächtig zu, erwarb einen ganzen Tisch mit Figuren, die weitgehend hässlich und sicherlich vollständig nutzlos sind und nun ihr hübsches kleines Häuschen im Garten zustellen. Rolf schüttelt den Kopf und weiss nicht, warum sie immer wieder scheunenweise Zeug kauft, das dann nur dem Schimmel und den Mäusen überlassen wird. Er erwarb einen Laptop und einen alten Computer- weiss der Himmel, ob sie funktionieren. Windows war nun leider nicht dabei. Ausserdem kauften sie haufenweise Holz für den Boden der Veranda. Das geölte Holz luden wir mit vereinten Kräften auf den Anhänger, von wo es einen Kilometer später auf die Strasse rutschte. Immerhin ist nichts passiert und irgendwie war es  doch recht heiter. Nur den Vorschlag, ich sollte auf dem Holz sitzen, so dass es nicht mehr rutsche, konnte ich nicht ganz gutheissen.&lt;br /&gt;Wir verstehen uns gut, wenn mir auch dieses fanatische Christentum bisweilen auf den Nerv geht.. Da erzählt er mir immer, dass ihn ausser der Bibel nichts interessiert und alle Philosophen nutzlos sind, weil sie sich auf den menschlichen Verstand stützen, der närrisch sei. Was Besseres als seinen menschlichen Verstand hat er aber auch nicht, um seine Bibel zu lesen, vermute ich. Ich bin geneigt, die Gemeinsamkeiten zu betonen und so reden wir über gesunde Ernährung und Verrücktheiten anderer Menschen und verschweigen die eigenen und besonders die des Gegenübers. Ein kleiner Triumph ist, dass er mittlerweile einsieht, dass ich genauso gut wie ein Mann bin. Dachte er doch zuerst, ich könnte ihm keinen Graben für sein Giesswasser ausheben oder ihm beim Holzladen und Befestigen helfen. Ich steige auf und darf nun gar die Terrasse mit verlegen, nachdem er sich von seinem Vorurteil der Nutzlosigkeit aller weiblichen Wesen in praktischen Dingen getrennt hat. &lt;br /&gt;Ich habe genug gemalt, geschrieben und gelesen hier. Wenn auch die Bücherei weiter sehr verlockend ist: da gibt es z.B. Ray Monks Russellbiographie, Filme, die ich im Kino verpasst habe,  herrliche Kunstbände und die unterhaltsame Zeitschrift „Psychology today“.  Ausserdem konnte ich mit dem Hagen- und dem Emersonquartett mit Dvorak, Debussy und Ravel endlich mal wieder meinen Player auffrischen. Es fehlt also an nichts, aber ich will trotzdem noch mehr hier sehen als Bundaberg und Umgebung. Die nächsten Tage wirds hoffentlich mit Noosa und dem Yogaphilosophen klappen und danach zu meiner Autorin und ihrem Englischlehrergatten in der Gegend um Brisbane. Auf die beiden freue ich mich besonders, machen sie doch beide was, was mir sehr am Herzen liegt. &lt;br /&gt;Deroweil weiter Faszination wildlife mit der braunen Giftschlange im Garten und dem eineinhalbmeter langen krokodilähnlichen Goana im Baum und der Tarantel an der Plumpsklotür. Immer schön locker bleiben...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-9041449482523288928?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/9041449482523288928/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/10/wildlife-innen-und-aussen.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/9041449482523288928'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/9041449482523288928'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/10/wildlife-innen-und-aussen.html' title='Wildlife, innen und aussen'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-8349088980231152763</id><published>2009-10-10T21:12:00.000-07:00</published><updated>2009-10-10T21:24:58.202-07:00</updated><title type='text'>Korallenschnorcheln, zeichnen und surfen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/StFdwcfGi8I/AAAAAAAAAn8/rxSH013uko0/s1600-h/IMG_4415.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/StFdwcfGi8I/AAAAAAAAAn8/rxSH013uko0/s200/IMG_4415.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5391193315800943554" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/StFdv8EzC-I/AAAAAAAAAn0/FbDMh_t-_dE/s1600-h/IMG_4416.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/StFdv8EzC-I/AAAAAAAAAn0/FbDMh_t-_dE/s200/IMG_4416.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5391193307100679138" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/StFdvIYquBI/AAAAAAAAAns/j-H04BUocCo/s1600-h/IMG_4398.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/StFdvIYquBI/AAAAAAAAAns/j-H04BUocCo/s200/IMG_4398.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5391193293225375762" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/StFduW7KBAI/AAAAAAAAAnk/hnVKpAWstvc/s1600-h/IMG_4370.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/StFduW7KBAI/AAAAAAAAAnk/hnVKpAWstvc/s200/IMG_4370.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5391193279948260354" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/StFdt3XHO2I/AAAAAAAAAnc/xQn35XiRBuU/s1600-h/IMG_4314.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/StFdt3XHO2I/AAAAAAAAAnc/xQn35XiRBuU/s200/IMG_4314.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5391193271475583842" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich bin immer noch in Bundaberg, immer noch „in the sticks“, also ein gutes Stück weg von Läden und Internet. Es ist schon seltsam- hier fühlt es sich recht nach einem Zuhause an. Früh aufstehen, umgraben, anpflanzen, einen Hennenverschlag bauen. Und nach ein paar Tagen habe ich eine kindliche Freude, wenn die Kräuter und Karotten einen Millimeter grün zeigen und meine mittlerweile fünf Hühnchenkinder das erste Mal herumfliegen und offensichtlich ihren neuen Freiraum geniessen. &lt;br /&gt;Freiraum hab ich mir auch gegönnt- wenn ich schon so brav hier wwoofe, so sollte ich dennoch was von der Gegend sehen. Grund meiner Reise in den Norden der Ostküste war, das Great Barrier Reef zu sehen. In der Gegend um Bundaberg trifft das Riff auf die Küste, oder fast. Nach kurzen Erkundigungen fand ich heraus, dass es hier eine kleines Inselchen zu besichtigen gibt, das von Korallen umgeben ist. Mit einem Boot kann man zu Lady Musgrave Island schippern und dort den Fischen in die Korallen folgen. Man kann auch zu Lady Elliott Island fliegen, das ist aber bedeutend teurer und aus meiner Sicht unnötig. &lt;br /&gt;Ich habe mich für einen Tagesausflug nach Lady Musgrave enntschieden. Dort hätte man auch wunderschön campen können, aber ich hatte keine Lust den doppelten Fahrpreis von 165 Dollar zu zahlen. Plus 4 Dollar Campinggebühr, pah! Auf dem Hinweg ging es ein wenig rund an Bord. Die bibbelnden ca. 40 Asiaten wurden grün und grüner im Gesicht und machten meist mehrfachen regen Gebrauch der Spucktüten. Ich werde älter und mir war auch etwas mau, allerdings entschied ich mich für ein kleines hilfreiches Nickerchen, gepaart mit dem Mantra „Seekran sind nur Schwächlinge“. Man legte vor der Insel an und fuhr mit einem Glasbodenboden weiter über Korallen und Schildkröten, was einen guten Vorgeschmack aufs Schnorcheln gab. Die Insel ist 17 Hektar gross und rundum ist Korallenstrand. Man darf kein Stückchen mitnehmen, was ich Schlimme in ein winziges Stückchen weisse, knochenähnliche Koralle uminterpretiert habe. Das lag da herum, ohne offensichtlichen Gebrauch für Tier und Pflanzenwelt und ich konnte nicht wiederstehen. Mein eigener illegaler Zentimeter Insel. Es gibt dort auch böse kleine Krabben: ein Biss von ihnen aus einer hübschen Schneckenmuschel heraus und man darf auf einen 4000 Dollar teuren Helikopterflug ins nächste Krankenhaus hoffen oder man kann die letzten 4000 Dollar seines Lebens sparen. Ansonsten sind dort nur laute und viele fluglose Vögel, die es aber immerhin bis auf die Bäume schaffen. Irgendwann konnten sie mal fliegen, auf der Insel haben sie es aber aufgegeben. Auf der Insel wachsen Pisoniabäume, die sehr leicht in Stürmen umfallen. Sie haben klebrige Blüten, mit denen sie die Vögel fangen, die dann verhungern und als Dünger in den Boden eingehen. Erstaunlich. Der beste Teil war nicht das Mittagsbüffet, sondern die Schnorchelei. Ich war  zweieinhalb Stunden im Wasser und einfach nur fasziniert. Bleistift- und Tintezeichnen macht sehr viel Spass, aber nach diesem Ausflug brauchte ich Farben, Wasserfarben für all die Fische. Alle Grundfarben und zahllose Mischfarben, fröhliche und distinguiert scheinende zwischen farbigen Korallen und Seesternen. Sie scheinen nicht weiter gestört von der Anwesenheit der Menschen und kommen zum Greifen nah. Schade, dass ich keine Unterwasserkamera habe, um schummrige Photos zu schiessen, die dann doch nur ich schätzen würde. Das Wasser ist klar, blaugrün, türkis. Die Asiaten waren wieder eine Freude, trauten sich nicht recht ins Wasser oder wackelten aufgeregt auf dem Absprungplatz herum, tauschten Flossen, Maske und Schnorcheln ungefähr so oft wie die Spucktüten und fanden ständig Grund zu den kontinenttypischen Kichereien. Erstaunlich. Die letzte kleine Lästerei: drei Minuten vor Ende der Fahrt bildeten sie eine lange Schlange vor der Toilette, die sie vorher weitgehend unbeachtet liessen und drängten munter und laut. Die Crew war nett, das Essen  fein und ich war glücklich.   &lt;br /&gt;Richtig nett war auch der englische Busfahrer David. Ein weisshaariger Herr um die siebzig, den ich im Fahren mit mit viel Freude zeichnete. Er lebt auf einem Boot. Er meinte, ich könne jederzeit kostenlos mit ihm im Bus mitkommen, wenn ich in Agnes Water, 120 km von hier surfen wolle. Leihgebühr Brett mit Unterricht für vier Stunden 30 Dollar, da war ich dann schnell dabei. Die Fahrt war nett, wenn auch David frei hatte und ich von einem grummeligen und vom Leben gelangweilten ausgewanderten Kölner chauffiert wurde. Der Surflehrer ein witzelnder Sunnyboy, der gar nicht aufhörte uns auf die Schönheiten von Natur und Strand hinzuweisen, wohl um von den eigentlich nicht existierenden Surfwellen abzulenken. Immerhin hat er mir beigebracht, dass was ic bis dato gelernt habe, falsch ist. Der Strand war hübsch, ich sah hunderte Sandkrabben, die sich in den Sand wühlten, wenn ich des Wegs kam, einige Angler und Vögel und hatte einen Schwatz mit einem ausgezeichneten Pfeifer, der im ACDC Shirt von seinen Surfereien erzählten. Lange graue Haare, Zopf, er sagte was von Mediziner und ich schätze ihn auf Mitte siebzig. Nein, gegen die Surfergemeinschaft kann ich nichts sagen. Nette, humorige und entspannte Leute, die gar nicht gleichgültig gegenüber den Menschen und der Natur scheinen. &lt;br /&gt;Und dann war da noch das „Paint in“. Barbara, Robyns und mittlerweile meine Privatkunstlehrerin hatte eine Fahrt zu ihrer Tochter auf dem Lande organisiert. Sie hat dort ein grünes Holzhaus mit grossen Vogelgehegen, jungem Hund Jake, zwei wuscheligen Katzen und einem Mann, der nicht von meiner Seite rücken wollte. Sehr hübsch ist es dort, man merkt, sie lesen ihre aufgestapelten„Countryhome and Ideas“ Zeitschriften auch. Mittags wurden wir mit einem Eintopf und Brot versorgt, die in einem mit Holzkohle beheizten Loch drei Stunden gekocht wurden. Ich probierte meine neu erworbenen Aquarellfarben aus, die aber leider noch zentnerschwer auf meinem Papier liegen anstatt locker luftig, wie es sich gehört. Dafür ist nun mein Skizzenbuch wellig. Mit der Zeichnerei habe ich wirklich eine neue Leidenschaft entdeckt- nicht dass ich nicht schon die ein oder andere hätte- und ich bin begeistert von Carbon- und weichen Graphitbleistiften, vor allem aber von der Tinte und Conté crayons. Am meisten Spass macht es Leute zu zeichnen. Beim Malausflug waren wir zu zehnt, zahlten nur die zehn Dollar fürs Essen und jeder sass in irgendeinem Eckchen und nach einer Weile stellten wir die Skizzen und Kleinwerke vor. Meine Mitmaler sind meist im Rentenalter und mit viel Liebe am Werk. Ich werde zusehen, mehr über Karikaturen zu lernen. Es ist erstaunlich, wie anders ich die Dinge nun anschaue- auf Proportionen und Winkel, Biegungen und auch Bewegungen. Escher, O'Keefe, Rembrandt, Goya, Van Gogh und Hopper die Armen, dienen mir als Vorlage zu Detailkopien und ich sehe viel mehr, wie die Dinge gemacht sind und warum es so schwierig ist, genau diesen Stil zu malen. Ohne die Zeit, die ich mir hier genommen habe, hätte ich womöglich weiter an der Überzeugung festgehalten, dass ich im Kunstfach eher nutzlos bin. Mich auf einem Selbstporträt zu erkennen, war ein Schocker- liiiiiiiiii, das bin ja ich - wenn auch sehr verdriesslich.   &lt;br /&gt;Die Tage auf der kleinen Farm gehen ihren ruhigen Gang, meine fünf kleinen Küken Donald, Daisy, Tick, Trick und Track werden mächtig gross, die Hunde gehen mit mir mit wahrem Enthusiasmus laufen, ich hebe tiefe Löcher aus und freue mich, wenn meine Karotten, Frühlingszwiebeln und Kräuter so herrlich gedeihen. Wir brauchen fast nichts vom Supermarkt- ein bisschen Milch und Butter, Mehl fürs Brot und Limonade und Tee für Leo. Das Leben von den eigenen Erzeugnissen gefällt mir sehr und ich fühle mich fit und gesund bei soviel guter Nahrung. Fünf Wochen Bundaberg und kein schlechtes Leben!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-8349088980231152763?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/8349088980231152763/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/10/korallenschnorcheln-zeichnen-und-surfen.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/8349088980231152763'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/8349088980231152763'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/10/korallenschnorcheln-zeichnen-und-surfen.html' title='Korallenschnorcheln, zeichnen und surfen'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/StFdwcfGi8I/AAAAAAAAAn8/rxSH013uko0/s72-c/IMG_4415.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-629135158114088809.post-6616372981429793867</id><published>2009-09-23T23:09:00.000-07:00</published><updated>2009-09-23T23:27:35.961-07:00</updated><title type='text'>Urlaub bei den Kreationisten</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SrsRQuhbAeI/AAAAAAAAAnU/vqwL3lm666U/s1600-h/IMG_4246.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SrsRQuhbAeI/AAAAAAAAAnU/vqwL3lm666U/s200/IMG_4246.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5384916758515352034" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SrsRQK7o6dI/AAAAAAAAAnM/6kK3YOi8NNM/s1600-h/IMG_4266.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SrsRQK7o6dI/AAAAAAAAAnM/6kK3YOi8NNM/s200/IMG_4266.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5384916748961638866" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SrsRPWkiQTI/AAAAAAAAAnE/_lW4OfDihsQ/s1600-h/IMG_4215.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SrsRPWkiQTI/AAAAAAAAAnE/_lW4OfDihsQ/s200/IMG_4215.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5384916734906089778" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SrsRO1iIDYI/AAAAAAAAAm8/LQQcLX5kzsY/s1600-h/IMG_4187.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SrsRO1iIDYI/AAAAAAAAAm8/LQQcLX5kzsY/s200/IMG_4187.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5384916726037613954" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SrsRON-QT7I/AAAAAAAAAm0/fELT43Vdo6g/s1600-h/IMG_4177.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SrsRON-QT7I/AAAAAAAAAm0/fELT43Vdo6g/s200/IMG_4177.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5384916715418177458" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wieder einmal hatten wir mächtig Glück. Leo wollte Saisonsarbeit in Angriff nehmen und auch ich habe wirklich nichts gegen den Ausbau meiner Reisekasse. So rief ich herum, es gibt eine Telefonnummer für Leute, die pflücken wollen. Von dort wurden wir nach Bundaberg geschickt, vier Stunden nördlich von Brisbane an der Küste gelegen. Nach Brisbane wurden wir von Injune mit Freunden unserer Farmer chauffiert, die in Brisbane leben. Ich war recht begeistert, mal wieder in eine Stadt zu kommen. Brisbane ist gut zu Fuss zu erkunden, hat ein vielseitiges Wissenschaftsmuseum mit Naturkundeteil und einem spielerischen Erkundungsteil, in dem Leo die Schwerkraft zu bezwingen schien, Hebel kennenlernte, Blitze erzeugte; gegen Weltklasseläufer rannte und Foucaults Pendel anschaute. Opshopwandern, ein Mittagessen bei den vegetarischen Hare Krishnas, Buchläden, neu und alt, Kunst geguckt und ein Zeichenbuch gekauft und am nächsten Tag ein Ausflug zum Koalaschutzzentrum und ich war glücklich, mal wieder in der Stadt gewesen zu sein. Die Koalas waren wirklch zu knuffig und Streichelkänguruhs haben mich in ein vor Freude hüpfendes Mädelchen verwandelt: sind die süüüüüüüss! Und natürlich erfuhr ich, dass es nicht gerechtfertigt ist, die Känguruhs zu erschiessen. Sie haben lange keine Pestanzahl und waren lange vor den Rinderbauern da. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leo hatte so gar keine Lust mehr auf Brisbane und ich war zufrieden mit dem Zug nach Bundaberg zu fahren, nachdem sich eine Mitfahrgelegenheit nicht gemeldet hatte. 33 Dollar kostet das Zugfahren und man fühlt sich wie im Flieger mit Sicherheitsinstruktionen, Film, Klimaanlage und Dämchen, die einem Wasser und Snacks vorbeibringen. Billiger können wir nur mit unseren ergaunerten Auto- und Lkwfahrten reisen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Bundaberg wie zuvor in Brisbane hatte niemand eine Couch für uns frei, so dass wir sofort die Hostels abklapperten. Neunzig Prozent aller Rucksacktouristen, heisst es, seien Arbeiter und die Hostels organisieren Arbeit. Leider war da aber weder Arbeit noch ein Doppelzimmer und wir telefonierten mit Leuten aus unserem Wwoofbuch. Auch die waren voll. In einem Hostel fand ich ein altes Wwoofbuch mit der Nummer von Rolf und Robyn Vollmer, bei denen wir nun schon fast drei Wochen logieren, Unkraut jäten, Bananen düngen, kochen und herrlich leben. Heute legten wir einen Kräutergarten an, was bei aller Arbeit eine sehr befriedigende Erfahrung war. Es ist wie ein Urlaub von der Reise in einem kleinen Paradiesgarten, naja, 340 acres, nicht ganz so klein... Ich habe meine alte Leidenschaft fürs Bleistiftzeichnen ausgegraben und bin damit mächtig beschäftigt. Ich mache täglich Fortschritte und merke, dass es wirklich vor allem an der Übung liegt und nicht am Talent. Robyn und Rolf sind sehr nett. Sie ist 65, er ist 71 und sie sind streng gläubig. So streng, dass wir nicht in einem Zimmer schlafen dürfen, was für mich den entschiedenen Vorteil hat, dass ich die Nächte unbeschnarcht durchschlafen kann. Sie sind Kreationisten, glauben, dass Homosexualität eine heilbare Krankheit ist und reden viel vom Herrn. Nach einmaligem Kirchen- und Bibelkreisbesuch wars mir genug. Das Gute ist, dass sie uns in Frieden lassen. Das Anwesen ist herrlich, sie essen wunderbar vegetarisch mit Bio- Passionsfrüchten, -Bananen, -Erdbeeren, -Orangen, die ich täglich im Dutzend zu unserem Genuss presse, wilden Tomaten und anderen Gemüsen. Es werden Pläne für ein vegetarisches Restaurant mit Unterkunft auf dem Anwesen mit Leo geschmiedet. Wie immer will ich das erst mal sehen. Leo malt Holz bunt an, ich zeichne und lese in der freien Zeit. Toll sind die vielen Tiere hier: Acht leider nicht reitbare Pferde springen übers Anwesen, viele Hühner legen viele Eier und ich kümmere mich um die drei ganz kleinen Hühnchen. Zum Laufen habe ich die Begleitung der Hündin Pearly, die mich mächtig motiviert, wenn sie durchs Gebüsch springt oder Wassertropfen im Teich fängt. Die Truthähne krähen mich in der Früh um sechs wach, die Cane Toads quaken des Nächtens und die grünen, rotäugigen Frösche besuchen uns am Abend. Grosse, wirklich grosse Echsen sausen herum, richtig grosse Grashüpfer hüpfen dazwischen. Und dann ist da noch das Schaf und die Ziege, die ihr Gnadengras zu pflücken scheinen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Karriere als Zucchinipflücker endete so schnell ich sie begann: ein Tag und gut  wars. Die Nummer des dubiosen Clans fand ich an einem Anschlagbrett in Bundaberg auf dem Campingplatz: Pickers wanted. Call Dan. Angerufen, für den nächsten Tag in der Früh um dreiviertel sechs ausgemacht. Erst wartete ich zwei Stunden, um zu meinem Arbeitsplatz zu kommen. Das Feld war aber schon geerntet und wir machten uns zu einem anderen auf. Das schien allerdings auch schon abgeerntet zu sein. Das hat unseren bulgarischen Supervisor wenig irritiert. So schnitt ich in zwei Stunden dreieinhalb Eimer Zucchini, nicht zu gross und nicht zu klein, nicht zu gebogen, nicht weich und nicht schrumpelig und bitte ordentlich eingeschlichtet. Nicht schlecht. Ein Eimer trägt mir zwei Dollar fünfzig ein, fünf Dollar wollten sie mir für den Transport berechnen. So habe ich im Schweisse meines Angesichts zwei Dollar fünfzig verdient, die ich, so ich sie auf wundersame Weise jemals erhalten sollte, in einen halben Becher Joghurt bei Aldi umsetzen könnte. Um mich her wurlten zehn Asiaten mit schockierendem Englisch, vermummt, dass man eher an eine Terrorattacke denn an Gemüseernte dachte. Der junge Brite, an den ich mich hielt, schaute nur recht ratlos. Ausserdem habe ich gelernt, dass mein Cowboyhut und lange  Ärmel ein guter Anfang sind, dass lange Hosen oder Kniestrümpfe der Sache aber die Krone aufsetzen würden, da ich dann keine schrecklich verkratzten Beine hätte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wollen immer noch ein wenig weiter in den Norden und bewerben uns online für Jobs und rufen neue Wwoof Gastgeber an. Eigentlich ist es doch sehr schön, wo wir gerade sind und wir sind gar nicht so wahnsinnig motiviert, wieder weiterzuziehen- heute hier, morgen dort. Ansonsten hat mich die „travel bug“ weiter fest im Griff. Da gibt es noch Kanada und Afrika und Südamerika und die Nudistencamps in Australien...Ich bin recht zufrieden mit meiner Reiserei und vermisse wenig. Laufen, lesen, reden, lieben, zeichnen, schreiben. Ein guter Freund wär gut. Ein Spieleabend. Eine gute, fachliche Diskussion. Mehr klassische Musik. Aber dann guck ich wieder in die Bananenstauden, die drei kleinen Küken zwitschern neben mir. Und irgendwie bin ich glücklich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/629135158114088809-6616372981429793867?l=echt-zeit-2.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/feeds/6616372981429793867/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/09/urlaub-bei-den-kreationisten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/6616372981429793867'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/629135158114088809/posts/default/6616372981429793867'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://echt-zeit-2.blogspot.com/2009/09/urlaub-bei-den-kreationisten.html' title='Urlaub bei den Kreationisten'/><author><name>Andrea</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15793599568220375015</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SQC98maT1wI/AAAAAAAAAAM/kj5xnX9Wgsc/S220/Portr%C3%A4tphoto.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_L-uC7lotIfk/SrsRQuhbAeI/AAAAAAAAAnU/vqwL3lm666U/s72-c/IMG_4246.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
